Mercedes Benz S204 Bj. 2011, OM 651, C250CDI BlueEfficiency, Langstrecke/moderate Fahrweise

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    • Mercedes Benz S204 Bj. 2011, OM 651, C250CDI BlueEfficiency, Langstrecke/moderate Fahrweise

      1. Autohersteller, Model, Baujahr: Mercedes Benz S204, C250CDI BlueEfficiency, Bj. 10/2011 (Mopf, Modelljahr 2012)
      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: Diesel OM651.911 DE 22 LA, 2143 cm³, 204 PS
      3. Öl-Volumen des Motors: 6,5l
      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: 80% Autobahn (meist Strecken mit 250km oder mehr; idR Tempomat 130 km/h); Rest Überland und Stadt (1-2x die Woche Stadtverkehr zum Einkaufen etc., wobei ich meistens eine kleine Extrarunde über Land von ca. 20km drehe, um Ultra-Kurzstrecke zu vermeiden); generell defensive Fahrweise ohne Vollast-Orgien; erster Handgriff nach Motorstart: Start-Stopp deaktivieren; ich achte immer auf warm- und kaltfahren; Spritmonitor-Profil
      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden): 74 km/h (über die letzten 36899km bzw. 500:12 Betriebsstunden)
      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: 1x/Jahr (meist November, würde angesichts Gesamtlaufleistung ggf. aber auch einen zusätzlichen Wechsel im Mai einschieben)
      7. Laufleistung pro Jahr: ca. 20tkm
      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): fast 170tkm
      9. Bisher genutztes Öl: Mobil 1 ESP x3 0W-40
      10. Ölverbrauch ml/1.000Km: allenfalls gering (Bordcomputer hat noch nie Nachschub verlangt)
      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: idR zwischen ca. 90 und 110 °C je nach Last (wird beim Fahren regelmäßig abgelesen über Mercedes me App/OBD-Adapter - keine Ahnung, wie genau das ist)
      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: Euro 5 mit DPF
      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten: MB 229.51/229.52
      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: Garantie nicht mehr, würde mir aber gern zumindest die Option auf Kulanz aufrecht erhalten (bisher durchgehend scheckheftgepflegt bei MB)
      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: nein
      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: nein
      17. Eingeplantes Budget: eher unwichtig
      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? nicht für mein laienhaftes Auge


      Hallöchen in die Runde,

      ich bin neu hier und habe hier im Forum schon sehr viel geballtes Wissen gesehen und gelesen. Respekt an die beeindruckende Fachtiefe der Community! Ich finde, dass hier auch gut moderiert wird und generell der Ton (der ja bekanntlich auch die Musik macht) echt sachlich und vernünftig ist, was ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Ich selbst bin nicht vom Fach und wäre daher dankbar dafür, wenn Ihr mir ein paar Denkanstöße geben könntet, für meinen Ölbrenner und mein Anforderungsprofil möglichst faktenbasiert ein gut passendes Öl zu finden (glaubensbasiert wird man ja bei Motortalk und Co. hinreichend "versorgt"). Kurz vor mir hat jemand für ein sehr ähnliches Fahrzeug angefragt, allerdings unterscheidet sich mein Fahrverhalten doch relativ stark davon.

      Bisher ist der Motor durchgehend mit dem o.g. Öl bzw. der Vorgängerversion befüllt worden. Generell würde ich das auch weiter fahren, mich nervt allerdings, dass aktuell das Öl in der neuen Version "x3" nirgends mit auf dem Gebinde aufgedruckter MB-Freigabe zu bekommen ist (obwohl laut BeVo-Blatt freigegeben, auch Mobil 1/Exxon hat es mir bestätigt - aber erzähl' das mal dem Meister vor Ort...). Auf der Suche nach einer Alternative - andere 0W-40 mit Freigabe 229.52 gibt es laut BeVo bislang nicht - habe ich mich dann gefragt, ob es bei meinem Anforderungsprofil überhaupt 0W-40 sein muss, oder ob auch 0W-30 reicht oder sogar 5W-30. Und ob statt der (neueren, "ascheärmeren") Freigabe 229.52 auch die ältere 229.51 reicht. Ich habe dann etwas herum recherchiert und bin hier gelandet. Mir ist ein bisschen die Kinnlade heruntergefallen, als ich gesehen habe, wie sehr sich Öle ein und derselben Viskositätsklasse doch voneinander unterscheiden können, das war mir vorher so nicht bewusst. Grds. kann ich mit den Viskositätsangaben etwas anfangen und gehe in meinem laienhaften Verständnis nach wie vor auch davon aus, dass ein 0W-40 insofern "besser" ist, als es eben einen höheren Temperaturbereich abdeckt als z.B. 5W-30 (bzw. denselben Temperaturbereich "besser" meistert, d.h. z.B. bei -5° etwas schneller durchölt und bei 120° der Schmierfilm weiter entfernt davon ist, abzureißen), das höhere Spektrum aber auch durch Zusatz von mehr Additiven erkauft werden muss, die möglicherweise über ein Jahr hinweg an Wirkung nachlassen (u.a. aufgrund mechanischer und thermischer Belastung sowie Eintrag von Gasen und Kraftstoff). Aber offenbar gibt es - abgesehen von der wichtigsten Regel, das Öl regelmäßig zu wechseln - weit mehr zu beachten als nur die Viskositätsklasse und die Freigabe. Mittlerweile bin ich sogar überzeugt, dass das Mobil 1 0W-40 nicht alternativlos ist, sondern dass es fast sicher sogar etwas für mich besser Passendes gibt. Bloß was? Bevor ich den oil-club1 entdeckt habe, hatte ich folgende Alternativen ins Auge gefasst:
      • Mobil 1 ESP X1 0W-30
      • Shell Helix Ultra ECT C2/C3 0W-30
      • Fuchs TITAN GT1 FLEX 23 SAE 5W-30
      • ROWE HIGHTEC SYNT RS DLS SAE 5W-30
      Ist da schon etwas bei, was besser als das 0W-40 von Mobil 1 passt? Oder würdet Ihr mir noch was völlig Anderes empfehlen? Eine Bitte hätte ich noch: Bitte sagt mir doch, warum genau das Öl für mich aus Eurer Sicht das Beste ist (Stichwörter reichen mir, Fachbegriffe kann ich hier bei Euch im Forum ja bestens nachlesen). Ich will die Empfehlungen nicht hinterfragen, sondern würde gern versuchen, das nachzuvollziehen und zu verstehen, man lernt ja gern dazu. Vielen herzlichen Dank schon einmal und sorry für den etwas längeren Text :)
    • Dad Fahrprofil ist zwar passend für einen Diesel, ein so langes Intervall solltest du aber per Analyse absichern.

      Alternativ lieber ein Öl mit guter Preis/Leistung und alle 12-15tkm wechseln.

      Da so erst Mal unbekannt, wie es mit Spriteintrag aussieht, würde ich eine 40er Heißvisko empfehlen.

      Mögliche Kandidaten
      Motul X-Clean 5W-40
      Total MC3 5W-40
      Gulf ULE 5W-40
    • Danke für Eure Antworten. Ich werde wohl angesichts des Alters und der Laufleistung tatsächlich das Wechselintervall auf 2x/Jahr umstellen (dürften dann gesunde 10-12tkm sein). Ich hätte bei meinem Fahrverhalten jetzt eher vermutet, dass 0W-30 besser passt, da es im Kaltzustand etwas schneller durchölt (der OM651 braucht schon einige Kilometer, bis er einigermaßen warm ist), die 40er Heißviskosität brauche ich rein thermisch gesehen eher nicht so. Was sind Eure Gründe, die eher für 5W-40 sprechen? Ist das außer der besseren Heißviskosität chemisch gesehen tendenziell auch stabiler bei Ruß- und/oder Kraftstoffeintrag? Spricht bei einem angepeilten Wechsel alle 10tkm denn etwas gegen ein ordentliches 5W-30 und gäbe es von Eurer Seite ein da ein paar Empfehlungen aus der geballten Masse an Alternativen, die hinsichtlich Preis/Leistung hervorragend sind? Tut mir Leid, wenn ich so blöde Fragen stelle, aber das ist für mich alles noch eher Neuland - ich möchte Eure Empfehlungen nicht in Frage stellen, sondern verstehen :)

      Kette wrote:

      die 229.52 ist nicht ascheärmer wie 229.51 sondern auf 0W5W-30 beschränkt (229.51 0W5W-30-40).
      Ok, das mit "aschearm" ist mir irgendwie so hängengeblieben, mein Fehler. Ich habe bei 229.52 trotzdem freigegebene 0W-40 und 5W-40 entdeckt, also das allein kann es nicht sein. Worin unterscheiden sich die Freigaben sonst noch (habe leider im Forum nichts Näheres dazu gefunden)? Wäre es ratsam, auf 229.52 zu bleiben angesichts dessen, dass mir evtl. bald ein Softwareupdate des Motorsteuergeräts draufgespielt wird (habe Post vom KBA zur "freiwilligen Kundendienstmaßnahme" bekommen, gegen die ich mich natürlich mit Händen und Füßen wehren werde, aber ob sich die Werkstatt an meinen Wunsch hält bzw. mir eine eine entsprechende Erklärung mit Vertragsstrafe unterschreibt, aus der ich die dann zur Not verklagen kann, steht in den "Sternen"). Höchstwahrscheinlich wird bei so einer Maßnahme ja die AGR-Rate hochgeschraubt...
    • Moin majorm2.

      majorm2 wrote:

      Ich habe bei 229.52 trotzdem freigegebene 0W-40 und 5W-40 entdeckt...
      Das muss aber eine ziemlich neue Änderung sein. Sehe ich heute zum ersten mal, dass unter der 229.52 auch 40er Öle gelistet sind.
      Die war vorher seit Ewigkeiten auf SAE30 limitiert.

      Schaue mal dort, ab 2. Beitrag: oil-club.de/index.php?thread/2…e/&postID=16021#post16021
      Im 7. Beitrag habe ich beide BEVO's verlinkt. Und wenn es damals schon 40er unter der 229.52 gegeben hätte, wäre es natürlich sofort aufgefallen.

      Es kann sein, dass MB die Prüfvorgaben für die 229.52 geändert hat, um somit auch 40er aufnehmen zu können. Die Ölhersteller müssten nun wieder eine neue Freigabe beantragen, wenn deren 229.51 Öl um die 229.52 erweitert werden soll.
      Der Sinn dieser Aktion erschließt sich mir jedoch nicht (außer das generieren von Einnahmen seitens MB). Die bisher 3 gelisteten 40er von Motul und Mobil sind ebenfalls unter der 229.51 zu finden.

      Du kannst Dich daher auf die 229.51 konzentrieren, da dort eine größere Auswahl bereit steht.
    • Ergänzung:

      Hier, schaut mal: auto-motor-oel.de/ratgeber/motoroel-mb-229-52-freigabe/1379/
      Selbst die bekannte Seite auto-motor-oel ist noch nicht auf dem aktuellen Stand und listet nur 0/5W-30.
      Das muss also echt absolut neu sein mit den 40ern unter 229.52.
    • Hi majorm2,

      Du hast ein Traumfahrprofil,
      lt. Spritmonitor traumhafte Spritverbräuche
      und bist als Fahrer schon mustergültig was die Behandlung von Motoren angeht.


      kurz:
      Bei den Voraussetzungen bei der Nutzung ist es fast egal welches Öl Du fährst. Nur Freigabe MB 229.51/229.52 erfüllen und alle 15 TKm wechseln.


      etwas länger:
      Damals zum Wechsel zu diesem Modell haben mich die erheblichen Probleme mit den Piezo Injektoren und die sehr werbewirksam erscheinenden unrealistisch niedrigen Verbräuche abgehalten. Jetzt noch Dieselskandal dazu. Ich mach XXX.

      Nach Durchführung der KBA "freiwilligen Kundendienstmaßnahme" kannst Du davon ausgehen, dass sich durch höhere AGR Raten der Rußeintrag im Teillastbetrieb des erhöht. Da Du aber eh 80% BAB Anteil hast, wo die AGR im im oberen Leistungsabrufungsbereich serienmäßig abgeschaltet ist, ist dieser zusätzliche Dreckeintrag im Öl durch Ruß jetzt nicht so kriegsentscheidend. Dieser zusätzliche Dreck vermindert die Schmierfähigkeit und erhöht den Verschleiß an Steuerkette usw, was sich an höheren Eisen-Werten bei der GÖA äußert.

      Bei Deinem sehr sehr günstigen Profil (vor Durchführung der KBA Maßnamen) würde ich mit dem neuen Zielöl bei 15 TKm eine GÖA machen, um festzustellen, ob das noch bis 20 TKm bedenkenlos genutzt werden kann.

      Öl was sehr sauber verbrennt und einen möglichst niedrigen NOACK hat, ist immer förderlich.

      Mobil1 ESP 5W30 wäre so ein Öl und hat auch die MB Freigaben.
      Dieses ist auch als 5W etwas dünner ausgelegt und geht eher in Richtung 0W.

      Falls es lt. GÖA möglich wäre alle 20 TKm - und damit jährlich - zu wechseln, dann würde ich jeweils im Frühling noch vor dem Sommer wechseln. Dann ist bei z.B. vollbeladenen BAB Urlaubsfahrten in der Sommerhitze wenigstens kein in kürze fertiges Öl eingefüllt, sondern ein frisches, das noch seine volle Leistungsfähigkeit hat.


      Wenn Geld keine Rolle spielt:
      Ravenol RUP 5W40 im 15 TKm Intervall wechseln.



      GÖA bitte hier veröffentlichen. Interessiert sicherlich nicht nur mich was unter diesen optimalen Bedingungen möglich wäre.
    • Tequila009 wrote:

      Das muss also echt absolut neu sein mit den 40ern unter 229.52.
      Da ich ja, wie ganz oben beschrieben, immer auf der Suche nach Mobil 1 ESP x3 0W-40 mit auf dem Behältnis aufgedruckter Freigabe war, habe ich das Blatt 229.52 schon seit längerer Zeit im Auge behalten um zu schauen, ob die Freigabe evtl. wieder verschwindet - zumindest dieses Öl ist da seit gut einem Jahr aufgeführt, bei den anderen 40ern weiß ich es nicht...aber sei´s drum, das ist hier ja eher Nebensache.
    • Hallo @majorm2,

      bei deinem vorteilhaften Fahrprofil würde ich auf 5W-30 mit MB 229.51 wechseln.

      • Mobil ESP 5W-30 (schon genannt)
      • Fuchs Titan GT1 5W-30
      • Total Quartz Ineo Longlife 5W-30
      • Total Quartz Ineo MC3 5W-30
      • Addinol Giga Light 5W-30
      0W-X ist nicht nötig bei deinem langstreckenlastigen Fahrprofil. Zudem haben die 0W einen höheren Anteil an Polymeren, die im Zeitablauf abbauen.

      5W hat dickeres Grundöl...
    • E39 530dA wrote:

      ...haben mich die erheblichen Probleme mit den Piezo Injektoren ... abgehalten.
      Ich weiß leider nicht genau, was mein Karren damals an KD-Maßnahmen abbekommen hat, weil er im relevanten Zeitraum noch nicht mir gehörte, aber ich gehe angesichts der Historie der Ereignisse davon aus, dass er das volle Programm abbekommen hat (Magnet-Injektoren, neues Motorsteuergerät inkl. neuer Motorabdeckung sowie Kraftstoffrücklaufleitung). Wo ich jetzt so drüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich nie mal nach den Teilenummern geschaut habe, anhand derer man das ja schnell heraus bekommt. Probleme habe ich bislang jedenfalls null und das darf auch gern so bleiben; allgemein hört man, dass MB das insgesamt tatsächlich einigermaßen in den Griff bekommen hat. Aber das ist jetzt off topic...
    • 0W braucht man in unseren Breiten halt einfach nicht und durch das dickere Basisöl hast du mit 5w einen besseren Verschleißschutz. In 99% der Anwendungsfälle reicht 10w. Die Viskositätswerte haben nichts mit der Qualität zu tun, was in Anderen Foren gerne verwechselt wird. Im 5W Bereich ist die Auswahl riesig. Die geringere Reibung im Bereich der Kolben und Kurbelwellenlager mit einem dünnen Öl verlierst du wieder durch erhöhte Reibung im Bereich des Ventiltrieb, nur eben mit mehr Verschleiß. Zusätzlich hat der Motor nur noch eine Simplexkette die auch nicht mehr so robust ist wie die des Vorgänger OM646 und zu allem Unnütz ist die auch noch auf der Getriebeseite montiert. Daher würde ich alles tun, um deren Leben maximal zu verlängern und dickes Öl und viel ZDDP sind da nunmal der klassische und bewährte Weg und bei nicht feststellbarem Ölverbrauch brauchst du dir auch keine Sorge um den DPF machen.
      Btw. Getriebeöl bereits gewechselt?
      Zur Meinungsfreiheit und Demokratie gehört dazu, auch Meinungen und Parteien zu akzeptieren, die einem nicht gefallen. Versucht man diese zu unterdrücken und zu verhindern ist man selbst nicht besser. :moin:
    • majorm2 wrote:

      das volle Programm abbekommen hat (Magnet-Injektoren, [ ... ]

      Aha. Rückkehr zur 20 Jahre alten Technik; bewährt und wartungsarm. Dann waren die Piezos ein typischer Fall von Verschlimmbesserung. :whistling:


      So sehr off topic ist das mitnichten. Ich wundere mich immer wieder, wenn von untypisch hohen Spirtverbäuchen, DPF zu oft in der Regeneration, ungünstigsten Fahrprofilen und GÖA mit untypisch hohem Dieseleintrag und in der Folge gefährlicher Ölverdünnung berichtet wird. Dazu haben noch einige Motoren sehr spezielle "Konstruktionsfehler", die der Hersteller aus Haftungsgründen niemals zugeben wurde.

      Ölwechsel alle 10, 5 oder 1 TKm kann man notfalls machen. M.E. sinnvoller ist es immer die Ursache für so Sachen wie Ölverdünnung herauszufinden und nicht zu versuchen Defekte mit dem "geeignetesten" Öl zu verdecken.


      Wie oben gesagt, bei Deinem sehr vorteilhaften Betriebsumfeld kannst Du fahren was Du willst. Nur MB Freigabe einhalten und alle 15 TKm wechseln.


      Mein Tipp: Mobil1 ESP 5W30
    • Danke erst einmal an alle für die vielen hilfreichen Tipps und Denkanstöße! Ich komme langsam von meinem persönlichen Irrglauben weg, dass 0W-40 "besser" ist als 5W-30 :D

      Ich werde jetzt noch ein bisschen durch das Forum surfen und mir ein gutes 5W-30 mit 229.51 und 229.52 suchen und ab sofort 2x im Jahr Öl wechseln - da ich mit Mobil 1 bislang gut gefahren bin, ist das vorläufig ganz oben auf der Liste.

      Sehr günstig zu bekommen wäre momentan Fuchs TITAN GT1 FLEX 23 SAE 5W­30 (wohl Nachfolger vom Fuchs Titan GT1 PRO FLEX SAE 5W-30). Aber das scheint so neu zu sein, dass es hier im Forum noch nicht auftaucht. Bei Fuchs findet man online leider auch keine genauen Daten, erst nach langem Suchen habe ich das Datenblatt hier gefunden - kann mir jemand helfen beim Einordnen, ob das tendenziell "gute Werte" sind? Ich bin ja ganz neu in dem Bereich und habe mich erst soweit eingelesen, dass ich meine, dass ein Pourpoint von -42 °C nicht übel für 5W ist (habe bei einem 0W -44 °C gesehen) und die Basenzahl von 8,1 und damit das Potenzial zum binden saurer Verbrennungsrückstände etc. auch nicht verkehrt. Ich kann mit den anderen Angaben aber noch nicht viel Anfangen und auch gerade völlig daneben liegen...
    • Autoverrueckter wrote:

      Zusätzlich hat der Motor nur noch eine Simplexkette die auch nicht mehr so robust ist wie die des Vorgänger OM646 und zu allem Unnütz ist die auch noch auf der Getriebeseite montiert. Daher würde ich alles tun, um deren Leben maximal zu verlängern und dickes Öl und viel ZDDP sind da nunmal der klassische und bewährte Weg und bei nicht feststellbarem Ölverbrauch brauchst du dir auch keine Sorge um den DPF machen.
      Btw. Getriebeöl bereits gewechselt?
      Ja, das mit der Simplexkette verstehe wer will. Beim Kauf habe ich penibel drauf geachtet, dass ich zumindest hörbar beim Kaltstart kein Rasseln habe - dann wäre ich bzw. der Karren sofort raus gewesen. Und Start-Stopp wird natürlich nicht genutzt (auscodieren lasse ich mir das nicht, ist Betriebserlaubnis-relevant - aber das ist mittlerweile so automatisiert drin wie Anschnallen). Ich bin davor lustigerweise auch EDIT: OM646 (nicht 642) im S203 gefahren und der war gefühlt tatsächlich unverwüstlich - leider hat den 203er der Rost geholt, war wirtschaftlich für mich nicht mehr zu retten (hab ihn verschenkt, wurde komplett saniert und hat heute bald die 500k geknackt).

      Getriebeölwechsel wurde ca. 120tkm bei MB gemacht und steht nach offiziellem Wartungsplan glaube ich für 250tkm wieder an. Ich werde aber bei um die 200tkm prophylaktisch eine Spülung machen lassen, damit das 7G+ noch schön lange hält (bislang absolut problemlos). Ölwechsel Hinterachsdifferential (ebenfalls rein vorsorglich) kommt demnächst, Öl steht schon hier (Fuchs Titan Sintopoid FE SAE 75W-85)...
    • Dein Fuchs TITAN GT1 FLEX 23 SAE 5W­30 hat lt. Datenblatt keine Angabe bzgl. wichtiger Werte wie NOAK und HTHS. Es ist auch nicht in seiner Zusammensetzung angegeben. Nicht als vollsynthetisch (=teures Grundöl) beworben deutet auf günstigeres HC oder GTL Grundöl hin.

      Da es aber Freigaben von allen großen Herstellern hat, ist es keinesfalls ein schlechtes Öl. Insbesondere MB, BMW und VW haben sehr strenge Freigabenormen und die Erfüllung und Prüfung kostet schon etwas.

      Es ist halt immer eine Sache des Preises und der Einsatzbedingungen in wie weit eine Übererfüllung der Normen sinnvoll ist. Obwohl ich meine, dass es im Zeitpunkt 0 Km alle Öle schaffen sollten. Deutlich interessanter ist es wie sich das Öl nach 15 TKm verhält.

      Falls günstig erwerbbar, kannst Du es durchaus im kurzen 15 TKm Intervall verwenden.

      Eine GÖA nach 15 TKm gibt finalen Aufschluss wie geeignet das Öl tatsächlich ist.
    • Ja irgendwas bei MB ist immer problematisch. Auf der künftigen Wunschliste ganz oben steht ein W211 MOPF mit OM646 und Entfall DPF, aber das ist eine Andere Geschichte.
      Es gibt auch 10w mit einem Pourpoint von -58°.


      Edit: Außerdem gibt es in meinem Augen einfach viel zu viele Fälschungen von Mobil1 und effektiv wird von diesem Konzern quasi nichts gemacht, damit es der Kunde nachprüfen kann
      Zur Meinungsfreiheit und Demokratie gehört dazu, auch Meinungen und Parteien zu akzeptieren, die einem nicht gefallen. Versucht man diese zu unterdrücken und zu verhindern ist man selbst nicht besser. :moin:
    • Autoverrueckter wrote:

      Edit: Außerdem gibt es in meinem Augen einfach viel zu viele Fälschungen von Mobil1 und effektiv wird von diesem Konzern quasi nichts gemacht, damit es der Kunde nachprüfen kann
      Ist dir denn mal eine untergekommen? Wie findet man es heraus? Abgesehen mal davon, dass der Motor evtl. bescheiden läuft oder nach einiger Laufzeit die Hufe hochreißt bzw. eine Analyse dem Ganzen auf die Schliche kommt?