Posts by HellBilly

    Beim V50 den Anlasser getauscht, da der Anlasser in den letzten Tagen oft erst beim vierten oder fünften Anlauf eine Regung außer Klacken des Magnetschalters zeigte. Da lag die Verdachtsdiagnose nahe, dass nach 373.000km der Anlasser und/oder Magnetschalter langsam müde ist. Zur Abwechslung eine Arbeit wo der Fünfzylinder in dem kleinen Chassis keinen zusätzlichen Stress bedeutet.

    Aber es wäre kein 2009er Volvo wenn nicht irgendwas mit Ford-Logo darauf Probleme verursacht.

    Die Verschraubung zum Batteriekabel ist bei der kleinsten Belastung aus dem Magnetschalter gebrochen und der Kabelschuh war auch völlig am Ende. Die Konstruktion ist etwas seltsam. So wie es angebaut ist, sind schmale Spalten zwischen Kabel, Kabelschuhen und Gehäuse. So kann Wasser nicht abtrocknen und der Kabelschuh korrodiert.

    Ich habe aus dem nicht korrodierten Rest des Kabelschuhs mit Blechschere und Akkuschrauber einen neuen Ringkabelschuh basteln können und das Gehäuse weggelassen. Mehr Sinn als Montagehilfe konnte ich darin nicht erkennen. Auto startet mit dem neuen Anlasser von Denso jetzt wieder wunderbar.

    Bevor meine Frau und ich gemeinsam den Motorradführerschein gemacht haben, haben wir einen Schnupperkurs bei der Fahrschule gemacht. Ich saß zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Moped und nach ein paar Übungen Anfahren und Anhalten hat der Fahrlehrer sich auf ein Moped gesetzt und ist vorne weg gefahren und wir haben eine Runde durchs Gewerbegebiet und Dorf gedreht. Sein Chef hat meine Frau betreut und hat das Gelände nicht verlassen.

    Und war nachher etwas angesäuert, weil er die Regeln etwas weniger locker auslegt als sein Angestellter. :lach3:

    Stahlhobelspan Die Magnetventile für den Wasserzulauf haben meistens ein Sieb direkt im Gehäuse verbaut. Das könntest du mal ausbauen und auf Verschmutzung prüfen.

    Wenn das Sieb sehr schmutzig war, kann sich auch ein Austausch des Ventils lohnen. Die neigen bei viel feinem Schmutz im Wasser zum Klemmen bzw. verzögerten Reagieren.

    Gestern dem V50 D5 eine neue Lambdasonde verpasst und somit das Problem des miesen Durchzugs aus niedrigen Drehzahlen behoben.

    Dann wurde die Lage unangenehmer: Die Standheizung hat in letzter Zeit nur sehr sporadisch funktioniert und hatte einen Fehler zum Verbrennungsluftgebläse abgelegt. Wenn die Heizung mal lief, war das Gebläse hörbar unzufrieden und hat nur mit schwankender Drehzahl gearbeitet. Da mir schon vor langer Zeit als ich in der Heizung einen defekten Temperatursensor ausgetauscht habe auffiel, dass das Gebläse etwas kratzig läuft, habe ich in den sauren Apfel gebissen und für 180€ das Gebläse neu bestellt.

    Standheizung ausgebaut, zerlegt, Gebläse getauscht, wieder zusammengebaut, wieder eingebaut uuuund: Funktioniert nicht, gleicher Fehler wird abgelegt.:aua:

    Wenn man am Stecker des Steuergeräts per Multimeter nachmisst, legt das Steuergerät Spannung fürs Gebläse an bei Anforderung. Wenn das Gebläse angeschlossen ist, bricht die Spannung zusammen. Also: Irgendwas im Steuergerät defekt. Das Steuergerät ist Volvo-spezifisch und kostet beim freundlichen Volvohändler 750€:lach3:

    Ich habe dann die Vergussmasse rausgekratzt und die Platine des Steuergeräts freigelegt. Nach kurzer Recherche gibt es wohl eine Schwachstelle bei den Eberspächer Hydronic Steuergeräten, wo sich die Pins des Gebläses von der Platine entlöten, aufgrund der hohen Stromstärke und schlechter Verlötung ab Werk. Es gab nichts zu verlieren, also mit Silikonentferner und Bürste vorsichtig die Reste der alten Silikon-Vergussmasse entfernt, den Lötkolben gezückt und die Pins mit uraltem bleihaltigem Elektroniklot ersäuft, das ich noch herumliegen hatte. Und siehe da, das Gebläse geht wieder :check:

    Heute wird das Ganze im Gehäuse neu vergossen und nach Aushärtung wieder verbaut.

    Das neue Gebläse ist denke ich dennoch gut investiertes Geld, da das schwergängige alte Gebläse der grenzwertig belasteten Elektronik sicher nicht gut getan hat.

    Die Anströmgeschwindigkeit des Filternediums nimmt großen Einfluss auf die Filtereffizienz und den Differenzdruck. Die Vergrößerung der Filterfläche reduziert die Anströmgeschwindigkeit und bei gleichem Filtermedium mit großer Wahrscheinlichkeit die Filtereffizienz, da zum Beispiel der Trägheitseffekt mit ein wenig kinetischer Energie besser funktioniert.

    Dann kommt noch Faltengeometrie und vieles mehr dazu. Mehr Falten sind nicht automatisch besser, es kommt auf eine gute Abstimmung an.

    Wir haben jetzt seit einiger Zeit ein Stahlwerk MIG MAG 200 Doppelpuls Pro im Einsatz. Bisher habe ich damit Geländer fürs Haus geschweißt, Flexrohre in Auspuffanlagen, solche großen und kleinen Projekte eben. Ich habs nie richtig gelernt, mein Vater hat mir die Grundzüge beigebracht als ich 12 war. Mit dem vorherigen Baumarktgerät hab ich nur Bindefehler gebraten und war der Meinung ich bin zu blöd und tue es zu selten um es zu beherrschen. Mit diesem Gerät produziere ich ansehnliche Nähte.

    Mein Bruder hat im Gegensatz zu mir mal schweißen gelernt und ist sehr glücklich mit dem Gerät, weil es für den Heimgebrauch den großen Geräten von Lorch bei der Arbeit nicht nachsteht. Nur wenn man die 200A tatsächlich nutzen will, wird die bei dem Strom geringe Einschaltdauer irgendwann lästig. Für die Blechdicken/Stromstärken im Hausgebrauch kann man aber ohne Pause durcharbeiten. Ich würde es jederzeit wieder kaufen.

    Ich habe meine Probleme mit dem Vaillant Multimatic inzwischen selbst lösen können:

    HellBilly
    October 30, 2024 at 12:18 AM

    Im Endeffekt ein klassischer Bedienerfehler. Weil die Fassade noch nicht vollständig verkleidet war, hatte ich den Außentemperaturfühler noch nicht angeschlossen. Die Steuerung hat daher wohl die Therme in einer Art Failsafe-Modus belassen. Das erklärt wieso die Zirkulationspumpe auch in Betriebsart "Aus" durchlief und die FBH sich erst nach Abdrehen der HKVs richtig kalt anfühlte. Und das erklärt auch wieso in der Verbrauchsberechnung sowohl Brennstoff als auch Strom in den Sommermonaten für die Heizung gezählt worden sind.

    Seit der Fühler angeschlossen ist, schaltet sich die Therme in Betriebsart "Aus" auch tatsächlich in den Standby und wacht nur auf um den Warmwasserspeicher nachzuladen. Die Verbrauchshistorie zeigt dementsprechend auch 0 kWh Strom und Brennstoffverbrauch seit die Heizung im April abgeschaltet wurde. Dann steht jetzt meinem Plan die Berechnung des Multimatic für die Energiebilanz im Home Assistant zu nutzen nichts mehr im Weg ;)

    Genau diese Rissbildung hatte ich bei Pirelli Scorpion auf dem XC90 auch in dem Alter. Da hatte ich es auf die Vermutung geschoben, dass ich es mit dem sehr schweren und frontlastigen Auto auf der Landstraße zu sehr habe krachen lassen, weil der V8 ein bisschen dazu anspornt... Scheint aber einfach am Alter zu liegen bei Pirelli. Ein 8 Jahre alter Reifen hat sein Leben aber schon gelebt, daher hab ich es ihm nicht krumm genommen.

    Vielleicht noch als Ergänzung: Es gibt diverse Möglichkeiten die Rohseite gegenüber der Reinseite abzudichten. Und die können auch alle sauber funktionieren wenn die Auslegung passt, die Filzdichtung ist nicht automatisch besser als andere Varianten. Ich würde allerdings immer auf das Dichtprinzip setzen, das vom Erstausrüster ausgewählt und in der Entwicklung validiert worden ist. Da ist die Funktion mit Grenzmustern und in allen möglichen Lebenslagen nachgewiesen worden. So viel Aufwand steckt in einem Alternativteil nicht drin.

    Die Filzdichtungen werden ultraschallverschweißt, daher kommt die Strukturierung an der Schweißstelle. Das Erstausrüsterteil hat die Filzdichtung, die Hersteller der Nachbaufilter verzichten nach Möglichkeit darauf, weil die Filzdichtung recht teuer in der Fertigung ist.

    Wenn man die Originalteilenummer googelt erkennt man auf den Bildern des Erstausrüstungsteils das Logo des Erstausrüsters. Ich würde zu deren Filter raten.

    Ehrlicherweise finde ich den Verbrauch des D5 im V50 auch schon utopisch niedrig. Ich fahre das Auto im Rahmen dessen was der Straßenverkehr sicher hergibt ohne Rücksicht auf Verluste und Verbrauch, und komme im Schnitt nie über 6,5 l/100km. Und das obwohl es die "große" Variante mit 2,4l Hubraum ist.

    Mein Bruder hat den 2.0D D4204T in seinem V50 und kommt nur mit zurückhaltender Fahrweise auf solche Werte.

    Vorteil am 1.6D bzw. DrivE ist natürlich, dass der Motor quer durch wahnsinnig viele Marken und Modelle verbreitet ist. Das macht die Ersatzteile erschwinglich und eine routinierte Werkstatt ist leicht zu finden.

    Soviel ich weiß muss beim 1.6D genau wie beim 2.0D alle 120.000km der Partikelfilter ausgetauscht werden, weil da das FAP-System von PSA drin steckt und das da verwendete Eolys Kraftstoffadditiv den DPF mit Asche zusetzt. Das sollte man im Hinterkopf behalten. Außerdem ist Eolys ziemlich teuer und muss auch ab und zu nachgefüllt werden.

    Laut HU-Statistik ist die große Schwäche des V50, dass das Fahrwerk gern Probleme macht. Ist auch in unserer Erfahrung so, da dürfen recht regelmäßig nach ca. 100.000km Querlenker vorne neu. Im Vergleich seltener sind auch mal Gummilager an der Hinterachse durch. Da sind die Ford-Achsen Segen und Fluch zugleich: Die Ersatzteile sind günstig, aber eben auch öfter mal notwendig.

    Wenn man sich das Portfolio von Kamoka anschaut kommt man zu dem Schluss, dass das eine Handelsmarke ist. Technische Überschneidungen finden sich da nämlich kaum zwischen zum Beispiel Kupplungen, Fahrwerksteilen und Filtern. Entsprechend kommen die Filter vermutlich von variierenden Zulieferern und daher ist die Verarbeitung dann auch von Typ zu Typ unterschiedlich.

    Gestern eine kleine Durchsicht am V50 gemacht und die Befunde direkt bestellt.

    • Querlenker vorne beidseitig
    • Radlager hinten beidseitig
    • Bremsscheiben und Klötze hinten
    • Untere Querlenker hinten beidseitig
    • Diverse Schrauben und Kleinzeug für die Achsen
    • Alle Filter
    • Dichtungssatz für die Standheizung
    • Siebhülse für die Glühkerze der Standheizung

    Da wandern dann also nächste Woche 600€ Teile in ein Auto was vielleicht noch 2000€ wert ist. Die einen nennen es wirtschaftlichen Totalschaden, ich nenne es wirtschaftlich sinnvoll. Auf den Kilometer runtergerechnet ist das Auto dank ausbleibendem Wertverlust und gut 6l Verbrauch unschlagbar günstig und bietet dank 5 Zylindern noch Fahrspaß dazu :zwinker: