Das Autoleben - heute und früher

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    • Das Autoleben - heute und früher

      Um einer entstandenen Thematik einem Thread zu geben, habe ich diesen nun nachträglich erstellt.

      Die Beiträge wurden hier her verschoben, daher beginnt das Thema mit einer Zitat-Antwort.

      Und nun frohes Schreiben rund um die Haltbarkeit alter und moderner Fahrzeuge. :daumen:

      PS: Einige Beiträge wurden bearbeitet und gesplittet, daher Texte zum Ursprungs-Thread entfernt.
    • Slex schrieb:

      roadrunner schrieb:

      Hersteller Freigaben - egal in welchen Bereich des Lebens - dienen nicht zur Findung des optimalen Produktes, sondern garantieren nur die minimal Kompatibilität.
      Genau....salopp gesagt, Motor und Öl haben den Testzyklus überlebt. Ob der Motor mit dem Öl 500tkm alt werden kann?!....wer weiß :whistling:
      Ich bezweifle, dass eine Laufleitung von 500t km heut zu Tage eine muss Anforderung an die Motorbauer ist.
      --> Die Durchschnittslaufleistung für PKW 2016 betrug 15.000km (aufgerundet). kba.de/DE/Statistik/Kraftverke…r_in_kilometern_node.html
      Selbst bei 20 Jahren sind es erst 300t km Gesamtlaufleistung.
    • roadrunner schrieb:

      Ich bezweifle, dass eine Laufleitung von 500t km heut zu Tage eine muss Anforderung an die Motorbauer ist.
      Bestimmt nicht....das ist auch nicht gewollt. Ein Automobilhersteller lebt vom Verkauf neuer Fahrzeuge. Für die Hersteller sind 150tkm ein "Autoleben"....das reicht denen.

      roadrunner schrieb:

      Die Durchschnittslaufleistung für PKW 2016 betrug 15.000km
      Das passt....nach 10J. muss der Wagen durch sein.

      roadrunner schrieb:

      Selbst bei 20 Jahren sind es erst 300t km Gesamtlaufleistung.
      Die müßte meiner ungefähr im Januar erreicht haben...nach über 14,5 Jahren. ;)

      Hier ein interessanter Artikel dazu.....BMW-Leasing
    • @Slex
      Diese 150.000 km bedeuten nicht, dass das Auto danach am Ende ist. Der Wert kommt von BMW Leasing. Bei denen (und anderen Herstellern) sind die Autos mit der Laufleistung abgeschrieben.
      Das heißt aber nicht, dass die Autos nur auf maximal 150.000 km ausgelegt werden. Es gibt ja auch reichlich Fahrzeuge mit höheren Laufleistungen in den Autobörsen.

      Das hat wohl eher damit zu tun, dass ab so einer Laufleistung auch manche dem Verschleiß unterliegenden Teile getauscht werden müssen. Fahrwerke sind dann irgendwann in dem Bereich dran, ein Bremssattel kann auch mal fest sitzen, Lichtmaschine, Keilriemen, Klimakompressor...
      Wobei die meisten Teile davon eher über das Alter leiden und nicht zuerst über die Laufleistung.
      Und einerseits soll der feine Leasingnehmer (meist ja Unternehmen(r)) ja nicht mit so etwas bzw überhaupt außerplanmäßig in die Werkstatt kommen müssen und anderseits will sicher auch kein Unternehmen so etwas über die Garantie abdecken, weil das ja den Gewinn reduziert.
      Pass auf, bald wird noch das Longlife Intervall ausgedehnt ;)

      Die Überschrift und allgemein die Form des Artikel ist einfach bewusst reißerisch.
    • Rubbel schrieb:

      Das heißt aber nicht, dass die Autos nur auf maximal 150.000 km ausgelegt werden.
      Nein....aber vielmehr traut der Hersteller seinen eigenen Fahrzeugen auch nicht zu, ohne Gefahr laufen zu müssen Teile tauschen zu müssen die in der Gesamtheit dem jeweiligen Zeitwert entsprechen.
      Egal ob 2 oder 7 Jahre Garantie.....bei 150tkm ist meistens Ende.
      Ich kann mich noch an eine Porsche-Werbung in den 80-90'er Jahre erinnern....da gab Porsche auf Gebrauchtwagen die 200tkm gelaufen hatten 1 Jahr Garantie.

      Das die Motoren, sofern sie keine kompl. Fehlkonstruktion sind und regelmäßig gewartet werden mehr wie 150tkm halten ist bzw. sollte normal sein.
      Trotzdem sind auch hier die Besten Jahre vorbei. Viele Fahrzeuge gehen irgendwann in den Export richtung Afrika....und selbst hier beklagen die Afrikaner die mangelnde Zuverlässigkeit gerade bei VW-Motoren.
      Während vor 10-15 Jahren VW-Motoren durchschnittlich 3Miokm hielten sind es heute nur noch rd. 1,6Miokm.

      Irgendwann rächt sich der Motor für die jahrelange Quälerei mit Low/MidSaps Ölen, gepaart mit Wechselintervallen von 30-50tkm.
      Wenn auch nicht bei uns....aber spätestens in Afrika ;)
    • Bei der Sache mit der Garantie muss ich widersprechen. Das hat einzig und alleine mit dem Leasing bzw den dort angepeilten Laufleistungen zu tun. Wie gesagt, andere Hersteller handhaben das ähnlich, dass die Autos beim Leasing mit 150.000 km abgeschrieben sind.
      Das hat nun auch erst einmal nichts weiter mit der allgemeinen Qualität zu tun.
      Fahrwerke mussten auch vor zehn Jahren bei solchen Laufleistungen gewechselt werden, nicht selten auch mal früher. Das gleiche gilt für die anderen genannten Komponenten.
      Quelle für die Behauptung, dass die Afrikaner die Zuverlässigkeit beklagen?

      So und um dann den Bogen zurück zu den Freigaben und Ölen zu schlagen:
      Dass manche Motoren frühzeitig den Geist aufgeben liegt sicher zu einem großen Teil an den verlängerten Intervallen und Ölen, die gerade so die Forderung der Hersteller erfüllen.
      Kostenersparnis um jeden Preis. Außerdem steigt die Literleistung ja auch immer weiter.
      Wenn man da noch am Öl spart, kann sich jeder das Ergebnis ausmalen ;)
      Interessant wäre auch eine Vergleichsgruppe mit Longlife-Intervallen und Festintervall.
    • Rubbel schrieb:

      Das hat einzig und alleine mit dem Leasing bzw den dort angepeilten Laufleistungen zu tun.
      In diesem Fall war es der Mutterkonzern "BMW Group" der die Anweisung gab.

      "BMW misst mit zweierlei Maß
      Der Fall von S. ist kein Einzelfall. Denn die BMW Group misst offenbar systematisch mit zweierlei Maß - und schreibt der hauseigenen Leasingfirma BMW Financial Services in einem Schreiben, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, zwingend vor, das Auto nach 150.000 Kilometern abzuschreiben."

      Rubbel schrieb:

      Quelle für die Behauptung, dass die Afrikaner die Zuverlässigkeit beklagen?
      Nein....ist zu lange her. Musste damals nur herzhaft lachen als ich das gelesen habe.

      Rubbel schrieb:

      Das hat nun auch erst einmal nichts weiter mit der allgemeinen Qualität zu tun.
      Doch...die Qualität war damals eine ganz andere. Von der Zuverlässigkeit ganz zu schweigen....alleine was heute an Elektronik und Steuergeräten in jedem Wagen verbaut ist und wenn die kaputt geht wirds richtig teuer.
      Autos sind heute rollende Gamer-PCs....mit Firlefanz vollgestopft den keiner wirklich braucht aber beim Kauf teuer mitbezahlt werden muss und richtig teuer bei Austausch nach der Garantie wird.

      Warum wohl gibt es inzwischen soviele Fahrzeuge mit "H" Kennzeichen?! ;)
    • BMW Mutterkonzern, BMW Leasing... Alles eine Suppe.
      Das Fahrzeug ist bei 150.000 km aus kaufmännischer Sicht abgeschrieben. Mehr sagt das nicht aus.

      Tja, die Kunden wollen halt ihre fahrenden HiFi-Anlagen und sämtliche Internetdienste verfügbar haben und dann sollen natürlich alle möglichen Assistenzsysteme dabei sein.
      Das sagt aber wiederum auch nichts über die Qualität allgemein aus.
      Wobei die Ausfallrate da auch nicht übermäßig hoch ist.
      Es wird aber insgesamt mehr Elektronik in die Autos gebaut. Also bei gleicher Ausfallrate hast du absolut gesehen auch mehr Defekte.

      Die Qualität war früher übrigens auch nicht besser. Da gab es dann andere Probleme.
      Defekte Wasserpumpen, Riemen oder Fahrwerke gab es auch in den 80ern zur Genüge, vermutlich sogar deutlich häufiger ;)
      Und Konstruktionsprobleme gab es früher auch. Früher wurde das Internet nur noch nicht so intensiv genutzt, dass sich solche Informationen so stark verbreitet hätten.
    • Rubbel schrieb:

      Defekte Wasserpumpen, Riemen oder Fahrwerke gab es auch in den 80ern zur Genüge, vermutlich sogar deutlich häufiger
      Sicher....sowas gab's und wird's immer geben....mit dem Unterschied das man das früher "überspitzt" gesagt alles selber wechseln konnte binnen kürzester Zeit mit
      einem Hammer, Schraubenzieher und 13'er Maulschlüssel. Heute nennt man das Wartungsfreundlich.
    • Na ja, die Motoren in den 90er Jahren waren schon anders konstruiert als heute. Die sind wirklich nicht kaputt zu kriegen, moderate Literleistungen, und die jahrzehntelange Erfahrung, wie man Saugmotoren in Serie produziert. Heute sind die Rahmenbedingungen mit Downsizing, Aufladung und schnelleren Modellwechseln andere. Außerdem wird eher der Gewinn optimiert, als dem Verbraucher ein technisch optimiertes, langlebiges Produkt zu liefern.

      Je besser man Bauteile auslegen kann, desto näher kann man an die Grenzen gehen, das wird auch bei der Mindestlebensdauer getan. Natürlich hat ein Hersteller Interesse daran, dass während der Garantiezeit alles bestens ist. Aber weniger Interesse daran, dass die Fahrzeuge nach 15 oder 20 Jahren immer noch einwandfrei und ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sind.
    • Wie es sich mit der Langlebigkeit verhält, kann man Stand jetzt nicht mit Sicherheit sagen.
      Das ist alles nur Spekulation. Und dann muss man noch einbeziehen, wie sehr solche verlängerten Intervalle die Lebensdauer verkürzen.
      Und noch weitere Variablen. Zum Beispiel treten manche Leute ihren Turbo direkt im kalten Zustand. Ein Sauger mag das eher verzeihen, ein Turbo mag das gar nicht...

      Vielleicht werden neuere Motoren halt keine 600.000 km erreichen, sondern nur 450.000 km, dafür fährt man nun auch mit Literleistungen von über 100 PS herum und nicht mit 40-60 PS/Liter ;)
      Saugmotoren kannst du übrigens genauso kaputt sparen, wenn du das an der falschen Stelle tust.
      Das ist kein exklusives Problem von Downsizing.

      Wir könnten das Thema noch viel weiter diskutieren, aber kommen so wohl etwas vom ursprünglichen Thema ab.
      Eventuell diese Beiträge in ein passendes Unterforum verschieben?
    • Rubbel schrieb:

      .....dafür fährt man nun auch mit Literleistungen von über 100 PS herum
      Entsprechend wird zwangsläufig die Haltbarkeit sein. Früher wurden Autos verschrottet weil die Karosserie durchgerostet war....heute weil der überzüchtete und zusätzlich noch getunte
      Motor geplatzt ist.
      Vor drei Jahren habe ich einen alten Freund getroffen, arbeitet bei Porsche. Der sagt das es bei den Cayenne einen Benziner gibt der kaum länger wie 120tkm hält.
      Kosten für den ATM incl. Einbau....rd. 32000€....Ergebnis, wirtschaftlicher Totalschaden.
    • Wir können das gern verschieben, aber das Thema ist interessant.

      Aus dem Gespräch mit dem Technischen Leiter eines Zulieferbetriebes (Schmiedeteile wie Zahnräder) für den Konzern X weiß ich:

      Man hat vor nem Jahr ein großes Getriebewerk in China gebaut. Problem, der Stahl der dort verfügbar ist, hat nicht die gleiche Qualität wie hier. Man könnte den tonnenweise von D dort hin verschiffen. Macht man aber nicht, ist zu teuer. Also findet man sich damit ab, dass die Getriebe ab 150000km kaputt gehen können, so viel schaffen die jedenfalls auch mit dem schlechteren Material.

      Das werden die Kunden, zwar nicht die Neuwagenkunden, aber die Gebrauchtwagen Fahrer, in ein paar Jahren zu spüren bekommen. (Vielleicht auch gar nicht auf dem europäischen Markt) Ob sowas einer Marke gut tut, wird man sehen.
    • Ja, da ist sicher auch etwas dran. VW ist ja auch mal auf die Nase gefallen, indem sie den letzten Cent beim Zulieferer gespart haben und es dann Probleme mit den Steuerketten bei den 1.4 TSI gab.
      Aber früher gab es solche Fälle auch. Ihr erinnert euch ja sicher an die Ära Lopez bei VW?

      Und dann muss man mal schauen, wie viel schlechter ist der Stahl? Verringert das die Lebenszeit der daraus gefertigten Teile merklich?
      Stahl wird ja nun vom Menschen auch schon etwas länger produziert ;)
      Und ich habe kürzlich auch einige Artikel über China und deren Wirtschaft gelesen. Die Leben auch nicht mehr hinter dem Mond und holen kontinuierlich auf.
      Vor allem lernen die Asiaten schnell dazu.
      Schaut euch mal an, was die vor 10 Jahren für Autos gebaut haben und heute.
    • Ich fahre nunmehr seit 7 Jahren einen Golf III und einen Honda CRX del Sol paralell.
      Das einzige was der Golf etwas besser kann sind die Spaltmasse der Karosserie. Das war´s.
      Mechanische solidität, saubere Konstruktion, Wartungsfreundlichkeit, Ersatzteilversorgung, Auslegung der Materialien und Konstruktion auf Langlebigkeit etc. u.s.w.:
      Der Honda schlägt den Golf wie der FC Bayern einen Kreisligisten.