Getriebeölfilter beim Schaltgetriebe nachrüsten

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    • Getriebeölfilter beim Schaltgetriebe nachrüsten

      Hallo Gemeinde,

      nach meinem letzten Getriebeölwechsel am Lupo fühle ich mich irgendwie dazu bekräftigt bei meinem nächste Fahrzeug, welches ich als Daily-Driver nutzen möchte, einen Filter fürs Getriebeöl nachrüsten zu wollen.
      Der Grund dafür ist, dass die Buntmetalle nicht an den Magneten im Getriebe hängen bleiben können und somit immer durch das Getriebe zirkulieren.
      Zwar sind eben solche wesentlich weicher als die Teile, die es zu schützen gilt; Sprich: Zahnräder und Lager;, aber gutheißen kann ich das trotz alle dem irgendwie nicht.

      Dazu habe ich zwei Lösungsansätze:

      1:
      Zirkulation über eine elektrische Pumpe und einen Inline Papierfilter.
      Die Pumpe würde ich an Kühlerlüfter anschließen wollen, damit nur dann und wann das Getriebeöl einmal durch den Filter geschickt wird.

      2:
      Ich binde das Getriebe mit den Ölkreislauf der Servolenkung mit ein.
      Die Servolenkung würde dann mit GL4+ Getriebeöl betrieben und die Saugleitung der Servopumpe würde an der Unterseite des Getriebes enden.
      Wo der Filter dann hin käme müsste dann man noch prüfen. Ich tendiere aber momentan zur Druckseite nach Lenkgetriebe.

      Wie seht ihr das? :lesen:
      VW Lupo 1.6 mit AEE Motor (wird 04.2019 durch einen Audi TT 1.8T Quattro mit BAM Motor ersetzt)
      Audi Coupé 2.3 20V Quattro mit 7A Motor
      Mercedes 300D W124 mit 603.912 Motor
      BMW 525d e39 mit M57D25 Motor

      :red:
    • Finde beides unausgegoren.

      Zu1.
      Warum am Kühler die Temperatur abgreifen und nicht am Getriebeöl?

      Zu2.
      Warum das Lenkgetriebe mit den Abrieb des Getriebe belasten?

      Generell: Mir ist noch nie ein Schaltgetriebe Hops gegangen. Weder bei Driftautos noch bei Leistungssteigerung. Wenn es darum geht, die Laufleistung zu erhöhen, dann das Ölwechselintervall verkürzen. Wenn es darum geht, ein Unikat zu bauen, nur zu, dann spielt die Sinnhaftigkeit keine Rolle ( und der Aufwand).
    • Weder Getriebe noch Lenkung haben standardmäßig einen Filter.
      Lediglich das Getriebe hat intern Magneten.

      Am Kühler würde ich nicht die Temperatur abgreifen, sondern die E-Pumpe einfach nur Parallel zum Lüfter klemmen.
      Dann liefe eben jene nur Kurz und auch nur wenn die Aggregate auf Temperatur sind.

      Den Filter könnte man natürlich auch in die Saugleitung der Servopumpe integrieren. Nur ist die Leitung vom Querschnitt da eher größer und die Filter die ich bis jetzt gefunden habe, wären vom Anschluss her zu klein.

      Und mir sind übrigens schon etliche Getriebe gestorben.
      VW Lupo 1.6 mit AEE Motor (wird 04.2019 durch einen Audi TT 1.8T Quattro mit BAM Motor ersetzt)
      Audi Coupé 2.3 20V Quattro mit 7A Motor
      Mercedes 300D W124 mit 603.912 Motor
      BMW 525d e39 mit M57D25 Motor

      :red:
    • Stimmt, der nichtmagnetische Buntmetallabrieb.... :überleg:

      Von der Lenkung würde ich die Finger lassen, das wäre mir zu heikel. Den Anschluss an das Kühlsystem kann ich nicht beurteilen.

      Evtl. eine geignete Pumpe und Filter separat an das Getriebe anschliessen und gelegentlich, nach der Fahrt, das Öl durch den Filter pumpen?

      Am einfachsten ist wohl ein verkürzter Intervall mit durchspülen des Getriebes beim Wechsel.
    • Horsty schrieb:



      Den Filter könnte man natürlich auch in die Saugleitung der Servopumpe integrieren. Nur ist die Leitung vom Querschnitt da eher größer und die Filter die ich bis jetzt gefunden habe, wären vom Anschluss her zu klein.
      Mit Filtern auf der Saugseite solltest du vorsichtig sein. Wenn ein zu feiner Filter eingebaut wird, steigt die Kavitationsneigung der Pumpe.
      Der Saugunterdruck in der Leitung wird größer, dadurch werden gelöste Gase aus dem Öl ausgetrieben und liegen dann als Gasblasen im Öl vor. Das kann zu Schäden an der Pumpe führen.
    • Ich hätte halt gerne ein sauberes Getriebe und ich verstehe es halt nicht, warum man dem Motor einen Filter an die Hand gibt, aber dem Getriebe nicht.

      Also müsste der Filter ja schon mal definitiv auf die Druckseite.

      Die Frage wäre ja auch noch in wie weit man Getriebeöl in einer Servolenkung benutzen kann.
      Bzw. in wie weit sich ein 75w-90 GL4 von Zentralhydrauliköl unterscheidet.

      Falls die Kombination von Getriebe und Servo ausscheidet, ginge halt als Nachrüstlösung nur was mit externer elektrischer Pumpe und externem Filter.

      Pumpe

      Filter
      VW Lupo 1.6 mit AEE Motor (wird 04.2019 durch einen Audi TT 1.8T Quattro mit BAM Motor ersetzt)
      Audi Coupé 2.3 20V Quattro mit 7A Motor
      Mercedes 300D W124 mit 603.912 Motor
      BMW 525d e39 mit M57D25 Motor

      :red:
    • Ich halte die Pumpe für ungeeignet. Lt. Beschreibung nur für Benzin und Diesel. Aus PÖL-Zeiten kann ich sagen, dass etwas viskosere Öle mit solchen Pumpen nicht mehr oder zumindest nicht zuverlässig gepumpt werden können. Es sollte schon eine entsprechende Fazet-Pumpe sein, die leider auch bedeutend teurer ist.
    • Ich halte besagtes Unterfangen für, sorry, völligen Nonsens und eine zusätzliche Fehlerquelle, die du Dir ins Auto holst.
      Wie du bereits schriebst, sind die Buntmetalle allesamt weicher als die gehärteten Verzahnungen der Gangräder.
      Des Weiteren ist der im Getriebe auftretende Verschleiß lange nicht vergleichbar mit dem im Motor auftretenden.

      Anstatt sich dort eine Konstruktion zu "basteln" und dort ~100€ drin zu versenken, kannst du besser für das Geld alle 10.000-20.000km einen Ölwechsel machen, dabei dürftest du dem Getriebe einen größeren Dienst erweisen als mit solch einer Konstruktion...
    • Horsty schrieb:

      Ich hätte halt gerne ein sauberes Getriebe und ich verstehe es halt nicht, warum man dem Motor einen Filter an die Hand gibt, aber dem Getriebe nicht.
      Im Motoröl sind mehr Partikel unterwegs, vom Verschleiß und von der Verbrennung.
      Im Automatikgetriebe ist das Öl Element zur Kraftübertragung, wird thermisch viel höher belastet, und es gibt viele Reibelemente mit entsprechendem Verschleiß.

      Der Buntmetall Abrieb im Schaltgetriebe ist so vernachlässigbar gering, sonst ließe sich das nach x km nicht mehr richtig schalten. Und wenn die Partikel sehr klein sind, bringt der Filter auch wenig bis überhaupt nichts. Wie fein ist der überhaupt?
    • Ich hab was über für gebastelte Lösungen, nur hier ist sie nicht erforderlich. Ein Brot- und Butter-Auto mit überschaubarer Leistung hätte einen Filter, wenn das denn notwendig wäre (Beispiel Automatik, hat Filter).
      Ein ÖW ab und an mal, ggf. noch mit einem Zusatz der nachweislich sinnvoll ist, reicht aus. Bei der Gelegenheit kann man andere vernachlässigte Flüssigkeiten am Auto wechseln (Servolenkung, Hinterachsdifferential).
    • Ist ja gut, dann lassen wir das... :(

      Aber wir sind uns alle einig, dass es besser wäre wenn besagtes Buntmetall nicht durchs Getriebe wandern würde?!

      Noch irgendwelche Vorschläge dazu außer frühzeitigem Ölwechsel?

      VW Lupo 1.6 mit AEE Motor (wird 04.2019 durch einen Audi TT 1.8T Quattro mit BAM Motor ersetzt)
      Audi Coupé 2.3 20V Quattro mit 7A Motor
      Mercedes 300D W124 mit 603.912 Motor
      BMW 525d e39 mit M57D25 Motor

      :red:
    • Das "Problem" beim Schaltgetriebe ist, dass es keinen Öl-Kreislauf gibt.
      Das Öl steht im Getriebe und wird allein durch die Mitnahme/Fliehkraft verteilt (Öl-Nebel).

      Beim Wandlerautomaten sieht es dagegen völlig anders aus. Hier durchströmt das ATF im Kreislauf das Getriebe, durch Kanäle und Ventile, dem Wandler, der Pumpe.....da ist ein Filter gut zu integrieren.

      Beim Schaltgetriebe müsste man im unteren Bereich einen Ausgang zur Pumpe haben, und dann müsste das Öl im oberen Bereich wieder einfließen.
      Das Konstrukt der externen "Pumpe-Filter-Einheit" dürfte auf keinen Fall Hitze- & Druckempfindlich sein.
      Mit einer Kraftstoff-Pumpe und -Filter kommst Du da nicht weit.
      Es müsste ein kleiner Mototorenöl-Filter per Flansch eingesetzt werden. Und eine passende Pumpe zu finden, gestaltet sich wohl sehr schwierig.

      Auf jeden Fall aber solltest Du, wie bereits geschrieben wurde, die Finger vom Servo-Kreislauf lassen.
      Dieses System sollte auf keinen Fall angerührt/modifiziert/angezapft werden.
      Da geht es nicht nur um das erlöschen der BE des Fahrzeuges, sondern vor allem um die Störanfälligkeit.

      Außer einem regelmäßigen Ölwechsel wirst Du keine andere Möglichkeit haben, die Verschleißpartikel zu entfernen.
      Oder aber Du kaufst Dir ein Fahrzeug mit Wandlerautomatik samt auswechselbaren Filter. :grins3:
    • Hallo

      Ich habe sowas in der Art an einem 020 Getriebe gebaut, welches vom Aufbau ähnlich dem 085 vom Lupo/Polo ist.
      Allerdings habe ich den Aufbau nicht zum Filtern des Öles, sondern zur aktiven Getriebeölkühlung gebaut.
      Glücklicherweise gibt es bei den Getrieben eine Ablassschraube am tiefsten Punkt des Differential Gehäuses, und eine Einfüllöffnung am Deckel des 5.Gangrades.
      Ich habe diese Öffnungen Benutzt um m24x1 5 Einschraubnippel zu verbauen, und das Öl mit einer Mocal Pumpe am Differential abzusaugen, durch einen Ölkühler laufen zu lassen, und anschließend wieder abgekühlt in das Gehäuse zurück zu fördern.
      Vor dem Rücklauf der Pumpe sitzt dann noch ein Externes Ölfiltergehäuse mit normalem Motorölfilter.
      Problem an der Ganzen Geschichte ist die hohe Viskosität des Getriebeöls.
      Ich habe mir da zu helfen gewusst, indem die Pumpe Thermostat gesteuert ist, und erst ab 100 grad zu laufen beginnt.