Mini One R56 1,6 Liter 98 PS

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    • Mini One R56 1,6 Liter 98 PS

      Hallo Zusammen,

      zuerst die Fakten:


      1. Autohersteller, Model, Baujahr:Mini One R56 Bj 2012

      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: Benzin, 1,6 Liter 98 PS

      3. Öl-Volumen des Motors: 4,2 Liter

      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: >90% Langstrecke, Täglich ca. 120 Km (20 km Stadt/Land, 100 km Autobahn)

      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden): 53-55 km/h bei bisher zwei Fahrzeugen über rund 450 tkm

      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: hier suche ich eine Empfehlung, bislang immer nach Herstellervorgabe

      7. Laufleistung pro Jahr: ca. 25-35 tkm

      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): 39.000 km

      9. Bisher genutztes Öl: LL04 0W30 laut letzter Inspektion

      10. Ölverbrauch ml/1.000Km: bislang erst knapp 800km in meinem Besitz, da kein Verbrauch feststellbar

      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht:
      Mangels Ölthermometer keine Angabe

      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung:
      Euronorm 5

      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten:
      BMW Longlife -01, -01FE und -04 Viskosität 0W-40, 0W-30, 5W-40, 5W-30

      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: Gebrauchtwagengarantie

      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: nein

      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: nein

      17. Eingeplantes Budget: was nötig ist

      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? Siehe Foto



      Vielen Dank für das interessante Forum! Mein bisheriger Skoda Benziner hatte ein 30.000 Ölwechsel Intervall. Ich habe mir da ehrlich gesagt auch nie Gedanken drüber gemacht und bin ihn runde 12,5 Jahre mit dem obigen Fahrprofil gefahren. Tachostand war demzufolge deutlich über 300 tkm und außer einem Tickern der Hydrostössel bei Kaltstart für 10 Sekunden lief er tadellos.


      Beim Mini nun bin ich etwas skeptisch, da ich häufiger von Problemen lese. Da es mir nicht darum geht 5 Euro zu sparen, will ich hier also einfach das machen, was sinnvoll ist.

      Bin grundsätzlich ein ruhiger Fahrer. Autobahn in der Regel 120 und gut ist. Autos werden immer warm/kalt gefahren. Meine längste Vollgasetappe waren mal 20km am Stück - und das war 2010, was ich so genau weiß, weil mir am Folgetag der Motor bei meinem damaligen Cupra explodiert ist.

      Der Mini ist bislang beim BMW Service gewesen und war augenscheinlich ein Stadtauto aufgrund der geringen Laufleistung. Bisherige Wechselintervalle auf den knapp 40tkm waren:

      2 Jahre 13,5 tkm
      1,5 Jahre 7,5 tkm
      2 Jahre 10 tkm
      2 Jahre 6 tkm

      immer mit LL04 0W-30 laut Serviceheft.

      Vielen Dank im Voraus und ich hoffe auf viel neues Wissen mit meiner Mitgliedschaft in diesem Forum!

      Viele Grüße

      Olli
    • Ui ui ui, Dein Motor sieht ja grusig aus. VSielleicht ist das BMW/Mini empfohlene Öl einfach doch nicht das beste, auch noch weniger, wenn es lange im Motor bleibt. Hier habe ich Bilder, wie mein Motor aussieht. Der ist blitze blank.





      ... und hier habe ich beschrieben, welche Öle und welche Additive ich aktuell fahre und früher gefahren habe...
      Welches Öl für Mini R56 JCW GP2 (N18) - Alltagsauto mit gelegentlicher sportlicher Fahrweise
      Gruss
      Ronald
    • Danke! Die „Kroon/Archoil/Motul“ Mischung könnte man dann für ein normales Intervall einsetzen? Also sagen wir mal für ca. 12.500 km ausgehend von 250 Betriebsstunden und meiner Durchschnittsgeschwindigkeit?

      Mein Plan wäre jetzt den Wagen erstmal etwas „einzufahren“, der letzte Ölwechsel war Ende Juli und der Wagen stand dann runde drei Monate, ich habe ihn Ende September gekauft und musste dann runde drei Wochen auf einen Zulassungstermin warten. Nach etwa 5.000 km würde ich dann z.B. die empfohlene Mischung einsetzen. In der Zeit hätte er dann vermutlich auch das erste Mal im Leben Langstrecke erlebt.

      Vielen Dank für alle Antworten!!!
    • Die Nockenwellen sehen wirklich schlimm aus.
      Da sieht man leider, was Kurzstrecke, viele Kaltstarts und Longlife bei Motoren mit einigen
      konstruktiven Mängeln innerhalb wenig Kilometern anrichtet. 0W-30 war unter diesen
      Einsatzbedingungen sicherlich die mit Abstand schlechteste Viskosität.

      Ich denke nicht, dass man die Nockenwellen usw. auf Dauer halten kann.

      Kroon Poly Tech 5W-40 (3L)
      Motul 300V 15W-50 (1,15L)
      Archoil 9100 150ml

      Höhere Viskosität, mehr ZDDP für die Nocken, PAG und POE Grundöle für bessere Motorsauberkeit.
      Steuerkettenspanner vorsorglich erneuern.
      E39 540i, M62B44TU - Motul 300V 15W-50 Competition + :aroi: 9100
      E36 323ti M50B30TU (Umbau) - Redline 10W-50 + :aroi: 9100
      E36 328i M52B28 - Redline 10W-50 + :aroi: 9100
      Golf 6 CFFB 2.0 TDI - Redline Euro Series 5W-40 + :aroi: 9100

      Gruß Julian
    • Na, das klingt ja alles sehr ermutigend... ;) Dennoch vielen Dank für die Antworten.

      Ölwechsel traue ich mir grundsätzlich durchaus selber zu, allerdings muss ich mir das erstmal anschauen, wie man beim Mini rankommt. Grube und Hebebühne habe ich leider nicht (mehr zur Verfügung). Wäre aber die einfachste Geschichte und ich könnte das Öl von mir aus auch alle 5.000 km wechseln.

      Eine BMW Werkstatt zu suchen möchte ich mir ersparen. Der örtliche BMW Händler ruft für den Wechsel auch knappe 270 Euro auf.

      Bliebe der Ölwechsel in der freien Werkstatt meines Vertrauens, allerdings ist der Chef gefühlte 120 Jahre alt und der wird mir den Puls fühlen, wenn ich anfange "selbstgebraute" Ölsorten anzuliefern.

      Der Kettenspanner steht für Frühjahr auf der Agenda. Der Händler, wo ich den Mini gekauft habe, hat mir auch empfohlen, den regelmäßig zu wechseln und alle 10 -15 Tkm das Öl zu wechseln. Er hat mir auch einen Tipp für eine auf Mini spezialisierte freie Werkstatt gegeben (er fährt selber u.a. einen GP und lässt dort alles machen). Sind allerdings auch jeweils 70 km einfach Strecke von mir entfernt, was für regelmäßige Wartungen natürlich auch immer ein gewisser Zeitfaktor ist. Der könnte sich dabei natürlich auch gleich mal die Nockenwellen anschauen und eine Empfehlung abgeben. In der näheren Umgebung meines Büros gibt es dann noch einen weiteren Mini-Tuner, der auch Wartungen vollzieht. Aber der Fokus liegt schon eher auf Tuning, als Kunde dürfte ich mit meinen 43 Jahren wahrscheinlich 20 Jahre zu alt und mein Mini 300 PS zu wenig haben... :)

      Nun denn. Mal sehen, wie ich aus der kleinen Kiste einen Dauerläufer hinbekomme.
    • Bislang noch nichts, ich habe da durch das Forum inspiriert gestern das erste Mal nachgeschaut. Ist mein erster Mini, meine bisherigen Fahrzeuge hatten da immer einen Spritzschutz, man hätte den Nockenantrieb erst nach Demontage des Ventildeckels sehen können. Daher habe ich bei der Besichtigung nur nach Ölstand und etwaigen Verschlammungen am Öldeckel geschaut.
    • Ich gehe mal davon aus, dass du den Mini als Privatperson vom Händler mit einem entsprechenden Vertrag gekauft hast!? Dann ist der Händler in der Gewährleistungspflicht und der Mangel hat eindeutig zum Kaufzeitpunkt vorgelegen. Von daher würde ich den Händler mal damit konfrontieren. Möglichst zeitnah, langfristig wirst du mit den Nockenwellen nicht glücklich werden.

      Oder war es ein gewerblicher Verkauf oder eine Trickserei mit Verkauf im Kundenauftrag oder ist es das Auto der Schwiegermutter des Cousins dritten Grades väterlicherseits... ?
    • Coupe wrote:

      [...] Daher habe ich bei der Besichtigung nur nach Ölstand und etwaigen Verschlammungen am Öldeckel geschaut.
      Ich glaube dass passiert Dir nicht noch mal.

      Als ich selber nach Gebrauchten geschaut haben und wenn ich Freunde dabei unterstütze wird immer mit der LED-Lampe abgeleuchtet, auch durch die Öleinfüllöffnung. Die Verkäufer schauen dann erst mal unentspannt :D

      Bei dem Anblick hätte ich denen den Öldeckel in die Hand gedrückt und wäre Heim gefahren...
      BMW F20 !!! M135i LCI RWD (N55) :rav: VST 5W40 + :nepr:
      Astra H 1.8 (Z18XER) : :kroon: + :nepr:

      Meine Analysen: klick / klick
    • Es ist ein normaler freier Händler gewesen. Kaufvertrag, Garantieversicherung. Er hat den Wagen aus einer Händlerauktion. Grundsätzlich ist das alles seriös gelaufen. Ist mein zweiter Wagen aus einer solchen Quelle und Wagen Nr. 1 ist seit 1995 in meinem Besitz!

      Mit Fahrzeugen von Markenwerkstätten hatte ich bislang mehr Probleme, wobei zumindest hier im Umkreis man auch keinen R56 mehr bei einem Mini/BMW Händler bekommen hat. BMW/Mini sowie VW/Skoda/Audi sind hier nur große Ketten und die verkaufen keine Gebrauchtwagen mehr die älter wie 5 Jahre sind. Das reichen sie an Wiederverkäufer weiter, weil sie dieses ‚Klientel‘ nicht wollen (Oton meines damaligen Skodahändlers!)

      Kurze Rede langer Sinn. Ich fahre die Tage mal zum Händler und frage freundlich nach- Vermutung wäre das er mich zu seinem Minispezialisten schickt das zu checken. Wäre sicherlich das einfachste.

      Für Plan B wäre die Firma AVL Schrick 2 KM von meiner Wohnungstür entfernt... ;)

      Danke für die Meinungen!


      Nachtrag: nochmal bei einem Mini sicherlich nicht. Bislang hatte ich aber auch kein Fahrzeug wo ich das überhaupt hätte sehen können. Vielleicht wäre es so auch das beste, der Motor läuft ja ohne ein Anzeichen eines Mangels.
    • Coupe wrote:

      Bislang hatte ich aber auch kein Fahrzeug wo ich das überhaupt hätte sehen können. Vielleicht wäre es so auch das beste, der Motor läuft ja ohne ein Anzeichen eines Mangels.
      NOCH läuft er vllt. ohne ein Anzeichen eines Mangels. Aber noch hat er auch erst 39tkm auf der Uhr.

      Wird er mit 139tkm auf der Uhr auch noch anstandslos laufen?

      Wenn man etwas länger mit einem Fahrzeug Spaß haben will, ist es schon sehr vorteilhaft, wenn man solch schadhafte Stellen früh erkannt hat und nicht erst, wenn es zu spät ist.
    • @Pepina

      schon klar. Sitze solche Situationen nicht aus, sondern werde mir jetzt Optionen überlegen. Wollte damit nur ausdrücken, dass die wenigsten wahrscheinlich nachschauen und einfach fahren - gerade wenn die Inspektion beim Hersteller zum Kaufzeitpunkt gerade 500 km her war.

      Habe mir das gestern noch mal bei natürlichen Licht angeschaut. Es ist eine dünne Rostschicht, allerdings relativ glatt. Klassisches Pitting ist es nicht. Wie die anderen Nocken aussehen muss man sich mal ansehen. Das die bisherigen Ölintervalle, das Öl und auch der Motor als solches nicht optimal sind steht außer Frage, ich gehe aber davon aus das die Nocken auf einen klassischen Usererror zurückzuführen sind. Extremer Kurzstreckenbetrieb. Der Ventildeckel und der Einfülldeckel sind die kältesten Punkte, hier sollte bei Kurzstrecke also Kondensat entstehen was auf die Nocken tropft und für die Rostbildung verantwortlich ist. Wenn der Wagen dann auch noch länger zwischendrin steht sollte das dann zu diesem Ergebnis führen.

      Das wird man mit Ölexperimenten so nicht hinbekommen. Vor 20 Jahren hätte ich die Wellen ausgebaut und sie einfach selber bearbeitet. leider wird man älter und hat nicht mehr die Zeit.

      Mal sehen was man da machen kann. Gibt ja noch Betriebe die Nockenwellen schleifen können.

      Den restlichen Schmodder sollte man mit der richtigen Ölmischung sicherlich verbessern können.