Honda CRX B16A1 Turbo @ 550 PS - GTX30 1.650 qcm

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    • Honda CRX B16A1 Turbo @ 550 PS - GTX30 1.650 qcm

      1. Autohersteller, Model, Baujahr: Honda CRX BJ 1990
      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: Benziner, 1.650 qcm, 550 PS bei 2 Bar Ladedruck mit Garret GTX30, Kurzhubmotor
      3. Öl-Volumen des Motors: 3,8 Liter
      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: 50/50, Landstraßen + Autobahn - Beschleunigungsspielchen ^^
      5. Durchschnittsgeschwindigkeit (siehe BC, sofern vorhanden): -
      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: alle 5Tkm
      7. Laufleistung pro Jahr:5Tkm Saisonfahrzeug 04-10
      8. Gesamtlaufleistung des Kfz (Tachostand): 15.000 km
      9. Bisher genutztes Öl: Liqui Moly 1391 - Motoröl Synthoil Race Tech GT1 10W-60
      10. Ölverbrauch ml/1.000Km: bis zu 500 ml pro 1000 km
      11. Welche Öltemperaturen werden erreicht: 115 Grad
      12. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: Euro 1
      13. Hersteller-Freigaben und Viskositäten:
      14. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche:
      15. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: Stahllaufbuchsen von Darton, verstärkte Kolben + Pleuel (H-Shaft), OEM Honda Lager (Kurbelwelle, Pleuel), Titanfederteller, Drehzahlen bis 9000 U/min, + Turbo
      16. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: Penible Wartung, demnächst Überprüfung der Pleuellager
      17. Eingeplantes Budget:
      18. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? - alles gut

      Das Fahrzeug wurde über viele Jahre sauber und penibel aufgebaut. Nur hochwertige Komponenten.
      Der Motor wurde speziell für hohen Leistungsabruf aufgebaut.
      Es wurde einiges für gute Kühlung getan (Ölkühler, aktiv gekühlt, sowie zwei Wasserkühler in Reihe + zusätzliche elektrische Wasserpumpe).
      Die Leistung wird regelmäßig abgerufen. Natürlich wird das Fahrzeug warum und kalt gefahren.
      Komplettes Live-Logging aller Sensorwerte (Lambda, Abgastemperatur, Öltemperatur, etc.).

      Wie gesagt, Lagerschalen sind OEM Honda inkl. originalen Lagerspielen. Es wurde bewusst auf ACL Race Lager verzichtet.

      Nun würde ich gerne meinem Motor etwas gutes tun.

      Welches Öl würdet Ihr bei solch hohen Belastungen empfehlen?
      ich vermute hier lässt sich noch einiges für den Kaltstart sowie für den Temperaturhaushalt optimieren.

      Ich danke bereits jetzt für eure Hilfe!
    • Öltemp steht ja da, ca. 115°C, geht noch.

      Also ansich sehe ich hier ein 60er Öl als nicht so verkehrt an Andy, ein 10W60 muss es natürlich nicht sein, das zerschert schnell zum 50er.

      Habt Ihr die Lagerspiele gemessen (Plastigage)? Wo liegen Sie denn? Bei der Literleitstung und da hier eh nichts mehr Serie ist ausser den Lagern kann man durchaus über sowas wie Motul 20W60 nachdenken. Hier geht es nurnoch um maximalen Verschleissschutz, wechseln macht man in dem Fall eh was öfter. Früher oder später geht bei so extremen Umbauten eh was fritte. Das braucht man sich um Verkokung oder sonst was weniger Gedanken machen.

      Ich würde aber eben versuchen die Viskositätsspanne klein zu halten, also was in Richtung 10W40, 10W50, 15W50, 20W60.

      Gruß

      Karsten
    • Bei den Lagerspielen muss ich leider passen. Da vertraue ich jedoch dem Motorenbauer. Er wird sie korrekt vermessen und das entsprechende Lager gewählt haben.
      Die Originallager sind in feineren Abstufungen erhältlich. Das ist der Vorteil vor den ACL Lagern.

      Der Motor ist schon Standfest, jedoch sollten laut dem Motorenbauer öfter mal die Lager abgenommen und überprüft werden. So wie es jetzt bei 15.000 km gemacht wird.

      Beim 20w60 sollte vermutlich auf einen Kaltstart bei niedrigen Temperaturen verzichtet werden? Richtig?
    • @Tequila009 dass mit dem Volumenstrom denke ich mir auch manchmal wenn ich solche extremen Viskositäten höre. Kommt aber auch auf den Motor drauf an und wie groß dort die Ölbohrungen sind und somit der Durchfluss. Philipp Kaess fährt in seiner RS4 Limousine Motul 20W60 und er schwört auf das Öl. Sein Motorenbauer sagt auch nichts negatives dazu. Allerdings hat er auch ca. 1200PS und bewegt das Auto fast nur noch auf der Viertel Meile.
    • Tequila009 schrieb:

      Der Motor wurde neu aufgebaut, da ist ein 60er Öl doch viel zu dick.
      Zudem behindert die hohe Visko die Kühlung, Stichwort Volumenstrom.

      Den Zusammenhang zwischen Neuaufbau und Ölviskosität kann ich nicht erkennen. 60er Öl ist nicht nur was für ausgelutschte Oldtimer mit hohem Ölverbrauch ;)

      Den Druck im Zylinder der in so einem Umbau herscht findet man in keiner Serienanwendung. Die Kolbenringe werden extrem an die Zylinderwände gepresst, da braucht es schon ein bischen Viskosität um an OT und der folgenden Abwärtsbewegung noch eine Schmierung zu haben und Verschleiss zu vermeiden.

      Wenn der Motorenbauer das 60er empfielt wird er sich bei den Lagerspielen auch was gedacht haben. Kühlung sehe ich generell bei dicken Ölen kein Problem.

      Ich würde dann eben das Motul 300V 20W60 nehmen, dann hat man die Heißvisko und das stabile Basisöl. Zudem ist das Motul ja auch sonst ein top Öl, viel Ester, zusätzliche Reibungssenkung durch Molybdän.

      Und starten kann man die Kiste auch bei leichten Minusgraden noch, ich denke aber dabei wird es bei einem solchen Auto kaum/selten kommen.

      EDIT: Generell sind diese Öle bis -20°C (15W) und -15°C (20W) geeignet, bis dahin müssen Sie pumpbar sein. Allerdings ist in den Bereichen dann ein dünneres Basisöl sinnvoll. BMW sagt zB (10W60 in den M Motoren) wenn man längere Zeit sich bei -20°C oder tiefer befindet sollte man wechseln. So ab ca. 10°C über diesen Temperaturen, würde ich mich nach was anderem umsehen, aber ich denke da steht der Gute in der Garage ;)

      Gruß

      Karsten
    • 53Fatman schrieb:

      Wenn der Motorenbauer das 60er empfielt wird er sich bei den Lagerspielen auch was gedacht haben.
      Das hatten wir schon oft.
      Motorenbauer haben nicht zwingend Ahnung von Öl.
      Wenn der Motor wirklich einen standhaften HTHS eines 60er benötigt, wäre die Empfehlung 10W-60 denkbar ungeeignet.
      15W-50 bietet den gleichen HTHS, und das wesentlich laufzeitstabiler.
      Wenn, hätte der Motorenbauer also min. 15W-60, wenn nicht gar 20W-60 empfehlen müssen.

      Man kann einem Motorenbauer aber mal kurz auf den Zahn fühlen, ob er über Öle bescheid weiß.
      Dazu einfach nach dem Parameter NOACK fragen, was das ist und ob er es erklären kann. Weiterführend dann in Abhängigkeit zur Basisöldicke.
      Da weiß man dann sofort bescheid, ob die 10W-60 Empfehlung einen fachlichen Hintergrund hat, oder es einfach aus mangelndem Wissen eine Standard-Wahl ist.

      PS: Zitat "Wie gesagt, Lagerschalen sind OEM Honda inkl. originalen Lagerspielen. Es wurde bewusst auf ACL Race Lager verzichtet."
    • Beim HTHS bin ich nicht ganz bei dir, viele 10W60 haben durchaus einen höheren HTHS als 15W50, aber ich gebe dir natürlich Recht, es wird nicht lange so bleiben.

      15W60 zu empfehlen macht keinen Sinn, da gibt es zu wenig, 20W60 ist ja auch ein Exot. Mit einem dicken 15W50 entspricht man am Ende dem gleichen Schutz wie ein 10W60. Ich würde wie geschrieben, ja auch die Spanne reduzieren, aber sogar noch etwas dicker gehen.

      Wenn die Lager eh gecheckt werden und gut aussehen, am besten natürlich auch andere Verschleissstellen prüfen (Zylinderlaufbahnen, Nocken etc.) mit dem 10W60 steht einem 15W50 in meinen Augen auch nichts im Wege.

      Gruß

      Karsten
    • Original waren die Motoren auf 5w-40 ausgelgt. Der Motor dreht ab Werk auch schon 8.000 U/Min. Sie gelten mit 5w-40 als "unkaputtbar".
      Hier wurde ausnahemsweise und vorbildlich die OEM Hondalagerschalen verwendet und das Spiel eingestellt
      Ich würde also auch ein -50er Öl empfehlen.

      P.S.: Reichliche Auswahl an hochwertigen 10w-50 und 15w-50 gibt es bei Motorradölen.
    • Ich danke euch für die rege Diskussion.

      Ich versuche kurz zusammenzufassen:

      10W60 "zerfällt" nach kurzer Nutzungszeit zu einem 50er Öl.
      Schlussfolgerung, der Motor benötigt nicht zwingend den dauerhaften Schutz eines 60er Öls.

      Ein 15w50 bleibt in seiner Form länger stabil und bietet den Lagern über einen längeren Zeitraum kontinuierlichen bzw. gleichbleibenden Schutz.
      Eventuell ergeben sich zu dem niedrigere Öltemperaturen, da geringerer Druck.

      20W60 wäre hier der "Panzer" im Feld. Dies Öl liefert einfach immer ab und hält dauerhaft was es verspricht.
      = dauerhafter und stabiler Schutz eines 60er Öls.

      Nachteile? -
      Kein Motorstart im Winter!!!


      Ein Honda-Tuner verwendet bei seinen Extremumbauten ebenfalls das Motul 20w60 und weist auf Kaltstarts bei unter 0 Grad hin:
      cw-racing.de/umbau-b18c-rumpf/
      Öl-Empfehlung: Motul 300V Competition 20W60, kein Motorstart bei Öl-Temperatur unter 0°C!


      Eine reihe von guten 15w50 Ölen wurden hier ja schon genannt. Um die Sache zu vervollständigen hätte ich noch gerne Vorschläge für ein gutes 10W60.


      Bei der Überprüfung der Lager werde ich den Motorenbauer auf das Thema Öl ansprechen.
    • Ich würde wirklich überlegen für diesen Motor ein gutes Motorradöl zu benutzen.
      Diese sind meistens stärker addtiviert und haben wohl bessere, scherfeste VI Verbesserer, d.h. sie dünnen nicht so schnell aus.
      Und es gibt eine viel grössere Auswahl in 10w-50 und 15w-50, viele davon hochwertig als Vollsynthetik / Ester.
      Das passt meiner Meinung nach perfekt für den Motor.
    • Von mir wird es keine Vorschläge für ein 10W-60 geben, da ich von dieser Viskosität abrate.
      Das Problem ist, dass die meisten Menschen nur eine Hand voll SAE-Klassen kennen, und sobald irgendwo irgendetwas von Tuning steht, wird fälschlicherweise gedacht, 10W-60 sei das Optimum.

      Mit einem vollsynthetischen 15W brauchst Du Dir auch bei leicht unter 0° absolut keine Sorgen zu machen.
      Hier mal ein Beispiel anhand des Mobil1 0W-40 und Motul 15W-50 @ -8°C:

      Zitat: "das Öl stand 24h im Freien, in der Nacht hatte es -12,5°C und beim Versuch waren es aktuell -8°C. meinermeinung nach kein wirklich deutlicher Unterschied......."


      Das 15W ist noch weit davon entfernt im Vergleich wirklich dick zu werden und ist noch schön flüssig.
      Dies kannst Du auch auf die anderen beiden 15W-50er beziehen.