Ölberatung für 1.8 TSI Ölschlucker der Baujahre 2008 bis 2012

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    • Ölberatung für 1.8 TSI Ölschlucker der Baujahre 2008 bis 2012

      Hallo Oil-Clubber,

      ich habe mich hier jetzt auch mal angemeldet, da ich beim bisherigen Lesen im Forum den Eindruck gewonnen habe, dass es hier Leute mit richtig Ahnung in Sachen Motoröl gibt. Ihr könnt mir bestimmt helfen.


      1. Autohersteller, Model, Baujahr:

      VW, Golf 6, 2009

      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung:

      Benzin, 1,8 L TSI, 160 PS

      3. Öl-Volumen des Motors:

      4,7 L

      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke:

      Überwiegend Kurzstrecke (< 10 km), alle 6 Wochen mal ca. 300 km AB

      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden):

      60 km/h

      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle:

      Bisher nach flexibler Ölanzeige (Longlife) à anfangs 20 – 25 Tkm, seit einigen Jahren ca. 15 Tkm

      7. Laufleistung pro Jahr:

      Anfangs ca. 15 Tkm, seit einigen Jahren ca. 10 Tkm

      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand):

      110 Tkm

      9. Bisher genutztes Öl:

      LM Toptec 4200 (VW504)

      10. Ölverbrauch ml/1.000Km:

      Anfangs ca. 50 – 100 ml / 1 Tkm, seit 3 Jahren ansteigend und mittlerweile ca. 750 – 850 ml / 1 Tkm

      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht:

      Bei Kurzstrecke jetzt im Sommer ca. 65 °C (Auto steht im Freien), bei den AB-Fahrten ca. 100 °C

      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung:

      Euro 5

      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten:

      Longlife VW504 (à 5W30) , im Jahreszyklus VW502 (0W40, 5W40, 5W30, 0W30)

      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche:

      Zu alt

      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant:

      Nein

      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.:

      Bisher nichts, plane Motorspülung (LM oder Lambda)

      17. Eingeplantes Budget:

      Siehe 16.

      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar?

      Nein, sieht gut aus. Riecht aber nach Benzin.

      Mein Problem:
      Ich habe auch den EA888 Ölschlucker in einem Golf 6 unter der Haube. Öl hat er von km 0 an gebraucht. Anfangs im "üblichen" Rahmen, soll heißen so etwa 10000 km / 1 L Öl. Im 5. Intervall ging der Verbrauch dann auf etwa 4000 km / 1 L Öl hoch. Im jetzt aktuellen Intervall liege ich jetzt etwa bei 1200 km bis 1500 km / 1 L Öl!!! Ansonsten nicht das geringste auffällige Verhalten. Normaler Spritverbrauch, keine ungewöhnlichen Geräusche und auch kein blauer Auspuffqualm.
      Beim Blick in den Einfüllstutzen siehts auch bestens aus. Es riecht allerdings nach Benzin. In der Kühlflüssigkeit ist auch nix zu sehen.

      Was "Witziges":
      Das 5. Ölwechselintervall fiel zeitlich mit dem Einbau eines Ultraschall-Marderabwehrsystems zusammen. Dies ist tief im Motorraum eingebaut und strahlt direkt auf die Ölwanne. Zufall?

      Mein Fahrstil:
      Ich bin ein normaler, vorausschauender Fahrer. Der Wagen wird meist zwischen 1500 und 2500 U/min bewegt. Auf der AB steht der Tempomat auf max. 140 km/h, wovon ich nur mal kurzzeitig nach oben abweiche (wenns mir zu blöd wird :) ). Drehzahlen über 4000 U/min sieht er dadurch nur seltenst.

      Mein Plan für einen NIEDRIGEREN ÖLVERBRAUCH:
      Bei den nächsten beiden Ölwechseln eine Motorspülung machen (LM proline Motorspülung oder Lambda Oil-Primer) und auf jährliches Festintervall umstellen.

      Meine Ölfavoriten (in nicht wertender Reihenfolge):
      Mobil1 ESP 5W30
      Ravenol VST USVO 5W40
      Ravenol RUP USVO 5W40
      Meine (eventuell falsche) Prioritäten beim Öl sind ein möglichst niedriger Sulfataschegehalt (SAPS), eine möglichst hohe TBN (ist wohl auch ein Zielkonflikt) und ein möglichst niedriger NOACK (was bei meiner Fahrweise VERMUTLICH nicht so wichtig ist).

      Hier noch eine kleine Fotostory mit kommentierten Ölstandsmessungen seit dem letzten Ölwechsel:

      Ölstandsmessung_für_Oil-Club.pdf


      Schon mal an dieser Stelle vielen Dank!!!
    • Hallo!

      Pro Line Spülung macht Sinn und ist auf jeden Fall Wirkungsvoll. Dann Empfehle ich:

      AMSOIL XL 10W-40

      Sehr stabil mit super NOACK, mäßig additiviert. Additive + Ölverbrauch = hartnäckige Ablagerungen.
      TBN ist auch gut, aber wird mit viel Magnesium statt Calcium erreicht, ist besser.
      Es ist günstiger als deine Vorschläge. Und 10W ist null Problem wenn man nicht in der Arktis oder im Hochgebirge wohnt.
    • Du besitzt die erste Generation des EA888, welche von den hohen Ölverbrauch betroffen ist. Ursache dafür sind meistens verkokte Ölabstreifringe, die somit ihre Arbeit nicht mehr verrichten können.
      Wenn du die Viskosität steigerst erreichst du gar nichts, eventuell tritt das Gegenteil ein und der Ölverbrauch steigert sich noch mehr, weil dickere Öl noch schlechter durch die zu klein dimensionierten Ölbohrungen passt.
      Meine Empfehlung ist eine Ölspülung und dann ein hochwertiges 5W30 full SAPS vw 502 00.
      :deru:
    • Zur Spülung:
      Ich würde da wahrscheinlich zur LM 2425 greifen, aber wirklich genau nach Anweisung arbeiten.
      Ferner würde ich danach mit einem Spülöl (Fanfaro o.Ä.) weiter agieren und dann auf‘s Zielöl umölen.
      Ein paar sehr gute Optionen wurden ja bereits genannt.
      Wichtig auch hier um dauerhaft einen guten Reinigungseffekt zu erzielen - anfangs wirklich recht kurze Intervalle von 3000-5000km fahren.


      Edit:
      Ich habe im EA888/3 sehr gute Erfahrungen mit dem Motul X-cess 5W40 gemacht.
      Die Reinigungswirkung scheint sehr gut zu sein, siehe den Thread von @quattro‘s Audi A8.
      Ferner konnte ich damals mit dem Öl den Ölverbrauch im Motor komplett einstellen und es ist relativ günstig zu haben. :thumbup:
      Nur als weiteren genannten Kandidaten im Ring, da ich weiß wie sich das Öl im EA888 verhält, wenn auch neuere Generation.

      The post was edited 1 time, last by Pi x Daumen ().

    • RtRensen wrote:

      Du besitzt die erste Generation des EA888, welche von den hohen Ölverbrauch betroffen ist. Ursache dafür sind meistens verkokte Ölabstreifringe, die somit ihre Arbeit nicht mehr verrichten können.
      Wenn du die Viskosität steigerst erreichst du gar nichts, eventuell tritt das Gegenteil ein und der Ölverbrauch steigert sich noch mehr, weil dickere Öl noch schlechter durch die zu klein dimensionierten Ölbohrungen passt.
      Meine Empfehlung ist eine Ölspülung und dann ein hochwertiges 5W30 full SAPS vw 502 00.
      10W40 ist jetzt nicht so sehr dick. Ein stabiles 5W30 ist guter Reinigungswirkung wäre auch ne Möglichkeit.
      Amsoil European Car Formula 5w-30 I-ESP
    • Die genannte Liqui Moly Spülung wäre definitiv ein Versuch wert.
      Danach würde ich die nächsten 10000km auf drei Intervalle aufteilen.
      Gut und günstiges Öl hierfür wäre Addinol 0540 5W40 oder Meguin Megol Super Leichtlauf 5W40.

      Danach würde ich die Intervalle bei 10000km ansetzen.

      Die oben genannten Öle kannst bedenkenlos auch nach den Reinigungsintervallen weiter fahren.

      Sollte sich der Ölverbrauch dann wieder gelegt haben, kannst du natürlich auch was anderes fahren. Ansonsten wäre es halt nicht gerade günstig wenn du das RUP oder VST in dem maßen verfeuerst.
    • Ich würde wenn es schon so gravierend ist beide Produkte verwenden. Mit Lambda ein paar Kilometer fahren und vor dem Ölwechsel LM pro Line Motorspülung für mindestens 15 Minuten im Stand laufen lassen. Das könnte was helfen. Wenn sie Verschmutzung aber schon stark ist und sich das hier langsam verfestigt hat würde ich , wenn du die Möglichkeit hast,
      Pro-Line Drosselklappen-Reiniger über die Zündkerzen einsprühen 20 Minuten warten und das 2x wiederholen. Danach etwas in Richtung WD40 einsprühen und wieder 20 min warten. Jetzt Motor ohne Zündkerzen ca. 3x für 5 Sekunden über den Anlasser drehen.
      Motor langsam warmfahren und das Öl wechseln. Hilfreich wäre auch ein Additive wie LM Ceratec oder Wagner Micro Ceramic um evtl kleinere Lücken mit dem Additive zu füllen.
      Damit habe ich bis jetzt ein besseres Ergebnis bekommen bei diesen Problem.
    • Moin.




      Anticarbon :thumbsup:

      Viel hilft viel und eine Mehrfache Anwendung hilft auch besser. Idealerweise im zünd-OT.

      Habe ich schon hier und da verwendet. Bringt Kompression und hilft effektiv gegen Verkokung. Hier die Bilder von der letzten Anwendung. Endoskop-Bilder werde ich bestimmt auch hier mal irgendwann, irgendwo hochladen (vorher- nachher). Sehr interessantes Thema, wie ich finde.

      Es folgen noch ein paar Bilder von meinem Fabia RS, 1.4 Twin TSI, nach bzw. während der Behandlung (leider keine Vorher-Bilder war aber alles zu gekackt, da hätte man eh nichts erkannt, schwarzes Loch....)









      Von meinem Polo 6KV (1.6 Sauger / 74kw) habe ich leider keine Bilder, aber da kamen auch ein paar Köttel rausgeflogen. Anschließen hat man gemerkt, dass er deutlich mehr gezogen hat. Hat nicht wirklich Öl verbraucht, mit dem Polo rase ich immer wie ein irrer und da kam ich so auf 0,5l - 1,0l a 6000km. Jetzt nimmt der auch nix mehr, habe die letzten 1-2tkm zumindest nichts feststellen können.

      Gibt von Mathy, Xado und Anticarbon (gehört auch irgendwie zu Xado) so "Reparatur-Sets", das solltest Du dir mal geben. Mit dem Lambda-Ölprimer bist Du aber auch sehr gut beraten, da es (fast) der einzige ist, womit Du ohne weiters fahren kannst. Würde ich auch empfehlen (500ml, 50km, alle Betriebszustände).
      P.S.: Brennraumreinigungen würde ich auch immer VOR dem Ölwechsel empfehlen.
      btw,...früher haben wir einfach Bremsflüssigkeit für den Brennraum (...was ist denn dieses "Wasserschlag" von dem immer alle reden? :D ) und Diesel (50/50) fürs Öl genommen, mache ich bei sehr alten Konzepten teilweise immer noch... :P
      ...Aber nix für Dich.

      Falls Du doch eine einfache Ölspühlung mit LM Pro machen magst: Motor warm, ruhig überdosieren (LM sagte mir, ist i.O. - Mail Verkehr) und 30 mein laufen lassen. Diese Spühlung ist allerdings net so der Überhit, kann man schon Mal machen aber ist mehr so lala. (Bekannt und Berühmt eher durch Marketing, wie ich vermute).
      Meiner Erfahrung kann man auch von KEINEM Mittel erwarten, das plötzlich alles i.O. ist. Du hast jetzt über 100.000km den Dreck gesammelt "wisch und weg" geht nicht, da musste schon die Kolben zeihen... Die Mittelchen wirken alle schon, nur eben nicht wie in der Werbung (LM z.B.). Kein Motor ist nach einer Spühlung sauber. Der EA888 als 1.8 und 2.0 sind mir ja auch nicht fremd (u.A. 08-11). Ich möchte Dich nur etwas, in deiner Erwartung, dämpfen. Sooo schnell wirst du nicht zum gewünschten Ziel kommen, fürchte ich :/
      Aber probier ruhg mal etwas rum und teile uns Deine Erfahrungen mit, hilft uns allen und würde mich auch sehr interessieren. ;)

      lg Thomas

      The post was edited 1 time, last by TLO ().

    • Hier ist ja schon schwere Artillerie am Start :check:
      Der Vollständigkeit halber würde ich noch Mannol Motor Flush als Motorspülung nennen, gibt es bereits für einen schmalen Taler. Als Spülöl oder güstige Öle für verkürzte Intervalle seien noch Addinol Super Light 5W-40 und Mannol Extreme 5W-40 genannt. Als Öl das richtig aufräumen kann gäbe es noch das Redline 5W-40

      Edit: Das Addinol wurde bereits genannt, hatte ich übersehen.
      Audi A3 1.8 TFSI Ambition :motu: 8100 X-cess 5W-40
    • Hallo zusammen,

      erst mal vielen Dank für die große "Anteilnahme" :) .
      Ich habe mal alle eure Posts gelesen und darüber nachgedacht. Hier nun meine "Schlussfolgerungen" aus den vielen Antworten:

      1. Motorspülung unmittelbar vor dem Ölwechsel ist höchst sinnvoll. Ob LM oder Lambda wird unter dem Strich egal sein - mal schaun.
      2. Die Reinigung des Brennraums "von oben" ist ebenfalls höchst sinnvoll. Ergänzt und rundet die Motorspülung sozusagen ab. An sowas habe ich - ehrlich gesagt - auch schon gedacht, yes :thumbsup: . Allerdings hatte ich da den LM proline Benzinsystemreiniger auf dem Zettel. Das von "Isaucheinname" vorgeschlagene "Anticarbon" kannte ich nicht, finde ich aber mittlerweiler höchst interessant. "TDI-2.7" und "TLO" (super Bilder) haben wohl gute Erfahrungen damit gemacht.

        Ich habe das Gefühl, dass das "Antikarbon" die Kolbenringe besser reinigt, als der LM proline Benzinsystemreiniger. Der geht vermutlich rabiater zur Sache. Liegt wohl aber auch an der Art der Anwendung (Zylinder mittels Anlasser. also ohne Zündkerzen - ein paar wenige Runden drehen lassen).
        ABER: Ich habe dabei auch irgendwie bedenken, dass die doch recht großteiligen, gelösten Verkokungen im weiteren Prozessablauf schädlich (mechanisch) für den Turbo sein könnten (Turbinenräder)?
      3. Beim langfristigen Ziel-Öl bin ich mir noch nicht so sicher. Ein 10W40 halte ich nicht für sinnvoll. Der Wagen steht - noch - im Freien und -15 °C sind bei uns im Winter (700 m üNN) keine Seltenheit. Ich tendiere immer noch zu einem der drei von mir Genannten im Eröffnungspost.
      4. Eine Zwischenspülung für ca. 100 km halte ich für übertrieben. Von meinem bisher verwendeten LM toptec 4200 habe ich nur noch etwa 2 L übrig. Nützt mir also mengenmäßig nicht wirklich weiter. 3 mal 1 L kosten mehr als 1 mal 5 L :( . Hätte ich sonst dafür vielleicht genommen.
      All diese Überlegungen führen bei mir zur Idee für folgendes PRIZIPIELLES Vorgehen:
      1. In die letzte Tankfüllung vor dem Ölwechsel den LM proline Benzinsystemreiniger in den Tank füllen.
      2. Unmittelbar vor der Motorspülung mit dem "Anticarbon" die Kolbinring-Verkokungen schon mal von oben anlösen.
      3. Direkt anschließend die Motorspülung mit LM proline Motorspülung - gemäß Herstellervorgabe - durchführen.
      4. Anschließend die Reste des "Anticarbons" - gemäß Herstellervorgabe - bei relativ hohen Drehzahlen wegbrennen.
        ODER: Punkt 4. zwischen Punkt 2. und 3. durchführen???
      5. Die ganze Prozedur beim nächsten planmäßigen Ölwechsel im Frühjahr (geschätzt ca. 5000 km) wiederholen.
        Eventuell die ganze Prozedur auch schon nach ca. 2000 km wiederholen, also vor dem nächsten planm. Wechsel. Bei diesen 2000 km dann mit einem besonders gut "reinigendem" Öl fahren. Welches würde sich hierfür anbieten?


        Wie seht Ihr das?



        Eine Frage noch zu meinem bisher verwendeten Öl (LM Toptec 4200):
        Inwieweit trägt dies - aufgrund seiner Eigenschaften (SAPS: 0,76 %, TBN: 6,5 gKOH/100g, NOACK: 10,5%, VW504) - zu der Verkokung bei? Ich denke die Konstuktion der Kolbenringe ist der entscheidende Faktor, oder?


        Noch eins: Wie zum Geier bekomme ich den Text nach einer Aufzählung wieder ganz nach links gerückt. Einmal habe ich es irgendwie geschafft, abewr wie? 8o


        Viele Grüße
    • Zu Punkt 5. :
      Ich würde für kurze Zwischenintervalle ein günstiges Öl verwenden:

      Addinol Super Light
      Total Quartz Energy 9000
      Mannol Extreme
      High Performer

      alle in 5W-40

      Omega-3 wrote:

      Inwieweit trägt dies - aufgrund seiner Eigenschaften (SAPS: 0,76 %, TBN: 6,5 gKOH/100g, NOACK: 10,5%, VW504) - zu der Verkokung bei?
      Ich würde sagen: gar nicht bzw. unwesentlich. Das LM 4200 ist schon aschereduziert, da VW 504 00. Allerdings - jetzt beim Nachlesen deines ersten Beitrages: bei hohem Ölverbrauch tragen sicherlich auch die Rückstände von (schon) aschereduzierten Ölen zu zusätzlichen Ablagerungen bei.
      Also Grundproblem beseitigen.
    • Ich kenne das Thema aus dem A4 B8 Forum.
      Dort empfehlen die Kollegen immer wieder die Firma Scheuerlein. Bei denen kann man sogar ein komplettes Set kaufen also neue Kolben, Pleuel und Dichtungen.
      Wäre das keine Option für Dich?
      Denn dieser hohe Ölverbrauch kann auch eine Menge Schaden anrichten.
      Gruß Artur
      Audi A4 8K, 2,7L V6 TDI @ :rav: NDT -- Meine Analysen
      Audi A1 1.4 TFSI 125PS @ :rowe: Synth RS -- Ihre Analyse
    • wir haben auch so einen 1,8 TSI Ölschluck Motor in der Familie ca. 1L Öl auf 1000 km
      der Motor bekam ein Ölspülung von Xado dazu Anticarbon von Toralin und ASL 5W40
      Ölverbrauch hat sich deutlich reduziert ca. auf 0,5L / 1000 Km nach der ersten Anwendung
      wird beim nächsten ÖL Wechsel wiederholt das Ganze

      Gruß J-P
    • @Omega-3 : Wenn Du wegen der Kohlebrösel weitgehend auf der sicheren Seite sein willst, kannst Du das ja mehrfach widerholen, bis der Auswurf bröselfrei ist. Ich hab das übrigens nicht mit dem Anlasser gemacht, alleine wäre da die Sauerei eine erhebliche gewesen. Und wenn das Mittel aggressivi ist, wollte ich das nicht unkontrolliert herumspritzen wissen. Ich hatte mir damals extra eine Druckluftpistole mit langem Rohr besorgt. Damit kann man mit nem Lappen drum rum jeden Zylinder einzeln ausblasen und wirklich alles am Kerzenschacht abfangen. Ich meine auf den Bildern von @TDI-2.7 zu erkennen, dass er das auch so gemacht hat.
    • Omega-3 wrote:

      In die letzte Tankfüllung vor dem Ölwechsel den LM proline Benzinsystemreiniger in den Tank füllen.
      Ja, kannst Du eigentlich immer mir rein füllen. Schaden tuts nicht. Ich müsste mal in meinem Tanktagebuch gucken, bin aber der Meinung, dass ich bestimmt seit einem Jahr/ 10-12 km bei fast jeder Tankfüllung (habs eins, zwei Mal vergessen) BASF KEROPUR G mit verwendet habe. (Gibt auch wieder Vorher- Nachherbilder mit dem Endoskop - Nachherbilder sind dann die Vorherbilder für die Anticarbonanwendung)
      Tankzusätze wirken mit der Zeit, nicht sofort. Können aber beim Freifahren unterstützen.
      Ich nehem z.B. auch hier (zum frei fahren) 500ml Lambda Tank Otto dazu (auf 50-70l Kraftstoff).






      Omega-3 wrote:

      ABER: Ich habe dabei auch irgendwie bedenken, dass die doch recht großteiligen, gelösten Verkokungen im weiteren Prozessablauf schädlich (mechanisch) für den Turbo sein könnten (Turbinenräder)?
      Idealerweise den Brennraum auf OT mit Luftpistole ausblasen, dann bleibt nicht wirklich viel an losen Kokresten übrig.
      OT ist wichtig, im Zyl. sollten die Ventile geschossen sein, sonst pustest Du es direkt in dem Ansaug- oder Abgastrakt.
      Falls net, explodiert auch nicht gleich alles. So machen es aber die Russen bei Youtube mit Anticarbon. (Falls man mal bei irgendwas nicht weiter weiß, guckt Euch die Youtube Russenvideos an, die können ne Menge)
      lt. Anleitung:
      Motor warm
      Kerze raus
      Zeug rein
      Kerzen rein (am besten einzeln, nach und nach, an jedem Zyl.)
      20min warten
      ALLE Kerzen raus
      ALLES mit Tüchern Abdecken (ein paar Lagen Zewa locker drauf und anschließend mit einem großen Stofflappen (z.B. Decke) abdecken.
      Motor mit Anlasser durchdrehen, z.B. 3x10s (Dem Anlasser tut das nix, der ist ja Last-frei)
      Kerzen rein
      FZG starten & im Stand mit erhörtem Lehrlauf 15min laufen lassen. (Bei mir 2800 U/min - Öltemp. danach 117°C...huiiii :D )

      Empfehlung: ggf. mit Tank-Zusatz frei fahren (siehe YouTube "Bedi Reinigung").
      youtube.com/watch?v=_1vYncOnsoI


      Achso, jetzt hab ich die eigentliche Antwort vergessen, deinem Turbo passiert bei einer korrekten Anwendung nichts (auch ohne Luftpistole).
      Ich glaube auch nicht, das man da irgendeinen Schaden anrichten kann. Allein nach dem Starten & im Stand laufen lassen ist alles lose ruck zuck weg. Man halte sich mal den Luftdurchsatz vor Augen, die ein Zyl. so abreißt...
      ....Habe mir auch erst Sorgen um den Kat gemacht, aber ich glaube bei ca. 650°C bleibt davon auch net mehr viel Übrig.
      Achja und nicht wundern, wenn deine Abgase dann ne Weile nach Teer riechen... blauer und weißer Qualm ist Anfangs auch nicht unüblich.






      Omega-3 wrote:

      ODER: Punkt 4. zwischen Punkt 2. und 3. durchführen???
      Gute Idee. nimm die 15min mit erhörter Drehzahl als Vorwärmung. Danach hast du bestimmt 100-110°C Öltemp. (da er im Stand keine Fahrtwindkühlung erhält). Dann den Ölzusatz hinzugeben und den Motor im Stand normal, bis zum Ablassen, laufen lassen.



      Omega-3 wrote:

      Die ganze Prozedur beim nächsten planmäßigen Ölwechsel im Frühjahr (geschätzt ca. 5000 km) wiederholen.
      So macht das Sinn.
      Übrigens werden auch Verkokungen im Öl nur langsam gelöst. D.h. Du löst vieles nur an und nicht ab. Bei deiner Jahres-LL würde ich den Wechsel (inkl. Reinigungswiederholung) auch noch weiter verkürzen. 2-3tkm z.B. mit Addinol LS 0540 (Glaube das 20l Fass kostet ca. 70 Eur.)
      Total Quartz Energy 9000 ist auch sehr gut, beides eig. schon fast dafür zu schade :lach3:


      Omega-3 wrote:

      Von meinem bisher verwendeten LM toptec 4200 habe ich nur noch etwa 2 L übrig.
      Kippste einfach mit zum neuen Öl, bei Deinem Vorhaben ist das wohl eher nebensächlich. Von einer GÖA würde ich auch eher absehen, da es sich eh nicht wirklich lohnt... erst ab 5tkm+ Je mach Betriebsstunden.
      Aber für den verkürzten Intervall geht das schon klar.

      Fresh_Thing wrote:

      Dort empfehlen die Kollegen immer wieder die Firma Scheuerlein
      Die einzige dauerhafte und nachhaltige Lösung :thumbup:

      Pleul sind hier, glaube ich, gar nicht nötig. Das betrifft meines Wissens nur die OE/ Audi-Lösung. Da gibt es natürlich auch Nachbesserung, preislich und qualitativ lohnt sich aber der Scheuerlein-Satz!

      RtRensen wrote:

      Wenn du die Viskosität steigerst erreichst du gar nichts, eventuell tritt das Gegenteil ein und der Ölverbrauch steigert sich noch mehr, weil dickere Öl noch schlechter durch die zu klein dimensionierten Ölbohrungen passt.
      Ein Kollege von mir hat den Verbrauch von 1,2l auf 0,2l mit Anticarbon, Mathy Ölspülung und Motul 4100 15W50 gesenkt. Einfache Anwendung. War allerdings ein 3.0 Kompressor aus einem B8.
      Anderer Motor/ Anderes Konzept ohne problematische Kolbenringe. By the way, nur zur Info.
      Nicht der Ideale Lösungsweg, wie ich finde.... Naja, nun hat er das Auto verkauft :huh:
      Will damit sagen, "theoretische Philosophie" ist schwierig..... Das ist auch nicht die erste, Praxis erprobte Methode, wo mit dickerem Öl ein niedrigerer Verbrauch erzielt wird.
      Persönlich würde ich aber auch davon abraten ;)

      isaucheinname
      Ja, nur eben zu empfehlen, dass man es nach draußen und nicht in den Kümmer oder Saugrohr pustet (s.o.). Habe ich auch nicht gemacht bzw. nur teilweise, da es bau bedingt schwer zu bewerkstelligen ist (A4 B6/ 8H ASN-V6). Zyl. 1 & 2 waren zu den Aufnahmen gerade druck dicht, daher die guten Aufnahmen.


      Habe gerade noch mal meine Mails durchgesehen und zitiere jetzt die Antworten von Liqui-Moly:
      Anwendung Pro Motorspülung bzw. Motor Clean (Selbes Produkt, was in der Mail auch u.A. meine Frage war):
      "...Wir haben Ihre Anfrage bearbeitet und können Ihnen folgendes mitteilen. Der Unterschied dieser beiden Produkte liegt daran, dass wir speziell die ProLine Linie für Werkstätten aufgenommen haben. Diese Linie können Sie als Endverbrauchen nicht überall erwerben. Die Variante MotorClean ist für Sie überall erhältlich. Das Produkt selbst unterscheidet sich nicht. Die Anwendung kann bis max. 15 Minuten durchgeführt werden und auch die komplette Dose, bei Fahrzeugen mit 3 Liter Gesamtvolumen. ..."

      Habe dann noch einmal konkret zur Überdosierbarkeit nachgefragt:
      "...Was wir in extrem fällen schon mal gemacht werden kann ist die 2427 nicht in 10% zu additivieren sonder mit 15% an zu wenden. Aber die Produkte können natürlich auch an ihre grenzen kommen, denn irgendwo sind dann die grenzen dass man anfangen würde Dichtungen an zu greifen und dass wollen wir ja nicht. ..."

      lg

      P.S.: Ich wollte schon lange, und habe ich immer noch vor, mal eins oder zwei Erfahrungsberichte zum einen oder anderen Thema zu machen. :P
      Vielleicht hab ich ja mal irgendwann genug Zeit dafür ;)
      Richtig so mit Bildern und allem drum und dran.

      PPS.: Alles nur Tipps aufgrund meiner eigenen/ pers. Meinung und Erfahrung...

      The post was edited 2 times, last by TLO ().

    • Was auch brutal gut reinigt (z.B. Zündkerzen über Nacht im Schnapsglas einlegen) ist Grillreiniger. Also so Schaum Zeugs. Hinterher wie neu, selbst im Luftspalt zwischen Isolator und Gehäuse.

      Kann man auch den den Zylinder geben. Einwirken lassen, durchdrehen, Ölwechsel.
    • Hallo Leute,

      ich bin immernoch am Überlegen, ob ich meine Motorreinigungsaktion mit oder ohne "Anticarbon" (oder Vergleichbarem) durchführen soll - schwierig. Vielleicht erst mal ohne und bei nur mäßigem Erfolg beim zweiten mal dann mit "Anticarbon".

      Nächste Woche schaue ich bei einem befreundeten Schrauber mal mit dessen Endoskop über die Zündkerzenöffnung in die Zylinder. Vielleicht gelingt auch ein Blick durch die Ansaugbrücke zu den Ventilen. Ich will mir einfach mal ein Bild machen. Wie im Eröffnungspost schon geschriebn, siehts durch de Öleinfüllstuzen absolut top aus. Aber vermutlich wird es dort immer top aussehen, da es dort keine "kritischen Stellen" hat, an denen sich Ablagerungen bilden können.


      Zum Angebot der Firma Scheuerlein:
      Da ich nicht in der Lage bin, solche "Operationen" am Auto selbst durchzuführen, müsste ich den Umbau auch bei Scheuerlein machen lassen. Ich denke, die werden im Umgang mit genau diesem Problem megamäßige Erfahrung haben. Aber ich vermute, preislich bin ich dann wieder jenseits von Gut und Böse im Bereich 3k € aufwärts.


      Noch was anderes sehr interessantes:
      Bin beim Suchen nach rechtlichen Möglichkeiten auf die Website "autofahrerseite.eu" aufmerksam geworden. Dort findet sich ein Artikel zum Abgasskandal, der beschreibt, wie die Geschädigten hier in Deutschland nun mit einer sog. Musterfeststellungsklage gegen VW/Audi mobil machen werden. Die sog. Musterfestellungsklage ist in D seit 1.11.2018 möglich. Der interessante Teil kommt jetzt: In diesem Artikel wird auch die Aussicht auf die Eröffnung einer Musterfestellungsklage in Sachen Ölverbrauch beim EA888 gestellt!!! Hängt u.a. von der Anzahl der Interessierten ab.

      Hier der Link zu diesem Artikel: https://www.autofahrerseite.eu/recht/...


      Grüße...
    • Ölverbrauch führt bei diesen Motoren durch beginnende Verkokung mit steckenden Kolbenringen, zugelegten Rücklaufbohrungen in den Ölabstreifern zu mehr blowby und somit zu noch mehr Öleintrag und noch mehr Ölverbrauch und noch mehr blowby...... Wenn der Ölverbrauch also bereits merklich angestiegen ist, ist es keine Frage mehr ob man ohne Zerlegung alles mögliche unternehmen sollte um die Funktion von Kolbenringen und Ölabstreifern wieder herszustellen. Es ist eigentlich die Frage ob man die Kolben ausbaut oder nicht. Es gibt z.B. die Möglichkeit die Kolben, sofern vermessen und noch gut zu reinigen und eine höhere Nut für den Ölabstreifer stechen zu lassen, in den dann ein funktionierender Ölabstreifer mit ordentlichen Rücklaufbohrungen Platz findet.