In der Anwendung um die es hier geht, also die Montage Rad an Radnabe (i.d.R. auf Bremsscheibe), ist das wesentliche Problem von Schmierung der für die kraftschlüssige Verbindung relevanten Flächen (Bilder s.o.) nicht die Dimensionierung/Auslegung der Radschrauben. Selbst wenn da (so ungewollt und ungünstig das sein mag) Scher-/Biegekräfte auftreten, die schlucken das eigtl. locker. Man verliert da also keine Räder oder so.
Die Diskussion um die Schrauben, wenn auch interessant, ist also etwas themenfern.
Das Problem ist tatsächlich (und insbesondere bei BMW, kann ich sagen, ist das durchaus bekannt) die Bewegung auf der Fläche an sich. Die ist auch im schlechtesten Fall mininal, aber weder die Radnabenbohrung der Felge i.V.m. der Radmittenzentrierung der Radnabe (ggf. Bremsscheibe), die nach ihren Fertigungstoleranzen lang nicht ohne Spiel sind, noch die zentrierende Wirkung der Kegelbünde der Radschrauben verhindern, ohne ausreichenden Kraftschluss, oftmals diese minimale Bewegung.
Die Folge ist/kann sein, hier dann Knackpunkt, Vibration (u.U. samt Geräusch), Lenkradzittern, Unruhe im Fahrzeug, eingeschränkter Geradeauslauf o.ä..
Also genau die Probleme von brems-/ radnahen Baugruppen, die sich ganz schlecht eingrenzen lassen und auch von Scheiben, Belägen, Reifen, Achslagern, Lenkung usw. usf. kommen könnten.
Eine Abhilfe, die gern erstmal angwendet wird weil einfach und günstig, sind die o g. reibwerterhöhenden Scheiben zwischen Bremsscheibe und Rad. Manchmal auch die Verringerung des Durchmessers Nabenbohrung bzw. Vergrößerung Durchmesser Radmittenzentrierung mit z.B. Fühlerlehrenband (um diesen, wenn auch kleinen, Anteil Formschluss etwas zu verbessern).
Das Wichtigste ist aber: Montagefläche blank, trocken, sauber!