Zahnriemen im Ölbad - was gilt es zu beachten?

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    • Likin Jack wrote:

      Externe AGR sind veraltet und werden langsam aber sicher "aussterben". Die Integration in den kopf mit Regelung über die Nockenwellen ist die Zukunft.
      Zukunft? :staunt: Bei zumindest vielen Benzinern wird seit über 10 Jahren die AGR innermotorisch realisiert.
      BMW M135i LCI (N55): :rav: SSL 0W40
      Golf 4 TDI (ALH): :rav: NTD 5w-40
      Astra H Innovation 1.8 (Z18XER): :kroon: Poly Tech 5W-40
      meine GÖA
    • Genau, mein mittlerweile über 20 Jahre alter Toyota hat schon eine interne AGR.

      Da gehen allerdings keine Kanäle durch den Zylinderkopf, wie man sich das klassisch vorstellt, sondern da wird durch die Nockenwellenverstellung während des Ansaugtakts das Auslassventil zeitweise noch kurz geöffnet und eine gewisse Menge Abgas in den Brennraum zurückgesaugt.
      Das hat das ganze Autoleben lang noch nie ein Problem verursacht, trotz zeitweise sehr hohem Ölverbrauch, und der Normalo-Autofahrer würde das garantiert nicht mal bemerken.

      Ich weiß auch nicht, wie das im erwähnten Ford-Motor geregelt ist, aber interne oder externe AGR hat eigentlich nur bedingt etwas mit der räumlichen Positionierung des Systems, sondern mit der unterschiedlichen Funktionsweise beider System zu tun.

      Eine externe AGR funktioniert über ein separates AGR-Ventil.
      Dieses in den Zylinderkopf zu integrieren wäre möglich, aber meiner Meinung nach ziemlicher Schwachsinn.

      Das ganze Ventil wird durch die unmittelbar durchströmenden Abgase wenn im Zylinderkopf gelegen logischerweise extrem heiß (selbst beim Diesel locker 400-500 Grad) und wird bei einigen neueren Modellen daher schon mit durchs Kühlwasser gekühlt. Das würde den ganzen Zylinderkopf nochmal extrem aufheizen.
      Das wäre aber vielleicht zu verkraften, Diesel laufen ja von Natur aus schon viel kälter als Benziner.

      Das viel entscheidendere Argument ist, dass die externe AGR beim Diesel gerne mal zusiffen kann und daher eine regelmäßige Überprüfung / Reinung gut tut.
      Das wäre somit wieder mit einem riesigen Arbeitsaufwand verbunden.
      :val: :gulf: :rep:

      '88 Mitsubishi Galant (4G37, 165tkm): Gulf Competition 10W-40
      '96 Toyota Starlet (4E-FE, 190tkm): ROWE Synt. RSi 5W-40
      '03 Renault Clio (K4J, 115tkm): LM Synthoil HighTech 5W-40

      "Wir schaffen Institutionen, Regierungen und Schulen, um uns im Leben zu helfen, doch jede Institution entwickelt nach einer Weile die Tendenz, sich nicht mehr so zu verhalten, als sollte sie uns dienen, sondern als sollten wir ihr dienen. Das ist der Moment, wenn das Individuum mit ihnen in Konflikt gerät.“ - Miloš Forman
    • N55: Diesel sind doch gemeint oder nicht?
      Wobei ich da zugeben muss, jetzt bin ich dem OT-Zug aufgesprungen. Vom 1.0 Ecoboost Benziner auf nen Diesel und die AGR...

      Sollten vllt wieder zum Zahnriemen im Ölbad zurückkommen, bevor Tequila einen Anfall bekommt :zwinker2:

      Display Spoiler

      Bei Benzinern ist das wieder anders als zum Diesel zu sehen, weil anderes System, anderer Aufbau.

      Wobei die ja alles mögliche zu fressen bekommen. Öldämpfe aus der KGE, Abgase aus der internen AGR (wenn vorhanden), Krafstoffdämpfe aus dem Regenerierventil
    • Die vfl MK3 Focus, wie ich einen hatte, haben die Motorabdeckung serienmäßig. Dennoch klingt der Motor im Leerlauf wie ein Sack Unterlegscheiben. Ich höre da nur mechanische Nebengeräusche von allen möglichen Zusatzaggregaten, jedoch nichts vom Motor selbst.eider konnte ich mir noch keinen Steuerketten 1.0 im direkten Vergleich anhören.
      Hier Mal ein Video zum 2.0 Ecoblue.


      Vorallem bin ich gespannt, wie lange bei dem denn der Zahnriemen im Ölbad hält, bei den "extended service life" oder auf deutsch alle 2 Jahre oder 60.000Km. Im Video übrigens gut zu sehen, das im Kopf integrierte vollwertige AGR.
    • Likin Jack wrote:

      Naja, eins muss man Ford trotz allem übel lassen: Die Haltbarkeit/ Lebensdauer ist mit 10 Jahren unbeschreiblich hoch. Fast schon Lifetime.
      Ich fahre einen FoMoCo 1.5 TDCi 70 kW Motor im Firmenauto, da soll der Zahnriemen auch 180tkm / 10 Jahre halten. Konnte ich auch erst nicht glauben, mittlerweile hab ich aber festgestellt, dass der VAG 1.9 TDI BRR und BRS auch immerhin ein 120 tkm Intervall hat.
      Einem Kollegen ist übrigens der Zahnriemen von besagtem Ford Motor auf der Autobahn gerissen. Soweit ich weiß läuft er bei dem Motor aber nicht in Öl. Für mich Einzelfälle, den Fall der Autodocs würde ich auch nicht überbewerten. Man darf getrost davon ausgehen, dass das keine windige Schnappsidee war mit dem Riemen im Öl, da werden sich schon handfeste Vorteile ergeben haben. Dass die nicht mit den Vorlieben von uns Autokaspern äh Enthusiasten übereinstimmen ist halt unser Pech. Wir stellen nun mal nicht die Mehrheit der breiten Masse und müssen uns damit fügen. Heute sind Verbrauch, Emission und Geräusche ganz oben auf der Prio Liste. Man berücksichtige die durchschnittliche Haltedauer von Neuwagen. Wozu soll ein gewinnorientiertes Unternehmen, und das sind ausnahmslos alle Autohersteller, da den Fokus auf Haltbarkeit setzen? Der Gebrauchtwagenkäufer bringt spätestens ab 3. Hand kaum mehr Geld ein.
      Das alles ist aber nicht der Untergang des Abendlandes weil dadurch ja nicht alle Motoren zwangsläufig schlecht sind. Es gilt sich halt die guten rauszupicken.
    • Unter Drehzahl und Last gebe ich dir beim Klang Recht, aber nicht im Leerlauf und die Kette macht dabei vernachlässigbare Geräusche. Gibt ja genügend Kettenmotoren welche im Leerlauf nicht zu hören sind und genauso Zahnriemenmotoren die man sehr wohl deutlich hört. Hängt immer von der Fähigkeit und dem Willen des Herstellers ab. Maxima V6 . Nicht zu spüren und nicht zu hören, hat aber eine Kette.
    • Ich habe mal recherchiert die verwendeten Materialien am Riemen sind Neopren oder NBR. Wobei beim Kfz wegen der besseren Beständigkeit wohl NBR oder ein spezieller HNBR zum Einsatz kommt.

      de.m.wikipedia.org/wiki/HNBR

      Dieser Elastomer ist sehr gut beständig gegen Öl, und bestitzt auch eine sehr gute Temperatur Beständigkeit.

      Wogegen er wenig beständig ist, sind Säuren. Hier liegt denke ich das Problem, das auch hier kurz erwähnt wird.

      cjc.de/saeuren-im-oel/

      Mit kurzen Intervallen kein Problem. Wenn aber jemand sein Öl völlig tot fährt, werden Elastomere angegriffen. Normalerweise blöd, aber nicht fatal, verschiedene Dichtungen beginnen zu versagen.

      Beim Zahnriemen überhaupt nicht gut, wenn dieser sich auflöst, Zähne verliert und so weiter.

      Also sollte ein Öl eine hohe TBN haben und vor allem rechtzeitig gewechselt werden. Gerade hier kann im Einzelfall der Grund liegen. Nachvollziehbar dass bei einem völlig vernachlässigten Motor so ein Riemen Probleme bereitet.