ZDDP und der Motor läuft wie geschmiert

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    • Ich glaube, das Problem ist die unterschiedliche Verwendung von ppm. In den Ölanalysen ist damit die Masse gemeint, also mg/kg (Wird von Oelcheck ja auch so in den Messergebnissen angegeben). Die ppm-Gehalte, die für ZDDP angegeben werden (Also ~600 ppm ZDDP für MidSAPS, >2000ppm ZDDP für Racing-Öle) beziehen sich dagegen (vermutlich) nicht auf die Gewichtsanteile, sondern auf die Anzahl der Moleküle, also von 1 Mio Moleküle im fertigen Öl sind 2000 Moleküle ZDDP-Moleküle, unabhängig vom Gewicht.

      Man müsste sich also ausrechnen, wieviele Zn-Atome 1680 mg enthalten, um zu wissen, wieviele ZDDP-Moleküle in einem kg Öl enthalten sind (1 Zn-Atom pro Molekül). Mit dem mittleren Molekülgewicht des verwendeten Basisöls könnte man sich dann auch die Anzahl der "Ölmoleküle" in einem kg Öl ausrechnen um mit dem Verhältniss der beiden eine grobe Näherung des ZDDP-Gehalts in "Molekül-ppm" erhalten.

      Wobei dann natürlich alle anderen Komponenten des Öls vernachlässigt würden, keine Ahnung wie brauchbar diese näherungsweise Berechnung wirklich ist.

      edit: Nachtrag...ppm kann natürlich auch noch auf das Volumen bezogen sein, also ml auf 1000l.

      Zweiter edit: Ist wohl doch überall mg/kg gemeint, siehe Post unten.

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    • Alles gerundet

      710 & 840 = Mittelwert 775 + 425 Zuschlag = 1200

      425 = 35%

      Das ist schon deutlich höher.
      Wenn es da rechnerisch solche Differenzen gibt, kann man es vergessen.

      Wie wird ZDDP denn eigentlich ermittelt? Welche Messmethode kommt da zum Einsatz?
    • Nochmal zu der Frage, ob ppm mg/kg oder ZDDP-Moleküle pro Ölmoleküle bedeutet:

      Mit Gewichtsangaben passt eigentlich alles zusammen. Für das Molekulargewicht von ZDDP habe ich 772.5 gefunden , das Atomgewicht von Zink ist 65.4. Ein ZDDP-Molekül ist also knapp 12 mal so schwer, wie ein Zinkatom. Die angegebenen 1680 mg/kg Zink entsprechen damit etwa 19.8g ZDDP pro kg Öl, also knapp 2%. Das passt auch mit den Angaben weiter vorne im Thread und den Werten in Sicherheitsdatenblättern zum ZDDP-Gehalt von Motorölen zusammen.

      Die 2200ppm, die Penrite angibt, erklären sie im Produktdatenblatt selbst: Das ist die Summe der mg/kg-Werte aus dem Zink- und Borgehalt.
    • Oha, sehr gute Recherche. :daumen:
      Da bin ich noch nicht so im Bilde mit dem ganzen Atom-Molekular-Kram.

      Aus Deinem Beitrag entnehme ich, dass wir den Phosphor-Wert gar nicht benötigen, sondern einfach mit den Faktoren Zink und ZDDP als Zahlenwerte arbeiten können. Ist das richtig?

      Weiter zeigt sich, dass ZDDP-Angaben nicht das sein müssen, was wir uns darunter vorstellen (Marketing). Denn ZDDP hat mit Boron ja eigentlich nichts zu tun.

      Mir stellt sich dann die Frage, wenn das Verhältnis im molekularen Aufbau von Zn zu P in 1:2 festgelegt ist, wie es zu den zum Teil größeren Schwankungen in Analysen kommen kann und warum man P überhaupt ermittelt und nicht direkt aus Zink ableitet?!

      Oh man, das wird jetzt schon sehr chemisch...nicht mein Fachgebiet... :lach3:
      Aber echt klasse, dass Du da Input gibst. :handschake: