GM Dexos2 5W-30 LL - Opel Astra J Sports Tourer 2.0 CDTI (A20DTH) nach Motorschaden - 3.250 km

  • Hallo zusammen,

    hier ist die erste Öl-Analyse von unserem Opel Astra J Sports Tourer 2.0 CDTI.

    Ein paar Eckdaten:
    Öl: GM Dexos2 5W-30 LL
    Fahrzeug: Opel Astra J Sports Tourer, Bj. 2011
    Motor: A20DTH (2.0 CDTI)
    Schaltgetriebe: F40-6 FWD (MT-6)
    Gesamtkilometerstand: 236.250 km.
    Kilometerleistung Öl: 3.250 km
    Kraftstoffverbrauch: 5.2-6,8 Liter/100 km
    Ölverbrauch: kein Öl nachgefüllt
    Sonst ist alles original: DPF, AGR aktiv Kraftstoff: Diesel
    Fahrprofil: Mittel und Langstrecken ca. 90%; Kurzstrecken ca. 10%.
    Fahrstil: der Motor wird warm und kalt fahren, auf Autobahnen meistens 110 - 150 km/h und ab und zu mal 180 km/h
    Ölfilter: Mann
    Luftfilter: Mann
    Ölmenge: 4,5 Liter
    Bisheriger Wechselintervall: 30tkm / jährlich

    Auf unserer Heimreise aus dem Urlaub sind wir längere Zeit mit 180 km/h unterwegs gewesen. Danach wurde das Fahreug 10km vor Abfahrt der Autobahn kalt gefahren mit 100 km/h.
    Beim Anhalten an der ersten Ampel waren leise intermittierende (leise klopfend) Geräusche aus dem Motorraum zu hören. Ich vermutete, es sei das Zweimassenschwungrad, da dies noch das erste inklusive Kupplung ist.
    Um Gewissheit zu bekommen, entnahm ich eine Ölprobe mit dem angehängten Ergebnis.

    Bei weitern Fragen, gerne melden.

    Mit besten Grüßen
    mullemann249

  • Auf jeden Fall Ölwanne ab und nachsehen. Könnte bei dem Modell ja ohne Achse absenken gehen (ist beim 6 Zylinder immer im Weg). Müssen natürlich nicht die Haupt/Pleuellager sein, aber irgendwas ist da defekt. Geräusche + relativ (hätte aber auf noch höher getippt) hohe Kupfer/Buntmetallwerte sind kein gutes Zeichen.

    Wenn es schon Geräuche macht, nicht mehr fahren!

    Gruß

    Karsten

  • Hallo,

    sehr gut geraten. Den Motor samt Getriebe habe ich bereits ausgebaut und zerlegt und mittlerweile wieder fast fertig instandgesetzt.

    Zu Beitrag 2. - Die Pleuellager waren nicht betroffen.

    Zu Betrag 3. - Die Hauptlager der Kurbelwelle haben dieses Phänomen hervorgerufen.

    Falls gewünscht, kann ich auch gerne Bilder des Schadens einstellen.

    Was mich noch quält, ist folgende finale Frage. Warum ist dieser Schaden entstanden?
    Genug Öl war immer im Motor und auch die Öllampe ging nicht an.
    Ist dies auf ganz normalen Verschleiß zurück zu führen oder auf eine Mangelschmierung?

    Wie ist eure Meinung?

  • Wie sieht die Kurbelwelle aus?
    Häufige Kaltstarts sind der Hauptgrund für Verschleiß an Gleitlagern, aber auch zu niedrige Ölviskosität durch Dieseleintrag/lange Wechselintervalle. Motorblock spülen! Und die Hauptlagergasse überprüfen, vielleicht ist sie nicht mehr maßhaltig.

    Gruß Julian

  • Nicht geraten. Wie Karsten schon schrieb, Höhe Buntmetallwerte und das "Geräusch" deuten auf Lagerschalen hin.

    Es sind meist die Pleullager (voller Druck auf die obere Schale, während es sich auf beide unteren Hauptlagerschalen verteilt. (Wenn man in einschlägigen Opelforen suchen würde, findet man für den A20dth der Baujahre 2009-2012 überproportional viele Hauptlagerschäden.)

    Rund 2% Kraftstoffeintrag auf 3.300km bei im Wesentlichen Langstrecke bei Intervallen von 30.000 ergibt möglicherweise bis zu 20% Kraftstoffeintrag. Da ist Mangelschmierung oder zumindest erhöhter Verschleiß nicht so fernliegend.

    Interessant wären mögliche Ursachen für den Kraftstoffeintrag.

  • Wie gesagt, das ist bereits alles geschehen.
    Die Hauptlagergasse habe ich bereits vermessen die Ölspritzdüsen demontiert und alle Ölkanäle gespült.

    Stand heute ist der Motor wieder zusammen gesetzt.
    Eine neue Kurbelwelle mit neuen Haupt- und Pleuellager habe ich verbaut. Auch die Axiallager habe ich erneuert. Die Ölpumpe wurde erneuert, da die alte bedingt durch den Lagerschaden auch defekt ist. Die Ölkanäle wurden wieder befüllt mit Öl und der Motor habe ich neu abgedichtet (Simmeringe etc.).

    Der Schaden selbst war nur an Lagerstelle 3N und 4N vorhanden (siehe Bild).

  • Anscheinend sind die Abgasemissionen dieser Motorengeneration generell hoch, sodass die Regenerationsintervalle des DPFs kürzer ausfallen als üblich. Das würde bedeuten, dass schneller ein erhöhter Kraftstoffeintrag im Motoröl vorhanden ist, so meine Vermutung.

    Der Motor ist jetzt fertig instand gesetzt und bereits wieder im Fahrzeug verbaut und wurde mit 10w40 für einen kurzen Spülvergang befüllt.
    Nach 1 Stunde Laufzeit wurde der Filter und das Öl abgelassen.
    Im Anschluss kam Aral High Tronic 5W40 für die 2000 km Einlaufzeit in den Motor.
    Kurz bevor die 2000 km erreicht werden, ist die nächste Ölanalyse geplant.

  • Ein Geschäftkollege fährt so ein Wunderwerk der Technik. Auf 15000 Kilometer müssen da circa 0.5 Liter abgesaugt werden.
    MMn hilft da nur Rohrfrei und eine andere Software. Er hat den DPF schön an der Schweißnaht aufgetrennt, dann wieder schön mit WIG verschweißt :D .
    Natürlich darf man nur noch auf Privatgelände fahren.

    Gruß Julian

  • Aetvyn April 3, 2024 at 11:13 AM

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