Die Mobilitätswende - was steckt dahinter und was bedeutet das für uns?

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    • AndreaSport wrote:

      Früher war es so, dass man sich mehr kaufen konnte, wenn man mehr verdient hat. Das ist m.E. im Prinzip erstmal nichts schlimmes (wenn die Verhältnismäßigkeit stimmt).

      Heute ist es so, dass man mehr Umwelt zerstören darf, wenn man mehr verdient. Das widerspricht meinem Empfinden von Gerechtigkeit.
      Den Punkt verstehe ich nicht. Wenn ich mir mehr kaufen konnte früher, habe ich doch auch mehr Ressourcen verbraucht. Sei es durch mehr Güter, verbauchsintensivere Güter, häufigere Nutzung etc.
    • Ja, nur hat es damals niemanden interessiert, weil wir alle gedacht haben, das bisschen Zeug aus den Motoren und Kaminen verteilt sich so dünn in der Luft, das macht sich gar nicht bemerkbar. Erst mit dem Smog-Alarm Anfang der 80er kamen wir so langsam auf die Idee, dass die Abgase (und andere Gifte) doch nicht so harmlos sind.

      LG
      A.
    • also mit Citymaut & Co, auch wenn ich kein Befürworter von Citymauts bin, weil es an Verkehrsreduktion einfach nichts bringt, wie ich in London eindrucksvoll erleben durfte, ist es aber noch immer besser als der Unsinn mit Freikilometer oder Autoverbote in Städtezonen.

      Wir haben in Österreich zum Teil die höchsten Unterhaltskosten, Parkzonenaufkleber, und teure Kurzparkscheine, mittlerweile auch schon Anwohnerparkzonen - aber bemerke ich weniger Verkehr? Nein, genausowenig wie die Citymaut in London den Verkehr reduziert hat. Eindrucksvoll ist mir ein Freitagnachmittag in London in Erinnerung, so einen Stau habe ich schon lange nicht erlebt. Laut meiner Tante, die dort wohnt, und jeden Tag von Bezirk neben Wimbleton nach London City fährt - hat sich seit der Einführung der City Maut wenig getan.

      Das einzige was tatsächlich zur Reduktion beiträgt ist die empfindliche Erhöhung der Unterhaltskosten, wobei man sieht das Österreichische Niveau, dass ja schon eines der höchsten in Europa ist, noch zu gering ist. Nur hat das ganze einen Haken: Es trifft alle, v.a. die, die wirklich aufs Auto angewiesen sind. Es ist also mMn. der falsche Weg.

      Die gewisse Anzahl an freikilometer halte ich für unsinnigen Blödsinn, auch wenn ich grün so einen Unfug leider zutraue. Ich habe meinen Hauptwohnsitz in Zentralwien (innerhalb des Gürtels), eine zweite Wohnung in Wien und einen Wohnsitz in Niederösterreich, ca 90km pro Strecke von meinem Hauptwohnsitz entfernt. Zur Zeit bin ich während Corona, wenn ich nicht in Wien sein muss im Haus, sprich ich fahre pro Woche locker 2-3x hinaus und wieder zurück nach Wien. Zählt das dann auch zu den freikilometern? Was soll sein, wenn ich diese überschreite? Fahrverbot? Teure Aufzahlung? Nein, so nicht. Wenn sowas in Wien kommen sollte, dann lege ich meine Autos und Motorräder still - und spare mir die Steuern und Vesicherung. Und dann kommen die Fahrten mit der 125er in der Stadt, zur Zweitwohnung, ins Büro, etc. pipapo.
    • Wenn das Wetter passt und ich nicht viel transportieren muss fahre ich Strecken, die mir für das Fahrrad zu weit sind, mit einem Moped.
      Und dann fällt mir oft auf, dass wenn mehr Leute Zweirad fahren würden, wie viel weniger Platz die Verkehrsteilnehmer einnehmen würden (gerade in Staus). Dann frage ich mich immer warum so wenige Alltagsfahrten mit Zweirädern getätigt werden.
      Wie viel Platz nehmen die ganzen Autos ein, nur um herumzustehen. Gerade in Städten ist Platz ja begrenzt.
      Vielleicht müsste man eine City-Maut an die Fahrzeugausmaße koppeln...

      Aber spätestens wenn dann doch wieder schlechtes Wetter ist, bin ich froh im Auto sitzen zu können, als stattdessen auf dem Moped kalt und nass im Stau stehen zu müssen...
    • Genau das denke ich mir auch, seit ich seit 2014 auf 2 Rädern unterwegs bin. Ich muss ehrlich gestehen, dass ein 125er Roller das beste Fortbewegungsmittel in der Stadt ist, ich bevorzuge meinen 125er dem Auto deutlich. Unterhaltskosten sind wenn man den Service selber kann lachhaft gering, ich zahle monatlich (Österreich wohlgemerkt!) 8€ Steuer, Versicherung. Spitverbrauch liegt bei echten, nachgerechneten 2,6l/100km - das ist nix.

      Aber ich fürchte, wenn Beschränkungen kommen, dann wird tabula rasa über alles drübergefahren, auch 2 räder.
    • Hallo,

      Sachengibts wrote:

      Und dann fällt mir oft auf, dass wenn mehr Leute Zweirad fahren würden, wie viel weniger Platz die Verkehrsteilnehmer einnehmen würden (gerade in Staus). Dann frage ich mich immer warum so wenige Alltagsfahrten mit Zweirädern getätigt werden.
      Wie viel Platz nehmen die ganzen Autos ein, nur um herumzustehen. Gerade in Städten ist Platz ja begrenzt.
      [...]
      Aber spätestens wenn dann doch wieder schlechtes Wetter ist, bin ich froh im Auto sitzen zu können,

      Eben. Den meisten Autofahrern fallen Fahrräder und Roller nur auf, wenn sie sie nicht überholen können. Aber nicht bei der Parkplatzsuche oder im Stau. Im Grunde muss jeder Autofahrer wollen, dass möglichst wenig andere Leute das Auto nehmen. Ein Teufelskreis.

      Man sagt, PKW in Privatbesitz stehen im Schnitt 23 h am Tag herum. Unsere vermutlich noch länger, ich selbst fahre meistens keine 100 km in der Woche. Was für eine Platzverschwendung. Ich kenne Leute in Großstädten, die nur deswegen nicht ihrem Auto zum Einkaufen fahren, weil sie gerade einen guten Parkplatz in der Nähe der Wohnung gefunden haben..

      LG
      A.
    • Motorisiertes Zweirad ist in der Stadt genial. Ich bin selber von 16 bis 24 täglich auf zwei Rädern unterwegs gewesen, da kein Geld für 4 Räder.

      Das reicht für 99% der Fahrten. Bei Regen in eine hochwertige Regenkombi einsteigen, Stiefel und Helm und Handschuhe hast eh an. Nur Schnee ist kacke, dann an den paar Tagen doch die öffentlichen.

      Gibt's übrigens auch elektrisch, und das bezahlbar. Und mit einem Bruchteil der Batterie Größe (deswegen ja bezahlbar).
      Mazda RX8 ロータリーエンジン - Rōtarīenjin

      Motor: :ams: XL 10W-40
      Getriebe: :rav: VSG 75W-90
      Achsgetriebe: :ams: Severe Gear 75W-90