Motoröl für Flugzeugmotor Lycoming/Continental

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Motoröl für Flugzeugmotor Lycoming/Continental

      Da möchten wir mit meiner Flugzeugmechaniker ein test machen, ein Auto-öl, möglichts höchstqualität, in einen Flugzeugmotor verwenden. Die folgen nach der Wervendung des "falschen" Öles sind nicht wichtig als der motor komplett neu überholt werden muss, in ca. 200 stunden ... Der motor muss mit Aeroshell 15W-50 Multigrade NO-ASH öl oder Monograde W80 NO-ASH befüllt werden. No-Ash muss es sein als die ablagerungen die durch verwendung des hoch-asche öles entstehen verglühen und konnen und fehlzündungen verursachen. Das ist laut Motorenfabrik. Also auch ein Öl der keine ZDDP additive hat als auch die ablagerungen der Zink auch etwas mit ventilführungen verursachen, aber genauer kann ich nicht sagen. Die motoren laufen mit 100LL (100 oktan low-lead blei benzin).
      Öl und filter würden in solche motore nach 50 arbeitsstunden gewechselt. Habt Ihr ratschläge?
      (4 Zylinder boxer, luftgekühlt, 5,24 L hubraum, max. drehzahl 2700U/min, betriebsöltemperatur ca. 75-100 grad, maximum 118 grad)


      p.s.: Da giebt's auch ein spezialadditiv von Lycoming, der schützt von hohe Scherung, schmierung durch kaltstart usw... und der mechaniker verwendet das auch schon Jahre in seiner Autos, problemlos...

      1. Autohersteller, Model, Baujahr:Cessna 172
      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: Benzin mit Blei, 5,24L, 150 PS
      3. Öl-Volumen des Motors: 8L
      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: Fliegen
      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden): 85kts
      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: 50 stunden
      7. Laufleistung pro Jahr: 100-200 stunden
      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): 1800 stunden
      9. Bisher genutztes Öl: AERO SHELL 15W-50
      10. Ölverbrauch ml/1.000Km: 1l in 5-6 stunden
      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: 80-110 grad
      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: /
      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten: /
      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: /
      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: /
      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: /
      17. Eingeplantes Budget: /
      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? /




      Audi A8 D2 4.2 LPG

      The post was edited 2 times, last by Versace ().

    • Sehr interessant Sache .
      Das Shell ist ist von der Basis eigentlich erst mal nichts besonderes:
      "AeroShell Oil W 15W-50 is a unique blend of high quality mineral oil and over 50% synthetic hydrocarbon base stocks, plus the AeroShell Oil W ashless dispersant additive syste"

      Interessant in der Niedrige Aschegehalt.
      Ash content % m 0.011 max - 0.006

      Nur keine Ahnung ob das mit Sulfatasche zusammen hängt oder es was anderes ist.

      Vielleicht lieber mit Addtiven Arbeiten , die haben weniger Einfluss auf die Asche. Wenn das den so wichtig ist
    • Die motoren haben 1950-er technologie, sowie die öle verwendet :lach3:
      Ich möchte aber etwas besseres testen... Problem mit asche ist, das alle Flugzeug motoren öl verbrauchen. Einige auch mehr als 1L/4 stunden wenn nicht auf langstrecke geflogen ist... (Touch and go's - takeoffs sind mit vollgas gemacht....)
      Audi A8 D2 4.2 LPG
    • Ein Verkäufer hatte das in verkauft Text. Aber das ist wahrscheinlich so nicht richtig.
      Eben noch mal bei Exxon genau nachgesehen.
      Es wird von PAO Öl gesprochen gemischt mit Mineralöl. Komisch aber anscheinend ist das im Flug Betriebe so.

      Wagner Micro Cerat hat bei mir im Motor (Bestätigung durch Analyse) gute Dienste geleistet. Motor Anfällig für Alu-Abrieb der war mit Wagner Micro Ceramic bei 0.
      Vorteil ist auch das es in Fahrzeug mit Naß Kupplung Ei gesetzt werden kann.
      Das heißt erst mal für mich das auch die Basis Eigenschaften von einem Öl nicht ändert. Was sicher im Flugzeug-Motor wichtig ist.

      Könnte mir vorstellen das es gut in dieser Funktion klappt
    • Aber da steht auch :
      "...cannot use traditional Ashless Dispersant aircraft engine oil... "

      Die Technik des Motors würde ja anscheinend 50 Jahre lang so gebaut. Ich verstehe nur noch nicht ganz warum in Älteren Motoren dieses Low Ash rein muss und es bei neueren wiederum egal ist.

      Auch sehr interessant:
      Öltemperatur:
      Minimum für Start: 23,88 °C
      Maximaltemperatur: 107,22 °C

      Zylindertemperatur:
      Betrieb: 215,55 °C
      Maximaltemperatur: 273,88 °C
    • Keine ahnung... Der Rotax ist ein neuentwickeltes motor und ist auch wassergekühlt.
      In die alten Cessnas müssen wir auch aufpassen das bei den Anflug nicht zu viel gas weggenommen ist für länger zeit oder das ein Descent nicht zu schnell ohne Gas gemacht ist. Da können sich die zylindern sich unterkühlen und risse bekommen. Da ist thermisch viel belastet.
      Mein mechaniker hat aber jetzt ein motor der nach 200 stunden in generalüberhohlt werden muss und wir können ein bischen mit das Motoröl experimentieren. Ich bin mir sicher das der motor OK läuft mit eine Vollsynthetik mit Ester... Auch wenn es ein low-asche öl wäre, könnte es super sein... Ravenol RCS 10W-60?
      Audi A8 D2 4.2 LPG
    • Noch mal hierzu "Wagner Micro Cerat ist ähnlich wie Cera Tec?"

      Bei das ist schon was anderes.
      Ceratec ist komplexer von seiner Mischung. Es enthält Öl lösliches Molybdän + Bornitrid + TBN Booster + PAO als Träger.
      Ich vermute aber das durch dieses zusammen Setzung der Ashe Wert bei der Verbrennung ansteigen könnte.

      Das Wagner basiert hier "nur" auf EP Addtive und nutzt glaube ich ein Mineralöl als Basis.
      Hier setzt sich die Additive Schichten setzen sich nicht so stark ab wie zum Beispiel bei Ceratec.

      Deswegen denke ich das warscheinlich das Wagner etwas mehr Sinn macht.
    • Das Mathy-M ist eigentlich nichts besonderes und in deinem Fall nicht zu empfehlen.
      Es Besitzt klassische EP Addtive.
      Sulfatasche steigt durch die Nutzung.

      Vielleicht könnte das Eurol Engine Oil Treatnoch was sein. Motor läuft ja mit hohen Öltemperaturen da macht sich Wolfram besonders bemerkbar.
    • Total hätte auch was im Programm: flugkraftstoffe.total.de/public/schmierstoffe/

      Total Aero DM 15W-50: mm-oelshop.de/TOTAL-AERO-DM-15W-50

      LYCOMING SI 1014M, SI 1409C, SB 446E, SB 471B
      CONTINENTAL MOTORS SIL16-2, M-0
      Files
    • Leute, es wurde explizit nach Automotorölen gefragt um eben einen Test zu machen und nicht nach Flugölen.
      Es würde ja sonst kein Problem geben, das alte Flugöl einfach weiterhin zu verwenden. Das ist eigentlich eine ganz interessante Thematik.

      Kennt vielleicht noch jemand irgendein KFZ-Öl? :/

      Mir will spontan auch nichts einfallen, höchstens vielleicht lowSAPS welches mit viel Wolfram oder Molybdän vollgepumpt ist.
      Nur gibt es diese halt nicht in der 50er-Viskositätsklasse.

      Vielleicht wäre ein hochqualitatives lowSaps 5W40 mit zusätzlichen Verschleißschutzadditiven ratsam?

      Man könnte alternativ natürlich aber auch eines der Racing 50er-Öle nehmen, die werden aber gewiss beim verbrennen mehr Ablagerungen im Brennraum erzeugen...
      :val: :gulf: :rep:

      '88 Mitsubishi Galant (4G37, 165tkm): Gulf Competition 10W-40
      '96 Toyota Starlet (4E-FE, 190tkm): ROWE Synt. RSi 5W-40
      '03 Renault Clio (K4J, 115tkm): LM Synthoil HighTech 5W-40

      "Wir schaffen Institutionen, Regierungen und Schulen, um uns im Leben zu helfen, doch jede Institution entwickelt nach einer Weile die Tendenz, sich nicht mehr so zu verhalten, als sollte sie uns dienen, sondern als sollten wir ihr dienen. Das ist der Moment, wenn das Individuum mit ihnen in Konflikt gerät.“ - Miloš Forman
    • Generell ist die Thematik von Fluhzeug- und Marinemotorölen eigentlich ziemlich interessant und hier im Forum noch nicht allzusehr vertreten.

      Wenn es @Versace nichts ausmacht, kann er ja gerne noch ein bisschen dazu schreiben, auch was der Motoreninstandsetzer zum Thema Öl zu sagen hat.

      Was mir so nicht bewusst war, ist, dass Flugzeugmotoren so oft überholt werden müssen, oder ist das spezifisch für diese Bauart?
      Ist der Cessna-Motor ein normaler Reihenmotor oder irgendwas abgefahrenes wie ein Sternmotor?

      ~2000 Betriebsstunden sind ja eigentlich kein Problem für jeden PKW-Motor und eine Nichtigkeit für jeden kommerziell genutzten Industriemotor und die Literleistung des Motors wirkt für mich nun auch nicht wirklich extrem. Hat der Motor einen speziellen Vergaser oder hat er irgendeine andere Kraftstoffzufuhr?
      Beim Start kriegen die Motoren natürlich ordentlich Last, laufen allerdings auch meist vorher kurz warm.
      Im Flugbetrieb wird doch eigentlich meist nur um ~60-70% Last abgerufen, oder? Die Luftkühlung müsste in diesen höhen und bei der exponierten Lage des Motors in der „Schnauze“ des Flugzeugs eigentlich auch gut funktionieren, also eigentlich nicht soooooo schlimme Bedingungen...

      Vielleicht kannst du ja ein bisschen mehr dazu schreiben... :)
      :val: :gulf: :rep:

      '88 Mitsubishi Galant (4G37, 165tkm): Gulf Competition 10W-40
      '96 Toyota Starlet (4E-FE, 190tkm): ROWE Synt. RSi 5W-40
      '03 Renault Clio (K4J, 115tkm): LM Synthoil HighTech 5W-40

      "Wir schaffen Institutionen, Regierungen und Schulen, um uns im Leben zu helfen, doch jede Institution entwickelt nach einer Weile die Tendenz, sich nicht mehr so zu verhalten, als sollte sie uns dienen, sondern als sollten wir ihr dienen. Das ist der Moment, wenn das Individuum mit ihnen in Konflikt gerät.“ - Miloš Forman
    • Das größte Problem an der Sache :
      Das Teil ist in der Luft und kann sich wegen Falschen Öl kein Ausfall der Maschine leisten.

      Weiteres Problem zum Öl an sich:
      Ash content % m 0.011 max - 0.006

      Die niedrigste Sulfatasche im PKW ist mit C4 0.5 und das wäre ein 5W30. C3 mit 0.8 ist dann 0W40 möglich.

      Die Frage ist: Ash content gleich Sulfatasche

      Der MAX Wert ist 0.011 max . Das hat vermutlich irgentwas mit dem Motor an sich zu tun. Jedes PKW Öl ist um ein Vielfaches höher