Verdampfungsverlust mitsamt Verkokung

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    • Verdampfungsverlust mitsamt Verkokung

      Obwohl ich kein Freund von JP Performance und seinen Videos bin, möchte ich euch jedoch folgendes gerne zeigen, da es sehr praxisnah ist und Zusammenhänge aufzeigt:


      Bei Motoren mit diesem höhere Öltemperaturen erreicht werden, wäre es also sehr angebracht, auf ein Öl mit niedrigem Verdampfungsverlust & hohem Flammpunkt zu achten, da dadurch auch die Verkokungsneigung abnimmt.

      Sollten die max. erreichbaren Öltemperaturen im grünen Bereich so zwischen 90°C und 110°C bleiben, sehe ich persönlich keinen zwingenden Grund die Priorität dort zu hoch anzusetzen um sich mehr auf andere Eigenschaften konzentrieren zu können.

      Eine durchaus interessante Thematik, diese wir mal genauer besprechen könnten.
      Was sagt ihr dazu?


    • Das ist für Neulinge informativ, ich persönlich finde solche Test so wie "Wurst und Käse"... Es gibt kein Glas im Motor und es gibt fast kaum Sauerstoff. Man kann die Ergebnisse genau umgekehrt kriegen indem man eine Tropfe von Ester oder eine Metallstück ins Öl platziert.

      Solche Tests wurden massenhaft im oil-club.ru gemacht.
      Und
      Solche Test sind extrem gefährlich für die Lungen!

      Es gibt eine Reihe der Test, die Teost heissen, die sind sowohl von API als auch von Motorherstellern anerkannt.
      ich habe keine Zeit für persönliche Ölberatung, sorry
    • Naja, ob Sauerstoff vorhanden ist oder nicht, kann man beim Flammpunkt differenzieren, jedoch nicht beim Verdampfungsverlust.

      Denn hierbei kommt es allein auf die Temperatur an bei dieser sich die flüssigen Stoffe in Gase umwandeln. Und dann bleiben eben gewisse Rest-Stoffe (Bestandteile aus Grundöl, VI-Verbesserer, Additive) übrig diese eben die Verkokung bilden.

      Das wird in diesen Koch-Tests ja gut gezeigt: Was bleibt da übrig und welches Öl neigt eher zu Ablagerungen bzw. Verkokungen?!
      Ob da nun Glas, Aluminium oder Eisen den Untergrund darstellt, ist, denke ich relativ unwichtig.
      Natürlich sind solche Tests in gewisser Hinsicht übertrieben......man will ja auch eine jahrelange Nutzung in kurzer Zeit simulieren.

      Ich erachte die Ausdampfung eines Öls und dessen Ergebnisse durchaus als guten Indikator zur Verkokungsneigung.
      Man sollte dabei aber auch unterscheiden.....wegen PAO, HC, Ester und Konsorten + low-, mid- oder full-SAPS.
      Denn je nachdem hat man 1. unterschiedliche Verdampfungsverluste durch das verwendete Basis-Öl, und 2. ist dann die Menge an Additiven von Bedeutung.

      Wenn wir ein und dasselbe HC-Basisöl 1x als full-SAPS und 1x als mid-SAPS auskochen, sollten wir auch 2 verschiedene Ergebnisse erhalten. Hierbei sollte das full-SAPS mehr Ablagerungen/Verkokungen als das mid-SAPS hinterlassen.

      Mit einem stabilen PAO welches Hitzebeständiger ist und demzufolge auch einen geringeren Verdampfungsverlust aufweist, könnte man theoretisch ein full-SAPS auf die selbe Verkokungsneigung eines HC-mid-SAPS bringen, oder? (ausgenommen GTL)

      So wäre mein derzeitiger Gedankengang... :D ....hoffentlich soweit verständlich.

      Hier der bekannte Link zur Öl-Kocherei: bmwservice.livejournal.com/27699.html


    • Ich muss ein bisschen korrigieren:

      PAO fullSAPS produziert weniger Ablagerungen, als PAO midSAPS, ich habe genauere Testergebnisse hier schon mal gepostet: ZDDP Zink und der Motor läuft wie geschmiert

      Der Link
      bmwservice.livejournal.com/27699.html
      führt zu den unprofessionelen, falschen und verwirrenden "Öl-Bratenteste"...

      NOACK-Test zeigt nicht - was genau mit Ölreste passiert ob die verkokt sind oder bleiben flüssig...

      Da sind Milensteine dieser Richtung... :)
      ich habe keine Zeit für persönliche Ölberatung, sorry
    • Natürlich gibt der Verdampfungsverlust (NOACK) keinen direkten Wert über die Ablagerungen/Verkokungen......er kann aber Teil eines Indikator werden.
      Es geht hierbei um Zusammenhänge zu finden.....

      Ich möchte das mit den Basis-Ölen und Additiven trennen, und gleichzeitig eine Verbindung dieser Faktoren herstellen.

      Wenn wir ein und das selbe PAO 1x als mid-SAPS und 1x als full-SAPS nehmen, wird das full-SAPS wohl besser sein, da es nicht nur durch die Temperaturstabilität profitiert, sondern natürlich auch durch die Additivierung.

      Wenn wir diese beiden Öle jetzt mal auskochen würden, hätte das mid-SAPS aber weniger Verkokung verursacht.

      Mein Gedankengang ist jetzt einfach, dass man mit PAO full-SAPS die gleiche Verkokung eines HC mid-SAPS bei der Auskochung erzielen kann.


    • Tequila009 : ich verstehe deinen Gedankengang gut . Allerdings kann es gut vorkommen , das unser HC Mid SAPS mehr Ablagerungen bilder wie ein PAO/Ester Full SAPS.
      Dort wo der Verdampfungsverlust des PAO/Ester kontinuierlich nach oben wandert und Ablagerungen hinterlässt , ist ein "einfaches" HC wahrscheinlich schon völlig am Boden.
      Im Kolbenringbereich treten Temperaturen von 300-400 Grad und eine Drehzahlerhöhung von 100 Umdrehungen bewirkt bereits 10Grad Steigerung.
      Ablagerungen verschlechtern auch den Wärmeaustausch der Bauteile und beschleunigt Glühzündung an der Zündkerze.
      :deru:
    • Noch eine Bemerkung bzgl. Grundöle: je dickflüssiger ein Grundöl ist, desto bessere NOACK, FP und PP hat das.
      Es gibt eine Grenze, wo die Parameter von einem dünnflüssigen 0w PAO-Grundöl (z.B. Amsoil Signature Series 100% Synthetic 0w-20) auf Parameter von einem dickflüssiges 5w HC-Grundöl (z.B. Addinol Super Light 0540 5w-40) stoßen...
      ich habe keine Zeit für persönliche Ölberatung, sorry
    • Ich denke dass der Heizplattentest doch eine gewisse Praxisrelevanz hat, da er in meinen Augen simuliert was passiert wenn ich den Motror nach scharfer Fahrt abstelle: Das Öl wird nicht mehr durchgepumpt und bleibt auf und in den - ja nach Lage im Motor - stellenweise extrem heissen Bauteilen stehen und fängt an zu kochen.
    • 50ml auf welche Menge? 5L?

      Wenn ich z.B. ein HC nehme, dieses sehr starke Verkokungen aufweist und nur sehr wenig von diesem Xenum VX500 hinzu gebe, soll das Ergebnis dann komplett verändert werden und die Verkokung findet nicht mehr statt?
      Das glaube ich nicht. Wo hast Du Test-Ergebnisse?

      Bitte erläutere das mal genauer. Ich weiß nicht, wie Du das genau meinst. ?(


    • Den brauche ich bestimmt nicht,
      um mir was erklären zu lassen. Wir können es hier weitaus besser, und
      wirklich informative Quellen findet im WWW jeder, der ernsthaft danach
      sucht. Es ist traurig genug, dass solche Leute eine gewisse Popularität
      genießen, und dass es anno 2016 im TV keine seriösen Autosendungen
      mehr gibt.
      Ganz früher gab es mal Telemotor, und da hat es objektiv erfasste Mess-
      werte gegeben. Heute gibt es nur noch Driftimpressionen und schwach-
      sinniges Gestammel. Der absolute Super-GAU ist der Bartwichtel mit der
      Baseballmütze. Nehmt es mir nicht übel, wenn ich mich bei dieser Gele-
      genheit mal auskotze.

      Zurück zum Additiv VX 500:

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      ModEdit: Andere Leute bitte nicht abwertend bezeichnen, Beschimpfungen werden nicht geduldet. Beitrag wurde bearbeitet.

      Edit: Da es sich um sog. "öffentliche Personen" handelt erlaube ich mir
      klare Worte. Mir war es ein Bedürfnis.

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