MB SLK R170 Kompressor ... Mobil 1 NL gibt es leider nicht mehr. Welches Öl jetzt bei sportlicher Fahrweise und Sommer-Saison-Fahrzeug ?

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    • MB SLK R170 Kompressor ... Mobil 1 NL gibt es leider nicht mehr. Welches Öl jetzt bei sportlicher Fahrweise und Sommer-Saison-Fahrzeug ?

      Hallo,
      bei Mobile 1 gibt es ja leider nicht mehr das "0W-40 New Life" Motoröl und der Nachfolger soll in einigen Bereichen deutlich abweichen (keine BMW-Zulassung etc.). Zudem bin ich mir nicht sicher, ob das 0W-40 für mich richtig ist. Der Wagen hat seit 2004 erst 90.000 km gelaufen und ich würde ihn gerne so lange wie möglich fahren. Mehr als 5.000km im Jahr wird es aber selten. Zudem ist es ein Saisonfahrzeug mit Kompressormotor und ich hole ihn nur zwischen April und Oktober bei gutem Wetter aus dem Container (also höhere Außentemperaturen). Generell fahre ich wenig mit dem Wagen und wenn, dann entweder Kurzstrecke (ca. 15 km) oder richtig lange Touren. Bei Langstrecke auch oft über Autobahn und dann absolut am oberen Limit - was der Motor hergibt. Die Fahrweise würde ich als sehr "sportlich" bezeichnen und es kommt oft vor, daß ich den Wagen auf der Autobahn mehrere Stunden >200 fahre. Auch auf der Landstraße immer am oberen Limit. Insgesamt also ein sehr verschleißhoher Fahrstil bei oftmals hohen Außentemperaturen (z.B. nach Italien und zurück). Ist das 0W40 dann überhaupt die richtige Wahl ? Da ich kein Ölexperte bin, würde ich ansonsten jetzt den Nachfolger von Mobile 1 wählen. Der Spritverbrauch spielt bei der Auswahl keine Rolle. Getankt wird nur Super Plus und der Flitzer hat ohnehin gefühlt ein Loch im Tank. Öl schluckt der Motor bisher fast überhaupt nicht und ich bin ansonsten mit dem Wagen sehr zufrieden. Eine alltagstaugliche kleine Rakete die mir hoffentlich noch lange erhalten bleibt.

      Über eine Ölberatung wäre ich sehr dankbar !!!

      Das Fahrzeug:
      Mercedes Benz SLK, R170, Baujahr 2004
      mit 2.3L Kompressor Motor 197 PS

      3. Öl-Volumen 5,5L
      4. Fahrprofil: Kurz und Langstrecke. Oft extrem hohes Tempo über einen längeren Zeitraum.
      5. Durchschnittsgeschwindigkeit: überdurchschnittlich hoch
      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: Alle 2 Jahre, ca. alle 10.000 bis 12.000 km. Ist das so ok, oder zu oft ?
      7. Laufleistung pro Jahr: 5.000 bis 6.000km max.
      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand):90.000
      9. Bisher genutztes Öl: Mobile 1 New Life 0W-40
      10. Ölverbrauch ml/1.000Km: sehr gering
      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: das wird beim Max. liegen.
      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: ?
      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten: ?
      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: Nein - ist mir auch egal.
      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: Nur ein elektronisches Tuning vom Gaspedal (zuschaltbar).
      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: Nur Ölschalter am Motor, so daß kein Öl in den Kabelbaum läuft (typische Schwachstelle vom R170)
      17. Eingeplantes Budget: Das beste Öl darf ruhig etwas kosten.
      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? Nein.
    • Hallo,

      da der Motor stark belastet wird, würde ich auf ein hochwertiges 10w-40 gehen. Der Vorteil ist eine stabilere Heißviskosität und einen generell höheren HTHS.
      Ich empfehle gerne das Gulf Competition 10w-40 bei dieser Art der Beanspruchung, da mir das Additivpaket (viel Molybdän + Wolfram, vernünftiger Anteil an ZDDP) gefällt.
      Ein 0w-40 würde bei einem Saisonfahrzeug und hoher Belastung keinen Sinn machen, da die Vorteile eines 0w-x gar nicht zur Geltung kommen und die Nachteile überwiegen.

      FÖA:

      Gulf Competition 10w-40
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • Warum?
      Auf der BAB lasse ich meinen auch länger mit V-max bei 6.000 upm laufen wenn es der Verkehr und die Schilder zulassen.
      Auf leeren BAB's ist das zum Teil noch möglich. :yes:

      Und wie meine Lagerschalen aussahen, kannst Du hier begutachten: Der ölige Werdegang im M102

      Vollgas mit betreibswarmen Motor ist eigentlich kein Problem, wenn die Ingenieure, oh Verzeihung, die Rotstift-Agenten, nicht alles völlig vermasselt haben. :zwinker2:
    • Egal ob es hält oder nicht. Die thermische und mechanische Belastung ist generell extrem. Würde einem Fahrzeug immer zwischendurch mal einige KM Abkühlphase gönnen. Zumal ich die stundenlangen 200km/h plus Orgien mal weniger glaube. Selbst nachts hast du du schlechte Chancen. Eine privat Autobahn wird er ja nicht haben :überleg:
    • Mit konstruktiv vernünftig ausgearbeiteter Kühlung ist eine kontinuierliche Volllast völlig unproblematisch.
      Da steigt die Öltemperatur auch nicht über dem Soll.

      Ganz anders sieht es auf einer Rennstrecke aus. Ständig wechselnd zwischen Schubabschaltung, Teillast und Vollast...dazu die unregelmäßige Luftkühlung des Fartwindes, der Motor bekommt keine konstante Temperatur. Ständig gibt es ungleiche Einflüsse.

      Auf der freien BAB hingegen regelt sich das Thermostat konstant ein und der ganze Motor behält gleichmäßig seine Temperatur. Ich sehe da 0 (null) Probleme.

      Und "stundenlang >200 Km/h" wird etwas unglücklich geschrieben sein.
      Wenn ich meine 2x 400 Km Touren fahre, dann könnte ich auch schreiben, dass ich jeweils ~4 Std. immer Vollgas fahre, wobei natürlich Einschränkungen wegen Baustellen und so vorhanden sind.
    • Tequila009 wrote:

      Mit konstruktiv vernünftig ausgearbeiteter Kühlung ist eine kontinuierliche Volllast völlig unproblematisch.
      Welcher Hersteller macht das schon von Haus aus in dem Maßen, dass er Dauerfeuerbetrieb aushält. Sind wohl die wenigsten :überleg:

      Tequila009 wrote:



      Da steigt die Öltemperatur auch nicht über dem Soll.

      Wäre ja dann die Frage was in dem Fall Soll/Ist ist. Eine Anzeige hat er ja nicht verbaut.

      Ich beziehe mich ja auch nicht rein auf die Öltemperatur. Aber man muss sich einfach mal vorstellen, was in dem Moment in dem Motor passiert. Die Temperatur die auf die Kolben wirkt. Die Kräfte auf Pleul und Ventiltrieb bei 6000U/min und das über „Stunden“. Das ist alles andere als förderlich für die Haltbarkeit.
    • Ich sage mal mindestens jeder deutsche Motor hält das aus. Eher jeder moderne PKW auf diesem Planeten der auch hier in Europa verkauft wird ist Volllastfest. Das wird alles getestet. Mag sein das die ein oder andere 08/15 Kutsche in den Staaten das auch heute noch nicht kann, aber muss Sie ja auch nicht.

      P.S. Ich sehe die Belastung aber auch teilweise noch höher als zB auf der Rennstrecke. Die Kopfdichtung mag sowas weniger da zwischen den Stegen der Zylinder kaum Platz ist und keine Kühlung durch Wasserkanäle besteht. Allerdings ist es egal ob 1-2 Minuten Volllast oder 1-2Std danach wird es auch nicht mehr heißer. Die Kühlung bei hohen Geschwindigkeiten ist ja perfekt gewährleistet.

      Gruß

      Karsten
    • 53Fatman wrote:

      Ich sage mal mindestens jeder deutsche Motor hält das aus...
      Ich denke nicht. Du als BMW Fahrer müsstest eigentlich auch von den thermischen Problem bei den 8 Zylindern in der Vergangenheit wissen. Das ist nur mal ein Beispiel. Und für Vollgas im Dauerbetrieb ist mit Sicherheit kein Serienmotor gebaut worden, weil das nun mal nicht der Alltag eines Autos ist. Egal ob deutsch oder nicht.
    • Tequila009 wrote:

      Das Nardo-Video schmeichelt natürlich, doch lassen wir unsere Argumente mal so stehen und schauen, was TM78 dazu sagen bzw. erläutern kann...
      Wird wohl das Beste sein.


      0815 wrote:

      Jay wrote:

      53Fatman wrote:

      Ich sage mal mindestens jeder deutsche Motor hält das aus...
      Ich denke nicht. Du als BMW Fahrer müsstest eigentlich auch von den thermischen Problem bei den 8 Zylindern in der Vergangenheit wissen. Das ist nur mal ein Beispiel. ...
      Ich kann dich beruhigen, genau das wird getestet.
      Keine Ahnung was meine Aussage dort mit deinem Video zu tun hat. Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
    • Vollgasfestigkeit ist ein Kriterium, welches kaum mit der sonstigen Qualität eines Motors zusammenhängt. Es ist eine Auslegungssache.

      Die Toyota 4E-FE und 4A-FE Motoren gelten in den USA z.B. als super zuverlässig und erreichen Laufleistungen von 500tkm und mehr.
      Hier neigen die Dinger komischerweise alle ab gewissen Kilometerzahlen zu Ölverbrauch durch verkokte Kolbenringen oder sterben im Hochsommer auf deutschen Autobahnen in Verbindung mit den sehr kurz übersetzten 5-Gang-Getrieben den Hitzetod, wenn sie richtig getreten werden. Sie haben ja auch nur ein Ölvolumen von 2,8-3,2l.

      In Europa wird seltener Öl gewechselt als irgendwo sonst auf der Welt und auf deutschen Autobahnen wird schneller gefahren als irgendwo sonst.
      Das ist natürlich suboptimal, internationale Hersteller legen ihre Autos aber nicht explizit auf Deutschland aus.

      Tequilas Mercedes hat bei circa 110PS Leistung ein Ölvolumen von 5 Litern, der Toyota bei circa identischer Leistung und ähnlichem Hubraum 3,2 Liter.
      Ähnliches lässt sich auch beim Kühlwasser beobachten; der M102 hat hier wohl 9,5 Liter und der Toyota gerade mal 5 Liter.

      Die verschiedenen Auslegungen der Motoren und des Kühlsystems zeigt dies finde ich sehr gut auf.

      Bei der Mehrheit der deutschen Sportcoupes ist es aber denke ich nicht allzu tragisch, sie dauerhaft mit 200 km/h+ zu bewegen.
      Generell kenne ich keinen Mercedesmotor, welcher nicht vollgasfest wäre.
      Bei ausländischen Fabrikaten wäre ich hier ohne Erfahrungswerte aber vorsichtiger.
      :val: :gulf: :rep:

      '88 Mitsubishi Galant (4G37, 170tkm): Gulf Competition 10W-40
      '96 Toyota Starlet (4E-FE, 190tkm): ROWE Synt. RSi 5W-40
      '03 Renault Clio (K4J, 115tkm): LM Synthoil HighTech 5W-40

      "Wir schaffen Institutionen, Regierungen und Schulen, um uns im Leben zu helfen, doch jede Institution entwickelt nach einer Weile die Tendenz, sich nicht mehr so zu verhalten, als sollte sie uns dienen, sondern als sollten wir ihr dienen. Das ist der Moment, wenn das Individuum mit ihnen in Konflikt gerät.“ - Miloš Forman
    • @0815 Ok. Aber ist im Endeffekt auch egal. Jeder hat halt seinen Standpunkt dazu. Dauerhaft standhaft halte ich auch einfach nicht für möglich. Kurzzeitig ja. Wie bereits erwähnt, es geht nicht nur um thermische Belastung, auch um mechanische und die ist enorm. Wenn jemand neben dir an der Ampel stehen würde und sein Auto fünf Sekunden in den Begrenzer jagd, würdest du allein von der Geräuschkulisse denken, was stimmt denn mit dem nicht. Das arme Auto. Aber dauerhaft für Stunden ist ne ganz andere Nummer und alles andere als gesund.

      Wie hier in einem Thema irgendwo erwähnt wurde, soll ein Motor seitens Hersteller 300tkm halten. Was ich der heutigen Zeit des Spritspar-/Abgas-/Kostenschraubenwahnsinns nicht mehr glauben kann. Gerade bei den enormen Literleistungen der Downsizing Geschichte. Das wird bei meinem Verständnis nur bei einer sehr guten Pflege/Wartung und hohen Langstreckenanteil möglich sein. Aber nicht bei Otto normal mit longlife Intervallen, insofern überhaupt irgendwann noch eine Wartung gemacht wird.

      Auf der anderen Seite heißt es, ein Motor soll vollgasfest sein. Das passt aber meines Erachtens nicht mehr zusammen bei dem ganzen Sparwahn.

      Das Video habe ich gesehen. Das ganze stammt leider auch noch aus einer Zeit als Qualität im Vordergrund stand. Damals war German Engineering oder Made in Germany noch etwas wert und ein Ausdruck für Qualität in aller Welt. Ist heute leider nicht mehr immer so. Nicht alles was glänzt ist Gold.

      Und gerade Mercedes war damals eine Garantie für Dauerläufer. Egal ob Benziner oder Diesel. Nicht umsonst waren die meisten Taxen Mercedes.
    • Hallo und vielen Dank für die Zahlreichen Kommentare ! Es ist schön zu sehen, wieviel Aktivität in diesem Forum herrscht.

      @Jay: Ich bin ab und zu geschäftlich Langstrecke mit dem SLK unterwegs und fahre dann am Wochenende. Nachts vom Ruhrgebiet aus nach CZ sind mehrere Stunden Vollast auf den ostdeutschen Autobahnen und ohne LKWs gar kein Problem. Sonntag nachts von Dresden nach Dortmund kannst Du bei >200 den Tempomat einlegen. Auch von Österreich aus an der CZ-Grenze hoch Richtung Berlin kann man nachts am Wochende problemlos 2 oder 3 Stunden am Stück voll aufdrehen ohne gleich eine rücksichtslose Fahrweise an den Tag zu legen. Die Bahnen sind da menschenleer. Ich gebe Dir Recht, daß man das unter der Woche und mit dem regulären LKW-Verkehr und insbesondere in den aktuellen Baustellenregionen garantiert nicht machen kann. Aber bei den richtigen Strecken und Zeitpunkten ist das absolut möglich. Mein Punktekonto ist übrigends leer und ich halte mich mit einer gewissen Flexibilität an die einschlägigen Vorschriften, zudem ich als Vielfahrer auch durchaus rücksichtsvoll fahre. Wirkliche Bedenken habe ich da eigentlich nur in den Wildwechselzeiten ... das kann natürlich mal ins Auge gehen. Die letzten km fahre ich den Wagen dann langsam zum runterkühlen. Im Sommer beim Tankstopp öffne ich auch schon mal die Motorhaube am Rastplatz und lasse den Motor noch ein paar Minuten laufen, bevor ich ihn ausstelle.

      @BMWE36: Danke für den Öltipp. Von dem Gulf Competition habe ich zuvor noch nicht gehört. Kann der Wechsel von 0W-40 auf 10w-40 ein Problem für den Motor sein ?

      @Tequila009: Danke für Deine Tipps. Du hast auch ausschließlich 10W-40 empfohlen. Warum ? Ich bin da leider kein Experte und kenne die Unterschiede nicht im Detail. Wenn Du ein Öl aus Deiner Liste selber wählen müsstest (oder auch das Gulf), welches würdest Du für den R170 Kompressor wählen und warum ?
    • Hallo,

      die Gründe für ein 10w-40 wurden oben schon erwähnt:

      - höherer HTHS
      - stabilere Heißviskosität über das Intervall
      -Viskosität bei hohen Drehzahlen höher (fällt bei Ölen mir vielen Viskositätsverbesserern bei hohen Schergeschwindigkeit stärker ab)

      Im Frühling/Sommer musst Du dir bei einem 10w-40 überhaupt keine Gedanken machen. Selbst im Winter ist das kein Problem, wenn es nicht in den tiefen zweistelligen Minusbereich geht.
      Ich bevorzuge das Gulf Competition 10w40, da mir Wolfram und Molybdän als Additive zur Reduzierung der Reibwerte gefallen.

      Das Redline 10w40 ist sehr gut, jedoch teuer (ca. 20€/l).
      Das Gulf Competition gibt es für ca. 10€/l.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian