Mal wieder Mini... R56 JCW LCI (N14)

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    • Mal wieder Mini... R56 JCW LCI (N14)

      Hallo,

      ich habe hier bereits ein paar sehr gute Anregungen in den diversen Threads gefunden. Aus akuter Verunsicherung, dazu später mehr, jedoch dieser Thread.
      Erst einmal die Infos:

      1. Autohersteller, Model, Baujahr: Mini John Cooper Works, 11/2011
      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: Benzin, 1,6 Liter Turbo, 211PS / 155kW
      3. Öl-Volumen des Motors: 4,2 Liter
      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: keinerlei Langstrecke, regulär max 30km am Stück, Durchschnitt eher 10-15km, Trackdays geplant, Ganzjahresbetrieb
      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden): 55km/h
      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: jährlich / 8-10.000km
      7. Laufleistung pro Jahr: 10.000km
      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): 141.000km
      9. Bisher genutztes Öl: Ravenol RCS 5W-40, Aral Supertronic 0W-40
      10. Ölverbrauch ml/1.000Km: Von 0-1000
      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: kein Meßwerkzeug
      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: EU5
      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten: LL01
      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: noch nicht 100% klar, eher nein
      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: geplant (Stage 2)
      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: AT-Motor mit aktuell 30.000km
      17. Eingeplantes Budget: absolut zweitranging
      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? nein, Bilder reiche ich gerne nach

      Der JCW ist mein zweiter Mini. Der erste war ein normaler Cooper S, der dank gehobener Laufleistung auch gern ein Schlückchen Öl genehmigt hat. Dort habe ich das Aral-Öl genutzt.
      Beim JCW habe ich kurz nach dem Kauf, mit 130.000km, das Ravenol eingefüllt.
      Bis vor ca. 4 Wochen kam beim regelmäßigen Kontrollieren des Ölstands auch nix Problematisches raus. Dann habe ich vor einer Woche wieder gemessen und es fehlte Öl, am Ende fast 1 Liter nachgekippt. Geschaut hatte ich, weil der Motor auf einmal lauter geworden war.
      Um einen Kraftstoffeintrag auszuschließen habe ich das Auto dann warm gefahren und ihm knapp 100km Autobahn (gemäßigtes Tempo) gegönnt. Wieder kontrolliert, Ölstand wie vor der Abfahrt.

      Gemessen ist mit dem Geräusch nun aber die Kette schon gelängt, was bei der Laufleistung für mich absolut schockierend ist. Der Vorbesitzer war bei BMW im Service.

      So, nun die Frage: Das Vertrauen ist zerrüttet. Ich habe wirklich oft kontrolliert, Ölstand war immer gut und ging über das knappe Jahr / 10.000km um weniger als einen halben Liter zurück. Der Motor lief dauerhaft sauber und ruhig. Der nun erkannte Mangel kam scheinbar plötzlich (es läuft nix raus & Wölkchen waren auch keine zu sehen).
      Mit welchem Öl kann man die ganzen Nachteile und Mängel, die die Motoren zweifelsfrei haben, bestenfalls kaschieren und umgehen? RedLine, Rowe, Gulf?
      Vielen Dank im Voraus :)
    • Hallo,

      technische Defekte kann kein Öl kompensieren.

      @nicki-nitro und @MINI-JCW haben gute Erfahrungen mit diesem Öl (auch hinsichtlich Ölverbrauch) gemacht:

      oil-club.de/index.php?thread/2…r/&postID=92386#post92386

      Gulf Competiton 10W-40

      Höhere Viskosität wird die Fahrradkette etwas länger durchhalten lassen, es bleibt jedoch eine fragile Fahrradkette.
      Kettenspanner eventuell vorsorglich wechseln.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • Ein N14 - Motor mit einer Laufleitung von 30000 Kilometern, der sich auf 11000 Kilometern und diesem
      Nutzungsprofil vom Ravenol RCS 5W40 fast einen Liter genehmigt, da passt was nicht. Unsere letzten Erfahrungswerte
      mit dem Kroon Oil Poly Tech 5W40 erbrachten, auch bei Motoren mit wesentlich höherer Laufleistung, viel geringere Werte
      des Ölverbrauchs. Das zweite Fass mit 208 Litern ist durch und da waren viele MINIs mit dem Prince-Motor dabei.
      Kettenspanner sollte man präventiv alle 20000 Kilometer wechseln, wie von @BMWE36 bereits vorgeschlagen. Dann Schraube
      des Lüfterrades vom Turbolader checken. Dann weiter beobachten und regelmäßig Ölstand checken.
      Drück dir die Daumen!
    • Danke euch.

      Das hätte ich evtl. direkt noch sagen sollen -> Kettenspanner habe ich direkt beim Kauf erneuert, neueste Version (10. Überarbeitung oder so?). Turbo wurde ebenfalls erneuert, da ich Haarrisse am Wastegate entdeckt hatte.
      Der Ölverbrauch kam auch erst auf den letzten 1000km, davor lief es wie ich es mir erhofft hatte -> ruhig vom Geräusch her, sehr gleichmäßiger Lauf, keine Auffälligkeiten. Zu früh gefreut...

      Es macht mich halt nervös, daß ein so kapitaler Schaden (finanziell keine Lapalie mehr, wenn man das Rasseln nicht hört dann auch wirklich teuer) so flott ums Eck biegt.
      Gerade, wo keine Spaßgeschichten dabei waren. Keine Trackdays, kein Tuning, keine Vollgasfahrten, keine Querbeschleunigungsorgie auf Slicks.
      Hätte ich jetzt ein Leck entdeckt oder was am Heck gesehen (beides hatte ich schon mal bei dem älteren CooperS), aber so wirkte alles sauber.

      Das Gulf Competition schaue ich mir gern genauer an. Pro/Contra bei der Anwendung zum RedLine? Von denen fahre ich seit Ewigkeiten sehr gern Zusätze in der Kühlung, die immer top funktioniert haben.
      Stichwort Zusätze: braucht man nur, wenn man sich auf ein "nicht ganz passendes" Öl verbissen hat, richtig?


      PS: Wenn man die Schwachstellen des Motors kennt und sich vor Augen hält, was wäre die schlimmste Fahrweise bzw. Betriebszustand?
    • Die schlimmste Fahrweise?! Ich würde behauptet ausschließlich Kurzstrecke mit max. Drehmoment aus dem Drehzahlkeller.

      Ein Additiv was man zusätzlich hinzufügt kann als Friction Modifier dienen. Es gibt mittlerweile aber verschiedenste Formulierungen die sehr komplex sind. Die Thematik wird noch schwieriger als die Ölwahl. :S
      :deru:
    • Ok, dann lasse ich das mal lieber raus.

      Danke für die Idee mit der Fahrweise. Max. Drehmoment nutze ich kalt sicher nicht, aber ein "lineares Gaspedal" steht bei meiner Wunsch-Optimierung ganz oben auf der Liste.
      Je nach Auslegung des Motors (Toleranzen, Wärmedehnung) liegt hier vielleicht was begraben.

      Benziner sind für mich leider neu, auch die Erfahrung vom Motorrad hilft mir da nicht so recht weiter. Früher bin ich immer gern 10W-60 (Castrol RS oder TWS) bzw. 5W-50 (Mobil 1 Rally) gefahren, mein "Erzfeind" aus alten Tagen war das 0W-30 SLX-Öl von Castrol.
    • Wer vorwiegend im oberen Drehzahlbereich unterwegs ist, mit entsprechend hohen Drehzahlunterschieden beim Schalten ,wird die Kette bei starken Lastwechseln höher belasten.
      Harte Lastwechsel, Start-Stop und hohe Drehzahlen belasten die Kette mMn am meisten. Je höher die Öltemperatur, desto höher die Reibung der Steuerkette.

      Mir gefällt am Gulf Competition 10W-40 das Additivpaket mit Wolfram und Molybdän, was Reibung reduziert. Die Laufruhe ist nach meinen Erfahrungen mit diesem
      Öl sehr gut.
      Dein Erzfeind ( 0W-30 SLX-Öl) ist für diesen Motor nicht geeignet, in anderen Motor kann es aber funktionieren.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • Ist ja immerhin schon 20 Jahre her mit dem SLX :D Das fand ich halt immer schräg und konnte mich mit dem "Wasser"-Konzept nie anfreunden.

      Hohe Drehzahlen & Temperaturen hat der Motor nicht gesehen, harte Lastwechsel demnach auch nicht. Schräge Nummer. Start-Stop gibt es beim JCW ja zum Glück gar nicht, das hätte mir allein für den Turbo nicht gefallen.
    • Ich bin mit dem Gulf Competition 10W-40 sehr zufrieden. Auf 7500km kein nennenswerter Ölverbrauch. Habe es dann gewechselt, beim Einbau der Öltemperatur Anzeige. Weil wir eh dabei waren. Hatte aber nicht genügend Gulf übrig. Jetzt ist Mischung drin auf 2L Gulf Competition 10W-40 und 2.5l Aral Bluetronik 10W-40. Beim nächsten Ölwechsel im Frühjahr kommt wieder Gulf rein und das kaufe ich früh genug.
      Gruss
      Ronald
    • Danke dir. Ich schaue gerade, wie und wo das Öl derzeit am günstigsten zu bekommen ist.

      Speziell beim Mini, wie fiel die Entscheidung zugunsten 10W-40 und z.B. gegen 5W-40, was ja bei Rowe & Ravenol zu passen scheint?

      PS: Es ist irgendwie erschreckend, daß in quasi jedem Bereich eine Herstellerangabe erstmal gar nix zu sagen hat. Daß Viskositäten bei verschiedenen Herstellern & Ölen unterschiedlich ausfallen kenne ich vom Dämpferöl & irgendwie zieht es sich durch so ziemlich alle technischen Artikel, die mir irgendwo vor die Nase kommen. Schräg.
    • Das kannst Du bei mir im Thread nachlesen, wie ich auf das 10W-40 gekommen bin. Habe ja auch ursprünglich nach 5W-40 gefragt. Das Gulf Competition 10W-40 war mir dann preislich sympathischer als das mind. genauso gute oder noch bessere Redline 5W-40, was aber doppelt so teuer gewesen wäre. Den Preis wollte ich dann nicht zahlen.
      Gruss
      Ronald
    • Das 10W-40 bietet dir durch das stärkere Grundöl Vorteile, wenn Trackdays geplant sind.

      Durch ein stärkeres Grundöl bietet es dir einen höheren HTHS, einen geringeren Abfall der Viskosität
      bei hohen Schergeschwindigkeiten und eine über das Intervall weniger abfallende Heißviskosität, da
      es weniger Polymere enthält.
      Die Erfahrungen mit Gulf Competition 10W-40 sind bis jetzt überwiegend gut, die Zusammensetzung des
      5W-40 kennen wird noch nicht, die FÖA steht noch aus.
      Nach meinem Urlaub werde ich aber wieder Öl bestellen und auch die Analyse des 5W-40 in Auftrag geben.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian