Posts by 53Fatman

    Da hat die Tuning Firma leider gar keine Ahnung von Öl. Von den drei genannten Ölen hat das 300V mit die größeren Reserven, abgesehen vielleicht von der basischen Reserve (TBN), aber dafür ist auch nicht gemacht (extra lange Intervalle). Durch das Öl kann gar nichts "verstopfen".


    Sehe keinen Grund für einen Wechsel. Einzig beim Intervall würde ich mich auf die 10-12tkm beschränken, aufgrund der Durchschnittsgeschwindigkeit. Wenn du bereit bist 2x im Jahr zu wechseln könntest du im Sommer das Chrono 10W40 fahren, das hat nochmal ein Hauch mehr Reserve beim HTHS.


    Das VST ist auch ok, aber vergleichbar mit dem 300V wäre eher das RCS.


    Gruß


    Karsten

    So lange der Motor normale Öltemperaturen (max. 120°C) erreicht sehe ich SAE50 als absolut nicht nötig an. Klar kann man es problemlos fahren, aber brauchen wird er es nicht. Problem bei günstigen 10W50ern ist, es enthält mehr unnötige Polymere weil die Spreizung breiter ist, da würde ich lieber bei einem 10W40 bleiben. Die teureren Kandidaten können so etwas mit Grundölen mit höheren natürlichen Viskositässpreizungen (höhere Viskositätsindex) zum Teil oder komplett ausgleichen, ein 10W50 auf HC Basis schafft das nicht.


    Günstige Vollsynthetikprodukte gibt es einfach in den Viskoklassen nicht, dafür gibt es keinen Markt. Moderne Autos bekommen nahezu alle 0W/5W Öle und für 95% der 10W40 Fahrer/Käufer zählt der Preis, für die restlichen 5% gibt es dann die teuren Produkte.


    Im 5W40 Bereich gibt es noch ein paar preiswerte vollsynthetische Öle wie das Rowe Synth RS 5W40 und das Meguin Super Leichtlauf 5W40. Die haben trotz "nur" 5W Grundöl, aufrund der dicken PAO Basis, HTHS Werte um 4mPas und könnte man auch fahren.


    Gruß


    Karsten

    Es muss auch nicht immer der teuerste Schmierstoff sein, diese Motoren, wie viele aus den 90ern sind nahezu unzerstörbar. Das Total ist teilsynthetisch, das Aral Blue Tronic sogar ein reiner Synthesemix, mit komplettem FullSAPS Additivpaket (inkl. ~90ppm Molybdän) und das für knapp über 3€/L. Absolut in Ordnung und ganz sicher nichts schlechtes. Klar hat zB das Amsoil einen besseren Noack, aber kostet eben auch das doppelte!


    Gruß


    Karsten

    :welcome:


    Wo wurde denn geschrieben irgendein 10W40?


    Vom Shell HX6 und HX7 haben wir aktuelle Analysen (siehe Shell Helix HX7 10W-40 ab Beitrag #8) Die beiden liegen beim HTHS >4mPas und bieten mehr als genug Reserve für den Motor, einzig der Noack ist jetzt nicht weltbewegend gut, ansonsten ein gutes Öl.


    Viel mehr Optionen gibt das Budget bei "mindestens" 10Wxx auch nicht her. Aral Blue Tronic 10W40 wäre auch noch eine Preisgünstige Alternative. Die Top Kategorie der 10W40er liegt einfach über deinem Budget (Motul 300V, Redline, Penrite Racing etc)


    EDIT: Klar gibt es noch ne Menge anderer 10W40 in dem Preissegment, sei es von Rowe, Meguin/Liqui Moly, Motul etc. aber groß unterschiedlich sind die nicht.


    Gruß


    Karsten

    Genau, ob es wirklich einen messbaren Vorteil gegenüber dem Rowe RS hat kann nur eine Analysereihe mit beiden Ölen zeigen. Ich denke nicht das es ein großartigen Unterschied macht, dafür ist das Rowe bereits mit sehr guten Reserven und ordentlichem FullSAPS Additivpaket augestattet. Rein auf dem Papier bietet das RCS die besseren physikalischen Werte, noch mal höherer HTHS 4,26mPas zu 4,1 und wahrscheinlich auch niedrigerer Verdampfungsverlust (Noack), der ist beim RCS sehr gut, beim Rowe nicht bekannt.


    Wenn es dir den Aufpreis wert ist, spricht nichts dagegen.


    Gruß


    Karsten

    Das Poly Tech hat eine andere Basisölmischung als die üblichen vollsynthetischen Öle, da es einen Anteil PAG Grundöl enthält (in Form für Motoröl geeignetem "OSP"), einziger Nachteil, das 5W40 ist eher von der dünneren Sorte mit einem HTHS von 3,67mPas, abgesehen davon ein sehr gutes Öl mit hervorragenden Reinigungseigenschaften. Das Rowe ist das klassische PAO basierte Öl mit etwas Ester, dafür aber etwas dicker.


    Es spricht nichts gegen Ravenol RCS, Motul 300V Chrono 10W40, Redline 10W40. Passt eben nicht ins Budget, liegt alles >10€/L.


    Dazu kommt, auch wenn es FullSAPS mit relativ hoher basischer Reserve, sind die Öle natürlich nicht für lange Intervalle optimiert, ein normales klassisches 5/10W40 FullSaps mit einem HTHS um oder über 4 sehe ich da als gut geeignet und ausreichend an.


    Zu den Ventilen kann ich nichts sagen, mit Gas habe ich keine Erfahrungen, aber was man so hört haben BMW Motoren an den Ventilsitzen eher keine Probleme damit, wenn sauber abgestimmt.


    Gruß


    Karsten

    :welcome:


    Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit wirklich ~100km/h sind, ist ein Intervall von ~20tkm Kilometern bei fast reiner Langstrecke durchaus machbar (zumal der Motor sehr sauber ist, das spricht dafür das es problemlos ist). Das verwendete Öl ist auch ok, wenn es etwas mehr physikalische Reserve sein soll dann würde ich das Rowe Synth RS 5W40 fahren, das hat einen höheren HTHS von 4,1 und hat sich in der Vergangenheit bewährt, auch bereits im N62.


    Gruß


    Karsten

    :welcome:


    das Kroon Poly Tech ist ein super Öl, auch wenn der Motor jetzt deutlich mehr Belastung sieht als Serie, bei den niedrigen Öltemperaturen sollte auch das noch gut passen mit dem HTHS (3,67mPas). 95°C als Maxiumum ist nichts, das ist ja gerade mal im Fenster für eine gesunde Öltemperatur.


    Wenn du doch etwas mit ein wenig mehr Reserve suchst dann würde ich dir das Motul 300V Chrono 10W40 empfehlen. Nicht die günstigste Wahl, aber gut geeignet und mit einem HTHS von 4,2 zusätzlich noch mehr physikalische Reserve.


    Wenn es günstiger sein soll, dann zB das Rowe Synth RS 5W40 oder das Meguin Super Leichtlauf 5W40.


    Intervall mit 2x jährlich absolut passend aufgrund der auch vorhandenen kurzen Arbeitsstrecke.


    Gruß


    Karsten

    :welcome:


    da würde ich dir das Motul 300V Competition 15W50 ans Herz legen. Bietet ca. die gleiche Lagerreserve (HTHS 5,3mPas) wie das Castrol (5,2) (HTHS vom Shell nicht bekannt), aber durch das dickere 15W Basisöl die bessere Langzeitstabilität. Sehr gutes Additivpaket und in meinen Augen vom Preis ok, allerdings teurer wie das Shell.


    Intervall passt!


    Gruß


    Karsten

    Siehe das Posting von @N55 Selbstversuch Mannol Ester Additiv mindestens 50% sind Ester, ggf. auch mehr wenn andere Esterderivate nicht deklariert werden (müssen).


    In meinen Augen muss das Verhältnis so hoch sein, Ester ist ja nicht wie ZDDP, Bor, Molybdän etc. wo kleine Mengen bereits Wirkung zeigen. Esterhaltige Öle liegen idr bei 5-15% POE Anteil. Das wären dann max. 5-10% Ester Anteil im fertigen Öl (bei 50-100% Ester Anteil im Additiv). Für 1-2% Ester braucht man den Aufwand nicht betreiben.


    Bin gespannt auf die Analyse, insbesondere die Viskosität, denn die meisten puren Esterbasisöle sind eher dünn und werden daher mit dickeren Basisölen kombiniert um Viskositäten >SAE30 zu erreichen. 50% Esteranteil wäre durchaus ok. Ich bleibe aber dabei, wer unbedingt ein esterhaltiges Öl fahren möchte, der ist mit fertig formulierten Ölen besser bedient. Interessant ist es als Reinigungszusatz zu eher günstigen "Spülölen". Da macht es keinen Sinn auf Produkte mit Literpreisen von 10-20€/l zu setzen.


    Gruß


    Karsten

    Ja, diese Ester werden aber nicht in Motorölen verwendet, die sind meistens nur zu einem ganz kleinen Teil oder gar nicht biologisch abbaubar.


    Ester sind auch natürliche Fettsäuren und kommen in fast jeder Frucht etc. vor, das hat aber nichts mit den synthetischen Estern in Motorölen zu tun. Basis für Ester kann sehr vieles sein.


    Genau der Punkt den du asprichst macht den Unterschied, die pflanzlichen Ester und diejenigen die biologisch abbaubar sind bestehen aus (zT) ungesättigten Fettsäuren, daher sind Sie ja erst in der Lage zu reagieren (und sich selber zu zersetzen/abzubauen), also auch mit Wasser. Polyolester, welcher am häufigsten in Motorölen zu finden ist, aber ist komplett gesättigt, es kann daher keine Hydrolyse mehr stattfinden. Das ist das gleiche Prinzip wie beim hydrocracken von Mineralöl, man besetzt die freien Atome der Moleküle mit Wasserstoffatomen damit das Endprodukt (Gruppe II/III HC) weniger/nicht mehr reagieren (=oxidieren) kann. Das Problem ist ja gar nicht das Wasser sondern der darin enthaltene Sauerstoff, damit reagiert das Molekül und im Falle von Ester entstehen dabei Säuren, aber Polyolester (und andere Di und Tri Ester in Motorölen) sind chemisch stabil. Gerade was den Einfluss von Temperatur angeht, da können diese Ester deutlich mehr als normales HC Öl, umso mehr Hitze umso stärker die Reaktion (=Oxidation).


    Welcher Hersteller ist denn hier zurückhaltender, fast jeder Hersteller nutzt bei seinen Spitzenprodukten Ester, der einzige Grund warum das abnimmt, es gibt jetzt günstigere Alternativen, wie eben AN (alkylated naphthalene). Davon reichen ebenfalls kleine Mengen für die Additivlöslichkeit und die Oxididationstabilität von HC Öl wird noch weiter gesteigert. Aber der Hauptgrund bleibt, Ester sind extrem teuer!


    Gruß


    Karsten

    Ich weiß wie du es meinst @Maddin, aber "schwach" klingt etwas hart ;) Für ein 5W40 finde ich 3,9mPas vollkommen ok und liegt im oberen Bereich. Viele 5W40er mit höheren Werten gibt es nicht (schon gar nicht mit der KV100). Für den Anwendungsfall würde ich aber auch etwas mit noch mehr Reserve bevorzugen. Zusammen mit der LSPI Thematik wird es da natürlich eng.


    Zum Amsoil XL, das ist klar HC Gruppe 3 Grundöl, es gibt einige Videos bei Youtube von Dan Watson wo er die einzelnen Produktreihen erklärt.


    Gruß


    Karsten

    Dann sollte man aber eher exakt 1l auf einer Präzisionswaage wiegen.


    Ich denke ~50ml könnte alleine die Schwankung der Füllmenge sein, bei originalem Öl. Dazu kommt das die Kanister ja auch gefälscht sind, also ggf. leichter oder schwerer sind. Als dritter Faktor, wäre ich der Fälscher würde ich direkt mal 100-200ml weniger rein tun, das merkt eh keiner :D


    Die Idee finde ich gut, aber da gibt es viele Faktoren, gerade bei der reinen Füllmenge, warum sollten es die Fälscher da so genau nehmen?


    Leider habe ich keine Waage die 5kg so genau messen kann, vielleicht hat ja jemand eine und wiegt einfach mal mehrere gleiche OEM Kanister, wenn die bereits abweichen wird es schwer.


    Gruß


    Karsten

    Deswegen fahre ich Fahrrad :D


    Kurzstrecken kommen vor (mit dem 3er), aber sehr selten, daher kein Thema, kann der ab. Der Zetti sieht immer mindestens 25km am Stück, eher mehr.


    Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Autos das problemlos mitmachen, die kennen fast ausschließlich Kurzstrecke (+Stau und andere Späße) + 20-30tkm Intervall und fahren trotzdem >200tkm.


    Gruß


    Karsten

    Alles Optik. Ich bezweifel das Pflegeprodukte bei Reifen ein langfristiges Ergebnis (= längere Lebensdauer des Reifens) erreichen können. Aber man verhindert die oberflächliche Alterung des Reifens. Da die Weichmacher aber eben auch aus den unteren Gummischichten entweichen altert der Reifen trotzdem.


    Wie gesagt Hitze (gerade der ständige Wechsel zwischen heiß und kalt) und UV Licht sind die Hauptfeinde vom Reifen, daher halten Sie auf Garagenfahrzeugen doch eine ganze Ecke länger bevor Sie zu ausgehärtet sind. Nach einigen scharfen Kurven hatten die Pirelli PZero das gerne am Übergang von Profil zur Flanke (Hitze) an der VA. Die Conti 5P hatten es kaum, Michelin hat es je nach Modell auch gerne.


    Die braunen Spuren sind ein rein optisches Problem, idR wird es mit der Zeit weniger, einfach sauber machen und gut ist. Reifenpflege ist optional, aber wie gesagt Z16 macht einen schönen Neureifenlook ohne selber Flecken zu hinterlassen. Nehme ich auch für alle anderen Gummiteile Außen am Fahrzeug.


    Gruß


    Karsten

    Was sagt Hersteller zu das Problem?
    Kann das sein bei dem Additiv?


    Ist Additiv Problem für Dichtungen? Gibt Garantie dafür?


    Das "Problem" haben aber alle Öle mit Esteranteil, da gibt es ja einige, fast alle "Racing" Öle haben da deutlich höhere Anteile als mit dem Additiv tlw. bis zu 15-20%.


    Aber erstens sind die verwendeten Ester in Motorölen (hauptsächlich bestimmte Polyolester und Di-Ester) weniger anfällig für Hydrolyse als andere Arten, zweitens ist das seit Jahrzehnten erprobte Praxis. Natürlich oxidiert Ester zusammen mit Wasser deutlich schneller als ohne, dafür gibt er PAO und anderen Grundölen eine höhere Oxidationsbeständigkeit gegenüber Hitze und verringert die Anilinzahl und verbessert damit die Additivlöslichkeit. Es ist immer ein Abwägung der Eigenschaften. Wenn man die Öle entsprechend anwendet gibt es da gar keine Probleme.


    Andere Zusatzstoffe/Basisöle wie AN (alkylated naphthalene) haben zT ähnliche Eigenschaften aber zB diesen Nachteil nicht.


    Ich sehe Ester als hochwertiges Trägeröl für Zusatzadditive, wegen der Löslichkeit (damit ist gewährleistet das dies in jedem Motoröl funktioniert, egal wie formuliert), Ester als reinen Zusatz sehe ich aber eher als nicht nötig an, dafür gibt es genug fertige Öle die teils über höhere Mengen Ester verfügen. (und das in einer Mischung der Basisöle die auch vernünftig funktioniert und in Ihren Eigenschaften "rund" ist)


    Gruß


    Karsten

    Interessant könnte man es auch nennen, oder einfach ungeeignet für normalen Betrieb!


    Das Öl und Wasser sich trennen wissen ja die meisten, einfach mal ein beliebiges, unbehandeltes, Öl versuchen mit Wasser zu mischen. Genau aus dem Grund enthält jedes normale Motorenöl (und auch jedes mir bekannte "Racing" Öl) die entsprechenden dispergierenden und emulgierenden Additive, das ist ja so gewollt. Wasser, Kraftstoff und andere Substanzen sollen extra im Motorenöl gebunden werden und eine Emulsion bilden, gerade damit es nicht zu Korrosion etc. kommen kann.


    Das ist auch der Grund warum es keinerlei API/ACEA "Freigaben" (ACEA ist ja "self certification") hat, die entsprechenden Tests wie Kraftstoff Oxidationstest etc. können ja gar nicht durchgeführt werden wenn sich die Bestandteile trennen. In der neusten API darf es gar keine "separation" mehr geben.


    Hier wird das ganze dann als Nachteil hingestellt, in meinen Augen unseriös. Das mag im Spezialanwendungsfall Nitromethan etc. und kürzestem Wechselintervall, also im Drag Sport vielleicht toll sein, in einem normalen KFZ hat das in meinen Augen nichts zu suchen und bietet nur Nachteile.


    Das Extrembeispiel wäre dann, sehr viel Kraftstoff/Wassereintrag (10% sind ja durchaus "üblich"), das ganze steht dann ganz unten in der Ölwanne weil schwerer als Öl, man fährt eine Kurve oder bremst, die Ölpumpe saugt reines Wasser/Kraftstoff an, die hydrodynamische Schmierung im Kurbeltrieb geht flöten -> Motorschaden.


    Das ganze wird auch nur auf das XPR zutreffen, ich gehe schwer davon aus das HPS hat diese Eigenschaft (wie jedes andere Motoröl eben auch) nicht.


    Dazu kommt dann die Preisgestaltung, das "Standard" Öl liegt bei 20€ das XPR bei 37€/L, da bin ich raus.


    Das Video zeigt leider die übliche Teleshoppingmarketing Strategie, jedes Öl mit genug EP (extreme pressure) Additiven schneidet bei diesem Test hervorragend ab, jene ohne(egal welche Viskosität oder Basisöl), versagen. Leider kommt diese Form der Belastung in keinem Motor vor, sondern in Achsantrieben und Getrieben.


    EDIT: Im Video sagt der Verkäufer es läge am Ester in den Motorölen (der Konkurrenz) das diese sich mit dem Wasser vermischen, komischerweise tun das alle Öle, auch die ohne Ester, eben aufgrund der Additive. Wenn das XPR keine Ester enthält, ist der Preis umso unverständlicher. Zwar ist auch Ester nicht der heilige Gral, aber eben immer noch das mit Abstand teuerste Basisöl von allen, da spielen die üblichen 5-15% Anteil im Basisöl durchaus eine Rolle.


    Gruß


    Karsten