Ölberatung: Audi A5 3.0 TDI (VW EA897)

  • Moin,

    ich frage mich welches Motorenöl ich verwenden sollte. Grundsätzlich sollte der Motor so verschleißarm wie möglich laufen.
    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    mfG,
    Felix

    1. Autohersteller, Model, Baujahr: Audi, A5, 2015
    2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: 3.0 TDI (VW EA897, CKVC), 180 kW
    3. Öl-Volumen des Motors: 6,4 Liter
    4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: 2x Täglich 30-50 km Autobahn (gemäßigt: 130km/h 2000 U/min, gelegentlich Knallgas)
    5. Durchschnittsgeschwindigkeit:50 km/h
    6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: aktuell alle 5.000 – 10.000 km
    7. Laufleistung pro Jahr: 60.000
    8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): 155.000
    9. Bisher genutztes Öl:0-140.000: 5W30 (VW 50500-50700) 140.000-147.000: 5W30 unbekannter Herkunft, seit 147.000: Castrol Edge 0W40 A3/B4
    10. Ölverbrauch ml/1.000Km: sehr gering (von max. auf Hälfte der Skala in 30 tkm)
    11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: 95-105
    12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: DPF & SCR Euro 6
    13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten: VW 50500-50700 5W30 Loglife
    14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: keine
    15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: nein
    16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: Start-Stopp-Automatik deaktiviert, Sportluftfiltereinsatz Baumwolle
    17. Eingeplantes Budget: nicht billig, nicht günstig, sondern PREISWERT

    18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? nein

  • Über die Wintermonate:

    Ravenol NDT 5W-40

    Über den Frühjahr/Sommer:

    Ravenol Euro VI Truck 10W-40

    Beide Öle mit starken Additivpaketen für Dieselmotoren. Recht modern mit Magnesiumpaket (NDT) und Magnesium/Bor Euro VI Truck.
    Wenn Du die Sache auf die Spitze treiben möchtest, dann würde ich noch Archoil 9100 als Additiv hinzufügen.

    Du fährst momentan Full Saps 0W-40 (A3/B4)?

    Gruß Julian

  • 60.000Km im Jahr :staunt:
    Da wirds schon eng mit 3 wechseln. Das NDT ist hier natürlich sehr gut aber auch etwas teurer.
    Das 10W-40 Euro VI Truck Öl könntest eigentlich auch das ganze Jahr über fahren, da es zwar ein recht dickes Grundöl hat aber KV40 und 100 dafür dünner ausfallen.
    Zur Not werfe ich auch noch das Meguin Low Emission 5W-40 in den Raum.

    Könntest ja mal nach 15.000Km eine GÖA machen, um zu sehen wie es dem Öl geht.

    Gruß

  • habe zwei Fragen:
    1. Wie gefällt Ihnen die Umstellung von Viskosität 30 auf 40?
    2. Bedauern Sie, dass Sie es nicht früher geändert haben, beispielsweise als das Auto 100.000 km erreicht hat?

    Es war :total: Quartz Ineo Long Life 5W-30 ART 

    Es ist :mobi1: ESP 5W-30

  • Es empfiehlt sich als Vertreter der 5W-40-Klasse das Ravenol RUP. Eine brauchbare günstigere Alternative wäre das DBV SAPS C3 5W-30, hinter dem dem Anschein nach das Rowe Synth RS DLS steckt.

    Danke! Davon habe ich zwar nicht unbedingt viel Ahnung, aber ich lese mich gerade hier ein. Macht es denn evtl auch Sinn bei einem 0w40 öl zu bleiben oder sind die vorteile des 5w40 ravenol entscheidend besser?

    habe zwei Fragen:
    1. Wie gefällt Ihnen die Umstellung von Viskosität 30 auf 40?
    2. Bedauern Sie, dass Sie es nicht früher geändert haben, beispielsweise als das Auto 100.000 km erreicht hat?

    1. Ich habe kein Unterschied festgestellt, hoffe jedoch einfach, dass es meinen Motor ein wenig mehr schützt. Bzw. dass ich bei reichlich Öltemperatur mehr Schutz habe.

    2. Ich habe das Auto mit 123 tkm gekauft. Wenn es tatsächlich Sinnvoll ist, ein 0w40 statt einem 5w30 zu verwenden, dann wäre es natürlich auch sinnvoll gewesen, auf dieses Öl sofort beim Kauf zu wechseln.

    Bekannter fährt seit Ende Sommer das Penrite Enviro+ 10W-40 (Full Synthetic)
    Auto läuft damit sehr gut. Alltags Fahrprofil ist 2x25km am Tag.

    Ich bin zwar noch nicht so bewandert wie Ihr auf dem Gebiet Öl (deshalb ja auch die Anmeldung hier), aber ich habe mich entschieden ein 0er öl statt einem 5er zu verwenden, da ich ja mein auto mindestens 2 mal am tag kalt starte und mir so erhoffe, dass das öl schneller die Lager erreicht. Entsprechend denke ich, dass es keinen Sinn für mich macht ein 10er Ölk zu nutzen.
    Kann natürlich auch sein, dass ich gerade Schwachsinn erzähle. xD

  • Ein 0W-40 ist generell im Bereich NOACK, Risiko der Verkokung durch ViV und Viskositätsabfall unter Scherung im Nachteil. Vorteile spielen diese Öle bei sehr tiefen zweistelligen Minustemperaturen aus. Für hohe Öltemperaturen im Sommer die denkbar schlechteste Viskosität.

    Gruß Julian

  • @BMWE36

    Sorry für die dummen Fragen.
    Was bedeutet NOACK? Was ist ViV?
    Aber für mich (der keine Ahnung hat) sieht es so aus als ob ein 10w40 einfach nur bei niedriger Temperaturen dicker ist als ein 0w40 aber bei hohen Temperaturen die gleiche performance hat. Warum ist das 10er dann trotzdem besser? (Ich zweifele deinen Rat nicht an, mich interessiert es nur, weil ich hier auch ein bisschen was lernen will)

  • NOACK bedeutet Verdampfungsverlust, geringerer Wert = besser

    Dieser Wert ist aber m.M.n. nur relevant wenn man Ölverbrauch hat und diesen reduzieren will, mein Motor verbraucht kein Öl, entsprechend ist mir der NOACK prinzipiell erstmal nicht so wichtig (deutet nur auf vernünftiges Öl hin).

    ViV = Viskositätsverbesserer, um aus einem 0er Öl ein 40er Öl zu machen, entsprechend hat das 10er Öl weniger davon. Nachteil dieser ViV ist, dass sie mit der Zeit abbauen und der Motor schneller zum "verschlammen/verlacken" neigt, solange man die Intervalle nicht ausreizt aber m.M.n. egal.

    Also, in der Theorie bietet ein 0er Öl eine schnellere Durchölung und in der Theorie ist ein 10er Öl langzeitstabiler, da es nicht so viele ViV hat.

  • Dieses SAPS beschreibt die entstehende Sulfatasche durch Inhaltsstoffe des Basisöls sowie Additive bei der Verbrennung.
    Wenn also Öl an den Kolbenringen vorbei wandert und im Brennraum mit verbrannt wird, gelangt es in die Abgasanlage. Und je nachdem wie viel Sulfatasche ein Öl bei der Verbrennung produziert, ist dies bei Fahrzeugen mit DPF/OPF/RPF zu beachten.

    Wir unterschieden grob zwischen fullSAPS und mid/lowSAPS. Alles weitere zeigen die Datenblätter und/oder Analysen.

    In der Öl-Fachkunde steht das auch alles drin.
    Nehme Dir aber viel Zeit + die Ruhe und versuche nicht alle Infos mit einem Mal aufzunehmen. Das wird nicht funktionieren.
    Die Öl-Thematik ist zu komplex und es benötig Zeit sowie die einfache Beobachtung, um Verbindungen sowie Gesamtbilder erkennen zu können.

    Stück für Stück, und es wird. :smile2:

    PS: vermeide bitte Vollzitate. Eine kleine Info findest Du dort - Zitieren und Zitate verwalten

  • Keine Angst vor einem 10W-40 ;)
    Man meint immer, es sei sooo ein dickes Öl aber vergleicht man unsere Analysen, wird man feststellen, dass es beim ein oder anderen Öl nicht sehr viel Unterschied zu einem 5W-40 gibt.
    Beim RAVENOL EURO VI Truck SAE 10W-40 hast du natürlich ein sehr starkes Additiv Paket onboard und es fällt für ein 10W-40 eigentlich nicht so dick aus, zudem ist es sehr Preiswert i CL unseren Forenrabatt beim Ravenolshop zu bekommen :zwinker:

  • Braucht er denn überhaupt ein Öl mit 40er Visko?

    Laut Fahrprofil auf der Autobahn 130, das ist bei einem 3.0 TDI fast Standgas. Da wird er viel eher Probleme mit Verkokung vom AGR und Saugrohrklappen und Ventilen kämpfen.

    Finde er braucht ein Öl mit möglichst wenig Reibung und low SAPS

    Habe als Alltagsauto einen A4 B7 3.0 TDI und der hat mit 350.000km als einziger im Bekanntenkreis keine Probleme mit Verkokung und läuft wie geschmiert.
    Nur bei mir heißt es auf der Autobahn, Vollgas.

    Diese Motoren sind sehr robust und jeder Motor freut sich wenn er nicht nur gestreichelt wird.

    ------------------------------------------------------------------------

    Audi TTRS 8J Ravenol 5W40 RUP
    Audi S4 B8 Ravenol 5W40 VST
    Audi RS4 B9 Mobil1 0W40 X4
    Audi Q2 1.6 TDI Liqui Molly 5W30 TopTec
    VW Transporter T5 1.9 TDi Liqui Molly 5W30 TopTec

    Longlifeintervalle? Was ist das für ein Quatsch? :nee:

  • Leute mit der geringsten Durchschnittsgeschwindigkeit haben meistens die größten Probleme mit Verkokungen. Bei Vollgas ist die AGR geschlossen. ;)

    Wenn aller 5-10.000km eingehalten wird sehe ich keinen Grund von einem 5W30 wie das Mobil ESP abzuweichen. Die Viskosität ist das eine, aber durch Kraftstoffeintrag kommt es immer zur Polymerisation.

  • Ich bin mir sogar fast sicher das die berühmten Ölabstreifringproblematik bei den TFSI Motoren von wenig Vollast in Verbindung mit viel Kurzstrecke und extrem Longlife Intervallen verstärkt oder sogar verursacht wird.

    Sorry für Offtopic.

    Sehe es auch so, ein gutes 5W30 sollte ausreichen. Vorallem bei viel Langstrecke und gemütlichem Fahrprofil. Gibt es überhaupt Spriteintrag bei viel Langstrecke?
    Solange die Injektoren ok sind.

    Also ich kann in Sachen hoher Laufleistung und Langstrecke nichts gegen das Liqui Molly Top Tec 4200 sagen. Habe zwar keine Ölanalyse, aber 3 Autos in der Familie mit weit über 300tkm und V6 TDI Motor.

    Vermute aber auch das das Mobil ESP sogar besser von den Additiven sein könnte

    ------------------------------------------------------------------------

    Audi TTRS 8J Ravenol 5W40 RUP
    Audi S4 B8 Ravenol 5W40 VST
    Audi RS4 B9 Mobil1 0W40 X4
    Audi Q2 1.6 TDI Liqui Molly 5W30 TopTec
    VW Transporter T5 1.9 TDi Liqui Molly 5W30 TopTec

    Longlifeintervalle? Was ist das für ein Quatsch? :nee:

  • Ist auch ein Mobil 1 5W-50 FS X1 in diesen motor zu verwenden? Hat auch eine freigabe von BMW - High performance diesel öl...

    Porsche Cayenne 958 4.8 Turbo - Ravenol RRS 5W-50 im Winter / Ravenol RSE 10W-50 im Sommer

    BMW X3 E83 3.0d DPF - Ravenol NDT 5W-40