Angepinnt Allgemeiner Getriebeöl-Thread

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    • Das ist wie beim Motoröl. Verallgemeinern bringt nix. Die richtige Viskosität für den jeweiligen Einsatzzweck.

      Tracktools machen nichtmal 0,1% der Fahrzeuge aus. Da ist die mechanische und thermische Belastung eine völlig andere, und da machen sehr dünne Öle keinen Sinn.

      Aber was ist mit den 99,9% Rest? Mal ehrlich, selbst wer seinen Fahrstil als sportlich bezeichnet, oder auf der Autobahn öfters v-max fährt. Kein Vergleich zu der ständigen Beschleunigung und Verzögerung auf dem Track, und der Energie die da umgesetzt wird.

      Deswegen wird ja gefragt, wie das Fahrprofil ist. Im Straßenverkehr hat man alleine verkehrsbedingt einen Vollast Anteil nur im einstelligen Prozentbereich.

      Vielleicht kann man nachts mal ne halbe Stunde über die Bahn ballern. Aber da ist die Außentemperatur schon mal 10-20 Grad niedriger als tagsüber.
    • 75w öle sind dazu da die innere reibung im getriebe zu reduzieren um einen leichteren lauf zu gewährleisten, und so paar prozent sprit zu sparen. Die viskosität des 75w ist vergleichbar wie ein 0w12 oder ATF ÖL.

      hauptvorteil des 75w ist die bessere schaltbarkeit vorallem im winter.

      Heutzutage haben die meisten hersteller ein 75w. max 75w80 standart

      doppelkupplungsgetrieben haben ausschließlich nur 75w.

      Ich habe im mazda auch das 75w und bisher keine schlechte erfahrung gemacht.

      Volvo V60 hat auch seit vielen jahren das 75w. Beim autobild dauertest von 100.000 km wurde beim getriebe kaum verschleiss gemessen.
      Bilder
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    • Dirtyhands1.8 schrieb:

      Tjoar, ich seh das wohl etwas anders als viele hier. Ich halt von den super dünnen 75w Ölen meist nix solange ein Wagen auch mal sportlich genutzt wird.
      Vorherrschende Meinung scheint hier aber zu sein, dass die Viskosität beim Verschleißschutz keine Rolle spielt und ausschließlich die Additive dafür zuständig sind. (...)
      Ist es nicht so, dass im Getriebe die Viskosität "nebensächlich" ist, weil kein Schmierkeil entsteht?
      Ich meine mal so etwas gelesen zu haben...
      Kann das wer bestätigen?
    • Ich stell es einfach mal hier rein.

      Da ich beim Clio Automatik für die richtige Ölmenge die Temperatur wissen muß, habe ich mir so ein Infrarot Thermometer mit Laser zum kontaktlosen messen gekauft. (OBI, ca. 25€). Muss ja nicht auf Zehntel Grad genau sein.

      Interessant, damit auch wo anders Temperaturen zu messen.

      Nach einer normalen längeren Ausfahrt mit dem RX8, Außentemperatur 5°C

      Ca. 71°C am Getriebe
      Ca. 60°C am Achsgetriebe
      Ca. 55°C am Ölkühler
      Ca. 80°C am Ölfilter


      Interessant, das bei verschiedenen Lastzuständen zu messen (muss man halt kurz anhalten). Ebenso bei verschiedenen Außentemperaturen, und es ist ein Vergleich vorher nachher mit einem anderen Öl möglich.
    • Maddin ich zieh mal kurz den Hut vor dir wegen Beitrag 46. Alleine wegen den Ideen, dem Aufwand und der Durchführung. Jemand der nicht nur überlegt sondern auch etwas TUT, solche Leute haben bei mir sofort ein Stein im Brett.
      Sehr interessant wird das gleiche bei 25°C außen. Welche Art von "längere Ausfahrt" war das? Viel Autobahn? Das würde bestimmt auch 53Fatman interessieren.

      Ich hab das Wort damals das erste Mal bei Rowe gesehen. Mittlerweile nutzen es viele Hersteller um sein Produkt lobzupreisen.
      Es heisst "Rationalisierungssorte". Ein Öl was man für nenn ich mal verschieden-ähnliche Anwendungen nutzen kann. Die Rationalisierung ergibt sich daraus, man lagert für mehrere Anwendungen nur das eine Öl und kauft von nur einem eine größere Menge ein.
      Beim Verwender ist die Lagerung und Handhabung bei der Produktion mehrerer Modell einfacher und auch im Einkauf ist die Menge eben größer wodurch man pro Liter meist niedrigere einkaufspreise aushandeln kann.

      75W ist wie hier im Thread schon erwähnt DAS Öl für ASG (DKG, DSG usw.) Die Ölhersteller mögen das zwar nur selten kommunizieren, Motul macht das meine ich, aber die 75W Schaltgetriebeöle sind 1:1 die 75W ASG Öle in der s.g. Mechatronik.
      Für mich, das oben beschriebene beachtend, ist das Schaltgetriebe mit 75W das Opfer dessen.

      Welche Vorteile hat das ASG, für den Autobauer. Die Marge erhöht sich leicht und der Wartungsaufwand für den Kunden steigt, da was im Handschalter lifetime ist, ist es im ASG nicht. Man gibt also dem Vertragshändler kleinwenig mehr zu tun, mehr Chancen kleinwenig mehr zu verdienen.

      Welche Vorteile hat ein 75W im Handschalter, für den Kunden. Es schaltet sich im Winter von Anfang an ausgezeichnet. Weil es nicht mehr ausreicht, wenn es sich nur gut schalten würde? Es ist für kein "ausgezeichnet" gemacht. Das ist für den Hersteller nebensächlich. Es ging nur um Rationalisierung.
      Menschen die wohl nicht in der Industrie arbeiten befinden dazu, die Getriebe sind doch dafür ausgelegt. Sind sie das? Kennt hier niemand die kleinen Kriege die in der Industrie fortlaufend zwischen der Konstruktion, dem Process Engineering, der Produktion selbst und der QS geführt werden? ;) Federführend begleitet von den BWL Leuten die meist keinerlei Ahnung von der Technik haben.

      Mir fällt bisher auch keine kommunizierte Maßnahme die das im Getriebe bewirken könnte. Plasmabeschichtung von Zylinderwänden und UV-Photonenhonung kenne ich. Etwas technisches was einen Wechsel auf 75W erlauben würde kenne ich nicht. Was soll das sein? Bei gleich starker Motorisierung, wieviel breiter sind die Zahnflanken eines A3 8L Getriebes gegenüber einem A3 8V Getriebe?

      An die entsprechende Auslegung im Handschalter glaube ich genauso wie an die Auslegung der kelineren BMW Motoren an 0W-20. Bekannter aus einer freien aber eigentlich auf BMW spezialisierten bzw. bekannten Werkstatt erzählte mir bereits, dass bei denen Leue auftauchen die das fahren und mit 60.000km bzw. einer sogar mit nur 40.000km, "fette" Pleuellagerschalenschaden haben. Die kennen mittlerweile alles, wenn er aber von überdurchschnittlich vielen spricht, dann weiß er was er damit meint.

      Eine ausgezeichnete Schaltbarkeit ab Kaltstart bei -5°C bedeut was, wenn das Getriebe im Sommer warm gelaufen ist? Wir haben so einen A3 8V. Das Schaltgefühl ähnelt dem als wenn man es mit einem Eimer Wasser und einem Besenstock nachspielen würde. Auch die Geräuschkulisse verändert sich nicht grad in Richtung gediegen.
      Es gibt auch Lastszenarien die gar sehr unschön sind. Wenn man zB. im 3 Gang grad Beschleunigt und dann unerwartet kurz stark bremsen muss und dann direkt den zweiten einlegt. Eigentlich möchte ich mich an diese Situation nicht mehr eirnnern :S

      Ich hab eine Weile einen Ersatz gesucht. Beim Getriebe ist es leider das Problem dass Öl weit mehr ein Konstruktionsmittel ist als beim Motor. Ob man ein 504 0W-30 oder 502 5W-40 fährt, das spürt man nicht direkt. Beim Getriebe mit 75W ein 75W-90 einzufüllen ist dagegen meist keine Option. Das Schalten im Winter ab Kaltstart ist normalen Leuten nicht zumutbar.
      Ich glaub also schon dass die Toleranzen ergo Spaltmasse oder was auch immer und die Syncronisierung drauf ausgelegt sind. Mir fehlt wie oben beschrieben nur der Glaube dass auch die Materialgüte drauf ausgelegt ist. Egal ob in Stärke oder Härte.

      Zum Ersatz also. Das Castrol V FE funktioniert. Egal wo und wann. Es ist aber auch nicht soviel dicker als ein 75W. Ich verute Ravenol MTF-2 würde es wahrscheinlich auch tun. Vermute.
      Ich hab mich hier im Forum auch schon nach Brookfield -40°C schlau machen wollen. Das scheint bisher aber keiner so genau zu wissen was das bedeutet. Es gibt nämlich Öle die SEHR ähnlich bei KV40 wie KV100 sind, bei Brookfield sich aber um Größenordnungen unterscheiden. Hatte die Hoffnung mir dadurch vielleicht ein filmstärkeres Getriebeöl zu finden. Die meisten Hersteller haben das im Datenblatt drin.
      Bis auf Motul? :rolleyes:

      Mangels weiterer Infos, Erfahrungen wie auch Produkte die mir bisher zusagen fährt der Wagen seit einiger Zeit mit einer 70:30 Mischung aus Ravenol MTF-3 und 75W-90 VSG. Beide GL-4+. Es schaltet sich aktuell kalt gut. Mehr als gut muss es nicht befand mene Frau die dieses Auto meistens fährt. Diese kluge Frau meinte: "Wenn man den Motor erst gemütlicher warmfahren sollte, kann man erst auch gemütlicher schalten." :P
      Dafür meinte sie in den letzten wärmeren Herbstagen letzten Jahres, wenn man von der Autobahn abfährt, kan man jetzt auch wenigstens bisschen was spüren wenn der Gang reingeht. Die ist also soweit sehr zufrieden. Da die Bedienung des MMI im 8V auf dem Mitteltunnel gesammelt ist meinte sie auch, nach der Autobahn kommen ihr die Knöpfe weniger warm vor. Das lass ich aber nur so stehen. Keine Ahnung. Soviel fahr ich mit dem Auto nicht.
      Zu Verteidigung von wegen dem Leibsten mal bisschen Honig ums Maul schmieren. Ich hab sie auf das Thema nicht getrimmt ;) Ich hab nur erzählt nächstes WE werden wir das Getriebeöl wechseln weil muss und das wars.

      Ich muß aber auch zugeben, ich war mir dessen beim Entschluss nicht gleich so sicher und habe direkt mit 3% Wagner MicroCeramic nachgeholfen. Ich weiss dadurch aber leider auch nicht inwiefern sich das ausgewirkt hat.
      Jedenfalls gibt es die nächsten 70.000km wohl erstmal Ruhe damit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SirMixalot ()

    • So, und um euch jetzt mal komplett zu verwirren, hier das Werkstatthandbuch des US-Galants Stand 1992, bei dem sogar GL5 eingefüllt werden durfte:



      Mein Handbuch (Stand 1988) habe ich jetzt leider nicht zur Hand, ich meine mich aber, erinnern zu können, dass auch sogar spezifisch GL5 in der Form „GL4/GL5 75W85“ genannt wurde.
      :val: :gulf: :rep:

      '88 Mitsubishi Galant (4G37, 155tkm): Gulf Formula G 5W-40
      '96 Toyota Starlet (4E-FE, 190tkm): ROWE Synt. RSi 5W-40
      '03 Renault Clio (K4J, 115tkm): LM Synthoil HighTech 5W-40
    • Warum sind in einem normalen Getriebe (mit Front-Differential) oft dünne 75W-Öle freigegeben, im Hinterachsdifferential aber ein dickeres 75W90?
      Im Schaltgetriebe läuft doch auch ein Diff mit (FWD & AWD).
      Im Beispiel quattro/4motion-Antriebsstrang der Golf-Plattform (Haldex Allrad): In dem Fall wird das Frontdiff zu jederzeit mit Kraft (50-100%) belastet, das HA-Diff läuft die meiste Zeit nur mit (meistens 0, max 50% - ab Haldex Gen2), trotzdem ist hier das HA-Difföl dicker (wie oben beschrieben).
    • Denke das ist wie so oft einfach ein Kompromiss. 75W-90 würde ggf. auch im Getriebe inkl. Diff für bessere Verschleißwerte sorgen, aber vermutlich leidet die Schaltbarkeit und die Effizienz unter dieser hohen Visko. Beim reinen Diff gibt es keine Schaltbarkeit und die Effizienz ist dank weniger bewegter Teile auch weniger relevant.

      Edit:
      Vermutlich zu oberflächlich gedacht :whistling:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mastergamer ()

    • AFAIK (Bitte verbessern! ) sieht es auf den Explosionszeichungen immer so aus, dass Frontantriebsgetriebe mit integriertem Differential keien Hypoidverzahnuing haben.
      Daher reicht dort ein dünnes GL4.
      Die Hinterachsgetriebe haben auch heute noch alle Hypoidverzahnung, daher ist dort ein dickeres GL5 nötig.

      Das war jetzt allgemein, Ausnahmen bestätigen die Regel.