Ölberatung für ein BMW 335i/ Alpina B3S N54 BiTurbo

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    • Ölberatung für ein BMW 335i/ Alpina B3S N54 BiTurbo

      :moin:

      1. Autohersteller, Model, Baujahr:
      Alpina B3S Coupe Bj. 2011

      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung:
      Benzin 3,0 R6 400PS N54 BiTurbo


      3. Öl-Volumen des Motors:
      6,5 + 0,7 L für Ölkühlerkreislauf (vermutlich)

      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke:
      Montag - Freitag 20 km täglich Kurzstrecke(Stuttagt=Stau) Öl Temp 80-90°
      Langstrecke Wochenendpendler 400-500 km mit Vollgasfahrten bis 300 km/h Dailyfahrzeug (Sommer +40° Stuttgart + Winter -10° Allgäu)

      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden):
      69 km/h

      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle:
      Jährlich

      7. Laufleistung pro Jahr:
      25.000+-

      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand):
      138.411

      9. Bisher genutztes Öl:
      seit April 2019 bei 124.000 km 0W-40 New Life Mobile 1 aus dem Abfülljahr 2016
      bis April 5W-30 BMW Öl

      10. Ölverbrauch ml/1.000Km:
      0W-40 New Life 100ml/1000km
      5W-30 BMW 300ml/1000km

      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht:
      Kurzstrecke 80°, Langstrecke 120° New Life / 130° BMW Öl welches dann wieder auf 100°- 110° fällt bei gemächlicher Fahrweise :P

      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung:
      Euro 5

      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten:
      BMW LL01 oder LL04, 0W30 Castrol SLX 98OZ Super Plus Vorgeschrieben


      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche:
      Turbolader bei 100k Neu.

      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant:
      Alpina Serie mit 400PS gesteigert zum Serien N54 mit 306 PS, durch Absagsseitige-Änderungen + Software, Pleul, Öhlkühler etc.

      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.:
      0W-40 Standgeräusch Motor (klackern) lauter

      17. Eingeplantes Budget:
      offen

      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar?
      Verschmutzung nein, Verbrennung ja.

      Zu meiner Frage:

      Weiterhin 0W-40 Mobil 1 New Life Restbestände kaufen oder auf ein anderes Öl passend zu meinem Fahrprofil/Fahrzeug wechseln.

      Ich würde auch mal zu einem anderen LL01, wechseln wollen, Budget für das Öl 2rangig.

      ( Redline / Ravenol mal durch die Suche aufgeschnappt )

      Ziel: Kaltstart-Verschleiß reduktion, Verkorkung an DI durch Rußanteile im Öl reduzieren. Optional: Sorglos 7000 U/min fahren :bik2:


      Danke und tolles Forum :) :check:

      The post was edited 7 times, last by StuttgarterB3S ().

    • Hallo und Willkommen :hello:

      also jährlicher Wechsel wird bei der Laufleistung nicht machbar sein, da ist das Öl schon bei etwas über der Hälfte komplett fertig. Guter Richtwert sind 250 Betriebsstunden, du bis bei >360Std mit jährlichem Wechsel. Ölverdünnung durch Sprit wird bei dir eher weniger ein Thema sein, die "Kurzstrecken" gehen ja noch und im Sommer sind 20km ne ganz normale Strecke, aber bei den Öltemperaturen bei deinen Bahnfahrten von >120°C altert das Öl auch thermisch (oxidiert) schneller, daher auf jedem Fall mindestens halbjährlich wechseln.

      Damit wären wir beim Thema, bei Öltemperaturen von >120°C trotz Ölkühler brauchst du Schutz für deine Lager, meine Empfehlung daher ein starkes Vollsynthetik Öl mit 10W40 Viskosität mit HTHS >4. Durch das dickere Basisöl und eine Hohe Heißviskostät und damit hohen HTHS (High Temperature High Shear, gemessen bei 150°C) hast du auch bei höheren Temperaturen noch ausreichenden Schutz im Bereich Gleitlager (Pleuellager sind bei BMW leider ein Thema). Auch ist das Öl resistent gegenüber Abbau durch geschädigte Polymere bzw. enthält idR keine Viskositätsverbesserer und baut außer durch Verdünnung durch Sprit etc. über das Intervall kaum ab.

      Ölverbrauch ist gering, bzw. für die hohen Temperaturen und Belastung absolut normal.

      Wenn durch eventuelle Kulanz (Turbolader) an die LL-01 gebunden bist dann mindestens das VST 5W40 mit HTHS 3,9. Aber ich würde wohl drauf pfeifen und ein 10W40 fahren. Da gibt es das Gulf Competition, das Motul 300V Chrono oder das Penrite Racing Tenths, Redline etc.

      Dann brauchst du bei 7000 auf der Bahn kein schlechtes Gewissen zu haben :thumbup:

      P.S. Durch den hohen Esteranteil könnte die Temperatur bei den Ölen sogar noch um 2-3°C sinken und damit für weitere Reserven sorgen.

      Gruß

      Karsten
    • StuttgarterB3S wrote:

      Optional: Sorglos 7000 U/min fahren
      ;)


      Quelle: newtis.info/tisv2/a/de/e82-m-c…gine/11-00-engine/6HkYbso

      Der M 235i Racing ist ja nicht zum Spaß auf 6500 U/min begrenzt.

      BTT:

      Wenn LL01 dann bin ich voll bei @53Fatman und dem VST.

      Ansonsten könnte das Ravenol RCS auch was sein. (HTHS >4,2)
      BMW M135i LCI RWD (N55) :rav: SSL 0W40
      Astra H Innovation 1.8 (Z18XER) :kroon: Poly Tech 5W-40 (F17) :ams: Manual Transmission& Transaxle Gear Lube
      Golf 4 TDI (ALH) :rav: NDT 5w-40

      meine GÖA
    • Die ACEA Spezifikation gibt einen Minimum Wert von 3,5mPas vor. Für eine genaue Angabe muss man ins Datenblatt der Hersteller schauen oder eine Analyse machen lassen. Die den meisten Herstellern von vollsynthetischen 10W40ern ist dieser zum Glück angegeben, bei dieser Ölart darf man aber von >4 ausgehen.

      Die Redline Öle sind sehr gut, aber ich sehe die anderen genannten Öle als nicht schlechter an, ich persönlich finde das Preis/Leistungsverhältnis passt, trotz den mit am höchsten Esteranteilen, nicht mehr. Bei uns liegt das um 20€ der Liter, in den USA bei etwas über der Hälfte, das ist dann ok.

      Bei Ravenol wäre das RCS auch meine erste Wahl. Damit ist man dann auch im tiefsten Winter noch save.
    • 53Fatman wrote:

      Bei Ravenol wäre das RCS auch meine erste Wahl. Damit ist man dann auch im tiefsten Winter noch save.
      Okay danke dir.
      Das Ravenol als RCS wäre dann aber ein 5W-40, richtig?

      Wenn ich mein Fahrerprofil ein wenig korrigieren würde, die Kurzstrecke sich auf 10 km verkürzt, wäre die Empfehlung die gleiche Stichwort "Spriteintrag/Ölverdünnung". (Nach wie vor Winterbetrieb)

      Ist dieser Vergleich ein "Äpfel mit Birnen" oder kann ich diesen Vergleich, Visko Unabhängig machen, da ein 5W/10W meinem Profil entsprächen?
      Bedingung HTHS > 3,9 mPas

      Ravenol RCS 5W40 HTHS=4,1 NOACK=5,7 TBN=10,1 VI= 168

      Redline 5W40 HTHS=4,4 NOACK=6 TBN=9,81 VI= 174

      Redline 10W40 HTHS=4,4 NOACK=6 TBN= ? VI=164

      Gulf Comp. 5W40 HTHS=4,38 NOACK=8,9 TBN=10,8 VI=168
    • Der VI und die TBN sind vernachlässigbar, kannst Du beiseite lassen.

      Ziel ist es, einen möglichst hohen HTHS bei nicht übermäßig hoher Heißviskosität zu bekommen, um den Volumenstrom zur Kühlung nicht abzusenken. Ein 50er kann daher kontraproduktiv sein.

      Deine Daten sind übrigens vom Gulf Comp. 10W-, nicht 5W-40.

      Du kannst einfach nach dem Preis und Hersteller-Sympathie entscheiden.

      Dünneres Basisöl:
      Ravenol RCS 5W-40
      Redline 5W-40
      Kroon-Oil Poly Tech 5W-40
      Motul 300V Power 5w-40

      Dickeres Basisöl:
      Redline 10W-40
      Gulf Comp. 10W-40
      Motul 300V Chrono 10W-40
      Penrite Racing 10 10W-40

      Fährst Du Deinen Alpina 3er ganzjährig? Wenn ja, in welcher Region wohnst Du, bzw. wie kalt wird es im Winter bei Dir?
      Wenn nein, ganz klar eines der 10W-40er wählen.
    • Tequila009 wrote:

      Der VI und die TBN sind vernachlässigbar, kannst Du beiseite lassen..............
      Vorab auch ein Danke nochmals.


      Ziel ist es, einen möglichst hohen HTHS bei nicht übermäßig hoher Heißviskosität zu bekommen, um den Volumenstrom zur Kühlung nicht abzusenken. Ein 50er kann daher kontraproduktiv sein.
      Genau für solche Antworten gefällt mir dieses Forum :), klingt einleuchtend.

      Deine Daten sind übrigens vom Gulf Comp. 10W-, nicht 5W-40.
      Hab mich wohl verguckt, ich frage mich ob hier jemand sich die mühe gemacht hat um ein Excel mit Makro zu schreiben, so dass man über ein einfaches Dropdown die Chemischen/Physikalischen Werte "vergleichen" kann. Falls nein könnte ich mal da eine Datensammlung machen falls ich da nicht gegen Urheberrechte und co Verstoße.

      Muss mir halt das pro Kategorie zusammen suchen.


      Du kannst einfach nach dem Preis und Hersteller-Sympathie entscheiden.
      Dünneres Basisöl: Ravenol RCS 5W-40 Redline 5W-40 Kroon-Oil Poly Tech 5W-40 Motul 300V Power 5w-40

      Dickeres Basisöl:
      Redline 10W-40 Gulf Comp. 10W-40 Motul 300V Chrono 10W-40 Penrite Racing 10 10W-40
      Fährst Du Deinen Alpina 3er ganzjährig? Wenn ja, in welcher Region wohnst Du, bzw. wie kalt wird es im Winter bei Dir?
      Wenn nein, ganz klar eines der 10W-40er wählen.

      Ja ich fahre den Alpina ganzjähig, zwischen Stuttgart und Bodensee, wobei im Allgäu Temperaturen im Winter bis maximal minus 10-15° fallen können.

      Vielleicht eine etwas vorweg, da ich davon überzeugt wurde :thumbsup: , den serv von 1x Jährlich 25.000 km auf 2x jährlich zu erhöhen.


      Könnte ich doch auch wie folgt vorgehen (vielleicht ein hirngespinst :überleg: :(
      "Winteröl" Oktober- April ein Dünneres Basisöl mit 5W-40 und "Sommeröl" April-Oktober ein Dickeres 10W-40 nehmen.


      Und um das noch weiter runter zu brechen/ zu verfeinern das "Winteröl" ( Ravenol RCS 5W-40 Redline 5W-40 Kroon-Oil Poly Tech 5W-40 Motul 300V Power 5w-40) mit "besseren wintereigenschaften" und das "Sommeröl" mit besseren "Sommereigenschaften" zu wählen.


      z.B: Redline 5W-40 im Winter weil Bestandteile X positiv sind und Gulf Comp 10W-40 im Sommer weil Bestandteile X im Sommer positiver sind.


      Mit der Annahme das Fahrprofil bleibt gleich nur die Geschwindigkeit im Winter ist reduziert, wäre doch dann rein Statistisch gesehen die "idealste" Verteilung, oder nicht? :)

      The post was edited 1 time, last by StuttgarterB3S ().

    • Jep, mit Winter- und Sommeröl wäre es top.

      10W im Sommer, und 5W im Winter, nicht umgekehrt. :yes:
      Da kannst Du Dir einfach je eines aussuchen.

      PS: Du brauchst meine Texte nicht komplett zu kopieren, da die Zusammenhänge in der fortlaufenden Besprechung ja klar ersichtlich sind.
    • Jörg, so sehr ich das Poly Tech mag, aufgrund seiner einzigartigen Basisölmischung, in dem Anwendungsfall wäre mir es zu schwach. Auch wenn alles 5W Basisöle sind, vom HTHS Wert spielt die Konkurrenz in einer ganz anderen Liga. Das Poly Tech liegt mit 3,67 im ganz normalen Bereich aller möglichen 0W40 und 5W40 Öle. Das 300V Power hat immerhin 4,1 das RCS 4,26 und das Redline noch mehr. Schade das es das 10W40 Poly Tech nicht mehr gibt :(

      P.S. Auch wenn alle Öle mischbar sind und es kein Problem ist dauernd die Zusammensetzung zu ändern würde ich wohl wenn ich die SAE Klasse Sommer/Winter wechsel einen Hersteller mit immer gleichem Additivpaket bevorzugen. Leider ist Gulf da im Moment raus bis das mit dem Addtivpaket beim 5W40 geklärt ist. Bei Motul wären mir das Power und Chrono mit 4,1 und 4,2 zu nah bei einander das es sich in meinen Augen lohnen würde. Ich würde wohl entweder wenn ich Angst hätte mit dem Wagen mal bei -20°C oder mehr fahren zu müssen das RCS einfach ganzjährig fahren oder direkt die genannten 10W40er das ganze Jahr. Wie man ja hier sieht, über -15°C lacht ein 10W Öl.

      Gruß

      Karsten
    • StuttgarterB3S wrote:

      ich frage mich ob hier jemand sich die mühe gemacht hat um ein Excel mit Marko zu schreiben, so dass man über ein einfaches Dropdown die Chemischen/Physikalischen Werte "vergleichen" kann. Falls nein könnte ich mal da eine Datensammlung machen falls ich da nicht gegen Urheberrechte und co Verstoße.

      Ich fände das richtig klasse, wenn Du da eine frei sortierbare Excel Liste zusammenbasteln würdest. Allein schon das ausblenden von Ölen, die nicht in die gewünschten Parameter fallen, würde die erste Vorauswahl schon erheblich vereinfachen. Die vorhanden PDF Listen sind etwas sperrig und unhandlich.


      Frage dafür mal einen der Admins
      @Tequila009
      oil-club.de/index.php?user/2-andy/
    • Hi.
      Ich habe mal so eine angefangene Liste weitergeführt, allerdings ohne Makros. Dafür (Excel) bin ich schlichtweg zu doof.

      Lasse ich dir gerne mal zukommen. Dann schaust mal, ob man die noch mit wenig Aufwand ummodeln kann oder nicht.

      Schicker Wagen und bis bald mal in der Alpina-Bodenseegruppe :thumbup:
    • @touri normi: danke für die Excel, werd es mir mal die Tage ansehen und was zusammen basteln.
      @fatman53/tequilla009: vielen Danke für euer Wissen.

      Ich würde zu meiner Ölberatung eine abschließende Frage in den Raum werfen.
      Eines dieser 5W-40 Öl werden ich nehmen, ja nach Verfügbarkeit.
      Da ich die Öle zuvor 30k km gefahren habe, würde ich eine "kurzzeitig" Motorspülung vor dem wechsel machen, diese mit einem "günstigsten" 5w-40 ausspülen 30 min.
      Und dann das Ziel-Öl Redline 5w 40 einfüllen. Macht das Sinn?

      Die Frage kann ich dem Redline noch Additive beigeben ?
      Wenn ja welche?

      Oder braucht es das bei Redline nicht und ich zerstöre die Hormonie dieses Öles?

      Ich dachte da an
      Hydro Additive
      Dichtungspflege wie z. B Lecwec
      Ceratec etc..



      Danke
    • StuttgarterB3S wrote:

      Und dann das Ziel Öl Redline 5w 40 einfüllen.


      Die Frage kann ich dem Redline noch Additive beigeben ?
      Gegenfrage:

      Wozu das RedLine wenn du ein Additiv verwenden willst? :überleg:
      Ich mein, ich bin eh kein Fan von Additiven die zum Motoröl hinzugegeben werden, dann braucht es kein RedLine für den Preis und dem Additivpaket/Grundöl sein...

      Das RedLine (oder ein anderes Öl) braucht kein Additiv...
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      Ich persönlich würde dann eher das Ravenol RCS fahren und das Intervall weiter reduzieren, das bringt in meinen Augen mehr als das Redline. >20€/L ist in meinen Augen kein Motoröl wert.

      P.S. Es spricht nichts gegen das Redline, ein super Öl, für den Preis wie in den Staaten würde ich es auch fahren. Zusatzadditive würde ich auch nicht nehmen, in meinen Augen bei den genannten Ölen nicht nötig.

      Gruß

      Karsten