Welches Öl für den Audi RS4 B5

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    • Welches Öl für den Audi RS4 B5

      Hallo,
      erstmal die Daten zum Kfz:

      1. Autohersteller, Model, Baujahr:
      Audi RS4 B5 Bj 04/2001

      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung:
      2.7L Biturbo Benzin (AZR), leistungsgesteigert auf ca. 600PS

      3. Öl-Volumen des Motors:
      Ca. 6,5 Liter

      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke:
      Keine Kurzstrecke, überwiegend Sommerbetrieb, wenn der Wagen mal gefahren wird dann sehr sportlich
      (also warmfahren und dann Feuer frei), meistens Landstraße bzw Pässe, selten Autobahn

      5. Wie hoch ist die Durchschnittsgeschwindigkeit:
      Laut Bordcomputer <60km/h, wobei das evtl durch das Nachlaufen lassen verfälscht ist

      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle:
      Bin da ein wenig unschlüssig, der Wagen läuft max. 5000km pro Jahr, eher weniger.
      Würdet ihr dann trotzdem jährlich wechseln oder evtl. auch zwei Jahre mit dem Öl fahren?

      7. Gesamtlaufleistung:
      Motor insgesamt 105.000km, bei ca. 100.000km kam der "große" Umbau auf 600 PS mit vielen Neuteilen
      (Nockenwellen, Hydrostößel, andere Pleuel + Lager, neue größere Turbolader usw.

      8. Bisher genutztes Öl:
      Motul 8100 X-Cess 5w40 (im Glauben dass es vollsynthetisch ist)

      9. Ölverbrauch ml/1.000Km:
      Bei meinem Fahrprofil ca. 100ml

      10. Welche Öltemperaturen werden erreicht:
      120° laut Anzeige im Kombiinstrument

      11. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung:
      ab Werk Euro 3, aber Vorkats sind entfernt

      12. Hersteller-Freigabe, Öl-Spezifikation (Fahrzeuganleitung):
      Müsste VW 504 00 LL sein, oder 502 00 Festintervall

      13. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche:
      Nein

      14. Leistungssteigerung vorhanden/geplant:
      Ja, vorhanden

      15. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.:
      Nein, bis auf die beim 2.7 Biturbo übliche Nockenwellenproblematik

      16. Eingeplantes Budget:
      Muss jetzt nicht unbedingt über 10€/L kosten...

      17. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar?
      Nein


      Weil hier in unserer Schrauberhalle alle so auf die Marke Motul abfahren, habe ich bisher das 8100 X-Cess verwendet.
      Nachdem was ich hier im Forum gelesen habe, möchte ich dieses Öl aber nicht mehr in den RS4 füllen. Sollte ab jetzt dann schon ein "echtes" vollsynthetisches sein...

      Habe die Suchfunktion verwendet und zwei weitere Beiträge zum Thema RS4 B5 gefunden, aber so richtig weitergebracht hat mich das nicht :/
    • Hallo,

      bei reinem Sommerbetrieb und der Leistungssteigerung würde ich auf ein 10w-40 gehen. Der Vorteil ist ein höherer HTHS und eine höher Viskosität
      bei höheren Schergeschwindigkeiten.

      Das Motul ist mMn nicht vollsynthetisch, HC ist da auch dabei. Kalzium und ZDDP wurden nach der neuen FÖA reduziert oder es liegt an der Messtoleranz.

      Ich würde auf das Gulf Competiton 10w-40 gehen, da das Basis Öl recht dick ist und ZDDP auf einem ordentlichen Level ist (wichtig für deine Nockenwelle).

      Wolfram wird in der Kombination mit Molybdän den Verschleiß bei Mischreibung weiter reduzieren.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • Mit dem Fahrprofil und der Leistungssteigerung würde ich auch klar das Gulf Comp. 10W-40 empfehlen.

      Dieses Öl zeigt sich vorerst als eines der umgänglichsten Öle zwischen Rennsport und Alltag im Sommerbetrieb (inkl. leichte Winterzeiten), wobei wir die ersten GÖA's noch abwarten müssen.

      Wirklich etwas in Hand haben wir derzeit noch nicht, und es gilt darauf zu achten, dieses Öl nicht als Pauschal-Antwort zu sehen so bald von Saison die Rede ist.
      Unser Spektrum ist weit gefächert, und genauso die Öl-Wahl.

      Im hiesigen Fall ist das :gulf: mit seiner FÖA aber ein sehr hoher Favorit.
    • Tequila009 wrote:



      Wirklich etwas in Hand haben wir derzeit noch nicht, und es gilt darauf zu achten, dieses Öl nicht als Pauschal-Antwort zu sehen so bald von Saison die Rede ist.
      Unser Spektrum ist weit gefächert, und genauso die Öl-Wahl.
      Da hast du natürlich recht. Aber bei den 10W40 würde ich sagen, ist es schon der Preis-Leistungssieger wenn man den bekannten Fakten traut. Da kann das Red Line preislich und das Penrite von den Werten bzw. Additiven nicht mithalten. Das Amsoil wäre eventuell noch ganz interessant. Aber da fehlt uns ja glaube ich noch ne FÖA.
    • Danke schonmal für den Input bisher!

      oilbuyer wrote:

      Dein (vermeintlicher) Favorit, da du ihn dir schon näher angeschaut hast, ist eine Super Wahl für eine Saison. :thumbup:
      Q8 Formula F1 10W-50
      Ja, habe ich mir angeschaut, bin aber unsicher.
      In einem der beiden anderen RS4B5-Ölberatungen schrieb ein (mittlerweile gesperrter) User, dass man bei den Motoren kein zu dickes Öl verwenden soll.

      Bzgl. Saison nochmal die Frage: Sollte das Öl wirklich jährlich gewechselt werden, auch wenn es dann vielleicht "nur" 3.000km drin war.
      Oder kann man damit auch eine 2. Saison bedenkenlos fahren?
      Es geht mir dabei nicht ums Geld für die paar Liter Öl (machts bei dem Auto nicht mehr aus), aber wenn es nicht notwendig ist...
    • Jay M. wrote:

      dass man bei den Motoren kein zu dickes Öl verwenden soll.
      Als Orientierung solltest du die Öltemperaturen im Auge behalten. Wenn du dort bei extremeren Belastungen weiterhin bei 120° C. bleibst, bist du noch im "grünen" Bereich.
      Ein 10W-40 kann durchaus ausreichend sein!
      Wenn du 6000 km in zwei Jahren fährst, würde ich das Öl ebenfalls so lange drin lassen. Bei 5000 km in einer Saison würde ich in der nächsten Saison wechseln.
    • Jay M. wrote:

      Weil hier in unserer Schrauberhalle alle so auf die Marke Motul abfahren, habe ich bisher das 8100 X-Cess verwendet.

      Nachdem was ich hier im Forum gelesen habe, möchte ich dieses Öl aber nicht mehr in den RS4 füllen. Sollte ab jetzt dann schon ein "echtes" vollsynthetisches sein..
      Wobei man fairerweise sagen muss das die Fixierung auf Vollsynthetik in der heutigen Zeit nicht mehr Zeitgemäss ist. Die sogenannten HC-Öle haben mittlerweile schon gut aufgeholt in Sachen Additivierung und Stabilität das man sagen kann sie stehen den wenigen Vollsynthetik in nichts nach.

      Einfach etwas in der Analyserubrik stöbern.

      Das Motul 8100 X-Cess 5W-40 ist schon ein ordentliches 5W-40. Welcher Art Erfahrung gibt es in der Schrauberhalle das alle auf Motul "schwören"?

      Weiß man mehr über die Nockenwellenproblematik? Ich meine war es seinerzeit ein Materialfehler? Sowas in der Art gab es beim PD TDI mal. Hierzulande schob man es aufs Öl, tauschte die Nockenwelle (warscheinlich mit verbessertem Material) und fuhr fortan 5W-40 PD. In USA gab es eine Umfrage bei der herauskam bei den betroffenen Motoren war das Öl (LL3 5W-30 oder 5W-40 505.01) egal, Schäden waren gleich frequent. Oder beruht es tatsächlich auf die Bauart des Motors?

      Hoffe ich konnte trotz fehlender direkter Empfehlung dennoch etwas helfen.
      Hier könnte Ihre Werbung stehen :grins3:
    • Hmm, Nockenwellen-Problematik ist glaube ich bei dem Motor nie ganz gelöst worden, und in den Internetforen findet man diverse Erklärungen dafür.
      Betroffen sind vor allem die Auslasswellen bzw. diese verschleißen schneller/mehr.
      Das Komische ist, dass bei den Autos die täglich bewegt werden die NW länger zu halten scheinen als bei jenen die nur mal am Wochenende rausgeholt werden. Das verwendete Öl scheint dabei keine große Rolle zu spielen.

      Meine (sehr laienhafte) Erklärung: Nach längerer Standzeit gibt es in dem Moment, wo der Motor wieder gestartet wird, so gut wie keinen Schmierfilm mehr zwischen Nockenspitze und Hydrostößel?
    • ja. genau so.

      ich spekuliere: die auslassnockenwelle ist im ölkreislauf am weitesten von der ölpumpe entfernt und wird daher beim motorstart als letztes mit öl versorgt.

      bei täglicher nutzung mag etwas restöl stehen blieben, bei wöchentlicher nutzung laufen die ölkanäle leer, beim starten herrscht zu lange mangelschmierung.

      bei diesem problem würde ich dringend, auch im sommer, zu einem vollsynthetischen 0w-40 raten.

      es gibt im wesentlichen 5 auf dem markt: shell helix ultra, motul 8100, rowe, amsoil und meguin / lm

      die gebrauchtanalysen hier zeigen sehr gute ergebnisse, auch nach längerere intervallen.

      ich sehe generell absolut keinen vorteil von 10w- ölen.
    • Ich sehe das anders. Der Motor ist auf ca. 600 PS getunt und die müssen von den Lagern aufgenommen werden. Ein
      0w-40 wird sich bei so hohen Scherbelastung schnell abbauen und die Lager werden höher belastet. Der HTHS ist generell
      niedriger und die Viskosität ist bei höheren Schergeschwindigkeiten niedriger.

      Gerade im Sommer und Frühling ist die Durchölungszeit zwischen 0w-40 und 10w-40 kaum messbar.
      Für die Nockenwelle ist ein Öl mit viel ZDDP, eine hohe Viskosität und Molybdän und/oder Wolfram zur Reduzierung der Reibung im
      Bereich der Mischreibung wichtig.
      Selbst wenn die Nockenwelle verschleißen sollte, dann lieber eine verschlissene Nockenwelle als eine eingelaufen Kurbelwelle und Kolben!
      Ich würde ein Öl mit Ester fahren, das haftet besser auf den Nocken.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • die nm müssen durch die lager aufgefangen werden, nicht die ps.

      es gibt jede menge hochleistungsmotore die mit 0w-40 gut laufen. mobil 1 0w-40 war jahrelang das öl für porsche und nissan gtr. gabe es da reihenweise motorschäden?

      ein hths über 3,5 sollte mehr als ausreichend sein.

      dass ein 0w-40 evtl früher nachgibt, ja, möglich, aber die gebrauchtanalysen hier im forum sprechen eine ganz andere sprache. aber wer das öl nicht spätestens nach 10tsd km wechselt wird hier eh nicht mitlesen.

      fakten:

      0w-40

      bis auf die intervalle über 10.000 km und andere ursachen sehen alle gebrauchtanalysen von 0w-40, auch in leistungstarken fahrzeugen, sehr gut aus.
    • FlipSidE wrote:

      Das Motul 8100 X-Cess 5W-40 ist schon ein ordentliches 5W-40. Welcher Art Erfahrung gibt es in der Schrauberhalle das alle auf Motul "schwören"?
      Hmm, kann ich nichtmal genau sagen. Vielleicht weil die anderen Jungs auch Motorrad fahren und da die Marke ziemlich populär ist.
      Dass es kein schlechtes Öl ist mag sein; und ich denke auch dass ich damit nicht alles falsch gemacht habe. ABER der Preis passt mMn einfach nicht zu dem was man erhält.

      N55 wrote:

      Eine GÖA vom jetzt verfüllten Motul wäre recht aufschlussreich, denn dessen HTHS hat auch "nur" 3,7
      Denke ich drüber nach ;)
      Würde das "kleine" Set von oelcheck für 41€ reichen?