Ölberatung: Noch ein MINI mit N18 - 2011er Countryman S R60

  • 1. Autohersteller, Model, Baujahr: MINI Countryman R60; 2011
    2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: 184PS
    3. Öl-Volumen des Motors: ca. 4.2L
    4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: Alltag, 2x pro Tag 18km Arbeitsweg, hin und wieder kurzstrecke max. 2km, selten Strecken über 50km
    5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden): im Schnitt bei 40-45 km/h
    6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: 1x pro Jahr oder 10-12.000 km
    7. Laufleistung pro Jahr: 12-15.000 km
    8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): ca 84.000 km
    9. Bisher genutztes Öl: Auto ist "frisch" gekauft. Auto ist Lückenlos bei MINI gewartet, vermutlich das LL01
    10. Ölverbrauch ml/1.000Km: ca 200 ml auf 1.000 km
    11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: keine Anzeige vorhanden
    12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: Euro5
    13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten: BMW LL-01
    14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: keine
    15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: nein/nein
    16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: aktuell eine oberflächliche Undichtigkeit an der Kabeldurchführung Magnetsteller Ölpumpe
    17. Eingeplantes Budget: bis max 10€/Liter
    18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? Pitting an der Nockenwelle (laut einigen befreunteten BMW-Meister durchaus normal??) wenn ich zu ruhig fahre hin und wieder Ablagerung am Öldeckel

    Ich habe das Auto Anfang Dezember gekauft (von Privat) seither in der "Kennenlernphase"
    Die Wartungen wurden durchgehend bei MINI durchgeführt, und der Ölwechsel eigentlich in eher akzeptablen Abständen (bis auf den ersten Ölwechsel)..
    13.02.12 bei 22.109 km
    08.01.13 bei 31.178 km
    05.01.15 bei 47.858 km
    02.01.17 bei 63.052 km
    05.10.18 bei 74.420 km

    aktuelle LL beträgt wie schon erwähnt 84.000 km, daher ist ein Ölwechsel fällig..
    wenn man den km-Stand mit den Daten zusammen betrachtet,lässt auf ein extremes Kurzstreckenfahrzeug schließen..

    Das Pitting auf der Nockenwelle ist sichtlich sehr ausgeprägt, aber man fühlt nichts, auch nicht mit dem Fingernagel..
    Mir war sowas nicht bekannt bis dahin, und habe auch beim Kauf nicht wirklich darauf geachtet,,
    Anfänglich hätte ich das Auto deswegen auch fast wieder weiterverkauft, aber einige BMW-Meister-Freunde meinten, es wäre durchaus normal..
    zwar nicht schön anzusehen, aber auch nicht negativ.
    die letzten 2.000 km konnte ich keine Verschlechterung des Pitting feststellen.

    Der MINI war die ersten Jahre mit deutscher Zulassung (MI-NI XXX) in Schweiz ein Aussteller und Vorführwagen..

    Der Motor hat leichten Ölverlust am Magnetventil (leider eine Krankheit beim N18)
    -> wir behoben, sobald das Wetter einigermaßen wärmer wird
    Auch Ölverbrauch vorhanden, bisher geschätzt 200ml auf 1ooo km..
    Fahre eher vorausschauend, bei Langstrecke selten über 140km/h.. hin und wieder aber "sehr zügiges Anfahren" an der Ampel :D

    beim Vorgänger-MINI (Cooper R50 mit JCW-Soundkit und der JCW-Software) bin ich immer mit Liqui Moly 1137 Longtime High Tech Motoröl 5W-30 gefahren, war auch sehr zufrieden damit.. Ölverbrauch lag bei ca 500 ml auf 3000 km, je nach Fahrweise..
    dem R60 möchte ich natürlich auch was Gutes tun, daher hätte ich gerne eine Empfehlung..
    der Wechsel soll alle 10-12.000 km erfolgen, was bei mir ca 1x im Jahr wäre..
    ich habe viel gelesen bisher, einiges verstehe ich noch nicht ganz, aber ich bin lernfähig, daher lese ich weiter :D

    bisher habe ich für meinen Motor folgende Öle als "geeignet" filtern können
    *Ravenol VST 5W40 - LL01
    Ravenol Super Synthetik SSL 0W-40
    *ROWE Hightec Synth RS 5W40
    Aral Super Tronic 0w-40
    Shell Helix Ultra Professional AM-L 5W-30

    wovon die beiden Öle mit * eher empfohlen werden.

    In Anbetracht auf die Nockenwelle, welches Öl würdet ihr empfehlen, und evtl. auch Additive mit ZDDP dazu? Wobei mir aber durch maximal 20 km im Alltag die Temperatur und der Druck wahrscheinlich fehlt..


    Vielen Dank vorab
    Gökhan

  • Die Nocken sehen aber übel aus 8|

    Wir haben hier noch einen Mini-Fahrer mit ähnlichen Nocken... der war auch sehr besorgt, allerdings habe ich nicht mitbekommen dass das schlussendlich wirklich zum Problem geführt hat (am besten mal die Suche bemühen).

    Habe hier den "gleichen" Motor, nur ohne Turbo/DI (EP6 aus dem PSA/BMW Joint Venture), der hat das nicht :überleg:
    Edit:
    Wobei der auch ne Valvetronic hat... deiner auch?

  • So sehen meine Nocken aus mit 113'000km. So sagen sie auch bei 90'000km aus. Keine Riefen spürbar. Mein Schrauber meint, alles i. O. Ich habe auf 10W-40 Gulf Competition umgeölt, jetzt mit 15W-50 Mischung. Ich mache mir keine Sorgen. Ich habe auch mit diesem Öl keinen spürbaren Ölverbrauch. Ich fahre ordentlich Leistung, im Alltag Kurzstrecke und ab und zu Vollgaswochenenden in DE mit 200 bis 500 Vollgas Autobahn oder Ausfahrten.

    Ist Mini R56 JCW GP2 mit N18 Maschine.

    Gruss
    Ronald

  • BMW wird sicherlich seit eh und je in dem Fahrzeug ein LL04 eingefüllt haben. Intervalle waren sicherlich nicht verkehrt, der Vorbesitzer wird aber dennoch kein allzu schönes Fahrprofil gefahren sein, Verschmutzung im Ventiltrieb sind schon recht ordentlich.

    Wenn auch nicht allzu schön, würde ich mir um die Nocken keine allzu großen Sorgen machen, solange der Motor ruhig läuft und die Nockenwellenverstellung im Soll ist. Damit fahren zahlreiche Minis umher - wenn auch die Nocken von nicki-nitro im Vergleich noch sehr gut ausschauen.

    Wende eine Spülung an, fahre im Anschluss ein kurzes Intervall und verwende anschließend ein etwas dickeres Öl. Ein Öl mit Ester hilft bei der Reinigung, ich werde nun im Frühjahr auf das Ravenol RCS wechseln. VST/RUP haben sich grundsätzlich auch ganz ordentlich in dem Motor geschlagen. Lasse außerdem mal den Kettenspanner/die Kettenlängung prüfen.

  • RtRensen, was hat Modernität mit einem passenden Öl zu tun?
    Überhaupt, was sagt eine Moderne aus? Altes kann mit Mal modern sein/werden.

    Es gibt verschiedene Additiv-Pakete, klassische, und neuere.
    Nun gilt es einfach dem Motor entsprechend zu empfehlen, und nicht was "modern" ist, weil aktuell viele in eine Richtung gehen.

    Für einen Sommer-Intervall sehe ich das Amsoil Pre. Pro. 10W-40 mit seinem sehr klassischen Add-Paket als Maßnahme an. Es enthält ordentlich ZDDP für die Nockenwelle, und Kalzium ist entsprechend höher, da konkurierend.

    Wo genau liegt fachlich gesehen der Haken bei dieser Öl-Empfehlung?

  • Hab ich doch gesagt. :)

    Kalzium kann LSPI fördern (und davon hat es reichlich), außerdem hat das Öl kein Molybdän, welches evtl. LSPI gegensteuern könnte.
    Zudem sind fast 1,5 % Sulfatasche für einen Direkteinspritzer nicht zeitgemäß.

    LSPI sehe ich zwar grundsätzlich weniger kritisch, wenn vernünftige Ölintervalle, vernünftiges Fahrprofil ohne viel Kraftstoffeintrag und Fahren mit qualitativem Sprit, außerdem wenig Ölverbrauch vorhanden ist. Dennoch, das Öl hat das ganze Programm, was LSPI und Verkokung fördern kann. Da schaue ich nicht nur auf den einen Wert ZDDP.

  • vielen Dank für die Antworten.. :)

    Wende eine Spülung an, fahre im Anschluss ein kurzes Intervall und verwende anschließend ein etwas dickeres Öl. Ein Öl mit Ester hilft bei der Reinigung, ich werde nun im Frühjahr auf das Ravenol RCS wechseln. VST/RUP haben sich grundsätzlich auch ganz ordentlich in dem Motor geschlagen. Lasse außerdem mal den Kettenspanner/die Kettenlängung prüfen.

    die Themen von Nicki-Nitro und dir kenne ich bereits, waren beide sehr interessant..

    Hast du ein Tip für mich bzgl Spülung, Öl für das kurze Intervall und und dem Folge-Öl?

    Da ein Ölwechsel eh ansteht, biete sich das gerade sehr gut an.. kurzes Intervall evtl bis Mai-Jubi, das wären ca 5.000km..
    Dann im Anschluss direkt das endgültige Öl..

    Dann eine Frage bzgl. der Restölmenge im Motor.. der Ölablass liegt liegt optimal, Aussagen mancher N18-Fahrer nach sollen 250-300ml immer in der Ölwanne zurückbleiben..
    A) kann man / soll man das Öl absaugen, und erwischt damit alles?
    B) einfach drin lassen, so wie es ist, wird schon nix passieren?

    PS: Die Prüfung der Kettenlängung steht auch mit auf der Agenda

  • Ich habe damals bei meinem die Lambda-Ölspülung angewandt, hat auch bei vorherigen Autos immer wieder gut funktioniert. Zwischenzeitlich würde ich jedoch auch einmal auf die XADO Spülung setzen, wenn es denn nötig wäre. Im Anschluss ein kurzes Intervall plus anschließend regelmäßige Ölwechsel (jährlich bei Deiner Fahrleistung). Wenn Du es tatsächlich schaffst den Ölrest in der Wanne abzusaugen gut, wenn nicht, dann halt nicht. Deswegen würde ich mich nicht verrückt machen.

    Öltipps habe ich oben bereits gegeben, VST und RUP haben beide bei mir gut funktioniert. Aufgrund der filigranen Kette würde ich persönlich aber eher zu einem dickeren Öl tendieren. Wenn ich den Wagen in einem Jahr noch habe, dann werde ich auch vom RCS eine GÖA durchführen.