Mopedreifen - Erfahrungen und Kaufberatung

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    • Mopedreifen - Erfahrungen und Kaufberatung

      Hallo zusammen,

      im Thread zum Thema PKW-Reifen ist eine Menge los, daher sehe ich das Potential auch zum Thema Motorrad-Reifen eine Diskussion zu starten. Insbesondere weil die Wahl eines geeigneten Reifens beim Moped noch wichtiger als beim Auto ist.

      Ich mache mal direkt den Anfang: Meine Honda VFR 800 RC46/2 steht aktuell auf 10 Jahre alten Metzeler-Gummis. Bevor sie also wieder auf die Straße kommt, müssen unbedingt die Reifen neu.
      Ich bin daher auf der Suche nach einem Tourensport-Reifen, der gut zu dieser mittelschweren Maschine passt. Besonders wichtig ist mir dabei ein angenehmes Handling und natürlich Haftung. Angenehmes Handling heißt für mich, dass ich die Maschine nicht mit viel Nachdruck in die Schräglage zwingen muss. Umgekehrt ist ein zu kippeliges Verhalten aber auch nervig. Lebensdauer spielt eine untergeordnete Rolle.

      Aktuell schwanke ich zwischen
      • Metzeler Roadtec Z8
      • Michelin Pilot Road 5
      • Dunlop Sportmax Roadsmart III
      Für Meinungen und weitere Vorschläge bin ich jederzeit offen!

      Grüße
      Steven
    • Das macht es als Neueinsteiger in das Thema umso schwerer.
      Einen Glaubenskrieg in Foren zu verfolgen hilft einem nicht weiter wenn man sich eine Meinung bilden will... Allerdings habe ich quasi noch nirgendwo etwas wirklich schlechtes über Metzeler gelesen.
      Daher steht er in meiner Liste aktuell auch oben. Preislich liegen ohnehin alle auf einem ähnlichen Level.

      Darf ich fragen was du auf deiner Suzi fährst?
    • Von 1986 bis 2015 bin ich Metzeler gefahren. Machdem dann auf dem Z6 "Made ich CHINA" (!) stand bin ich schnellstmöglich zu Bridgestone gewechselt.

      Ich fahre den Bridgestone Battlax T30 EVO (Weiche Karkasse - für 240 Kg Motorräder!) Tourensport, zuerst auf der alten GSXR 1100 und aktuell auf meiner Kawsaki ZRX 1200.

      Was soll ich sagen.. ich bereue im nachhinein meine Markenloyalität. Der Bridgestone ist in jeder Beziehung super und hätte vor 10 Jahren noch jeden Sportreifentest gewonnen. Er ist handlich, aber nicht nervös, stabil, super bei Regen und bietet ein extrem vertauenserweckendes Gefühl in Schräglage. Und er hält auch noch 6.000 Km hinten.

      Ich werde den solange fahren wie er erhältlich ist.
    • Oh jetzt wird es interessant. :snack:
      Also meine Erfahrungen haben sich dieses Jahr mit den Testergebnissen diverser Zeitschriften widersprochen.
      Ich bin auf meiner Fireblade den Conti Sportattack gefahren der sehr gut bei Trockenheit funktioniert, aber bei Nässe gefährlich sein soll.
      Ich hatte mit diesem Reifen egal bei welcher Witterung noch nie Probleme und ich fahre täglich damit auf Arbeit!
      Dieses Jahr habe ich den Bridgestone S20Evo gekauft, welcher ein sehr gute Regenreifen und somit Allrounder sein soll. Der Reifen ist ohne Frage gut und empfehlenswert, aber damit hatte ich bislang schon Traktionsprobleme bei Nässe. :überleg:
      Insgesamt denke ich das Conti momentan mit die besten Reifen entwickelt. Der Sportattack 3 hat eine eigene Optik vom Profilaufbau, soll aber extrem gut sein in allen Lebenslagen. Ebenfalls der Roadattack3 der für 80% aller Fahrer schon ausreichend ist.
      Aktuelle Reifen können viel mehr als der Fahrer oder auf der öffentlichen Straße möglich ist.
      :deru:
    • Servus

      Ich fahre eine RC8R und auf dieser seit Jahren Conti Sportattack 2.

      Als sehr sportlicher Touring Reifen ist der Roadattack3 ein sehr gutes Produkt.

      Auf dem Track fahre ich Reifen aus dem Hause Pirelli/Metzeler.

      Eine sehr wichtige Frage ist immer wie wichtig dem Fahrer die Eigenschaften auf Nässe sind?

      Grüße, p.s. wirklich schlechte Reifen gibt es nicht mehr
    • Ich bin Ewigkeiten nur Sportreifen gefahren, BT16Pro, S20, S20Evo, M7RR, Diablo Rosso 3, ...

      Und vor zwei Reifensätzen habe ich mich dann, mit der MV, erstmals auf einen Tourensportreifen getraut, den Conti Road Attack 3.

      Und ich muss euch sagen, ich war und bin hin und weg. Selbst bei meinem recht sportlichen Fahrstil keinerlei defizite auf der Landstraße zu einem reinen Sportreifen.

      Hält dafür aber doppelt so lange. Diablo Rosso 3 (Erstbereifung) war trotz 1000km Einfahren nach 3500km unter min. Profil, der erste Satz Conti RA3 hat knapp 7000km gehalten!

      Habe mich im Frühjahr auf der IMOT mit einem Conti-Stand-Futzi unterhalten, nach seiner Aussage ist die Gummimischung des RA3 die gleiche des Sport Attack 3, bloß deutlich dicker aufgetragen (Negativprofil beim RA3 hinten im Neuzustand satte 7mm).

      Beim RA3 gibt es aber zwei, vom SA3 abweichende, unterschiedliche Karkassenarten. Wohl für mehr Komfort und schnelleren Warmlauf durch "interne Walkbewegungen", in der "GT" Version dann stabiler für schwere Motorräder.
    • Von den Tourensportreifen bin ich selbst den T31 Bridgestone, den MetzelkerZ8 (M/O) und den Michelin Road 5 gefahren... der Z8 ist der älteste, nicht besonders handlich hält recht lange... der Road 5 ist handlicher, besser im Regen und (aktuell noch montiert) von der Laufleistung her vielversprechend, handlicher als der Z8.... der T31 ist der handlichste, im Regen und nasser Straße gut, aber von der Laufleistung her nicht das Gelbe vom Ei... Das Vorderrad verschleißt auch schneller als hinten....
    • Um mal was aus dem 17"-Supermoto Sektor zu bringen:
      Habe nun eine Saison mit dem Michelin Power RS hinter mir, vorher war ich Fan der Pilot Power-Reihe da altbewährt und dennoch gut.
      Ich muss aber sagen, der RS liegt nochmal auf einem ganz anderen Level.
      Schon Kalt kann man ihn gut fordern, ein abruptes Ausbrechen in Schräglage ist ihm auch völlig fremd, was der Vorgänger hingegen öfter hatte...
      Die Laufleistung wird nicht der Brüller, schätze 3.500-4.000km auf der Hinterachsesind hier möglich.

      Auf der Supermoto funktioniert das Teil perfekt ! :)
    • Langsam kommt die Diskussion ja ins Rollen. ;)
      Danke für alle Beiträge und Anregungen soweit.
      Zum Thema Nässe: Mir ist wichtig, dass ich auch bei Nässe noch sicher unterwegs bin. Wir wollen auch mehrtätige Touren mit den Mopeds unternehmen und da kommt ein Tag Sauwetter halt mal vor. Für eine Supersport-Maschine, die nur bei schönem Wetter Auslauf bekommt wär das natürlich egal.

      Ich habe mich mal weiter eingelesen und festgestellt, dass der Metzeler recht alt ist. Das lässt mich auch wieder zu den neueren Modellen der Wettbewerber schielen.

      @Tom_DN: Du hast deine Erfahrungen auf deiner BMW erfahren, oder? Die ist ne Ecke schwerer als meine VFR, daher wär jetzt interessant ob jemand mit einer leichteren Maschine das ähnlich sieht.

      Generell kommt Conti bei euch sehr gut weg, da muss ich vielleicht auch mal hinsehen.
    • Mit den aktuellen Tourensportreifen kannst du was Allgemeinperformance inkl Nässe angeht nichtmehr viel falsch machen. Metzeler Roadtec 01, Conti Road Attack 3, Michelin Pilot Road 5, Pirelli Angel GT, usw ... bieten eigentlich alle in allen Bereichen eine durchweg gut Performance.

      Hier ein schöner Vergleich: mopedreifen.de/News/Neue-Toure…fen-2017--2018.html?id=29

      @Pi x Daumen: Apruptes Abrutschen in Schräglage auch bei Starkem rausbeschleunigen hatte ich noch bei keinem Reifen ?( Der Power RS hat bei einem Freund auf der 1290 Super Duke nur 1500km gehalten, deswegen kam er für mich nie in Betracht.
    • HellBilly schrieb:

      @Tom_DN: Du hast deine Erfahrungen auf deiner BMW erfahren, oder? Die ist ne Ecke schwerer als meine VFR, daher wär jetzt interessant ob jemand mit einer leichteren Maschine das ähnlich sieht.

      ...
      Vermute, dass du nach dem T31 fragst: Ja, den bin ich auf meiner BMW gefahren... Auf dem Test vonMotorrad (wurde auf einer R1200RS gefahren) ging auch zuerst der Vorderreifen in die Kniee... Kann sein, dass es bei anderen Motorrädern anders ist...
    • Bei mir ist die aktive Zeit schon ne Weile her.

      Ich hatte auf ner alten XJ600 51J, also die aus den 80ern, den Bridgestone BT45. Damit war der Fortschritt einer Silica Mischung und unterschiedlicher Härte an Flanke und in der Mitte erfahrbar. Auch bei wirdrigen Verhältnissen unglaublich gut.

      Dann hatte ich lange eine FZR 600 3HE. Wegen dem 18 Zoll Hinterrad war die Auswahl begrenzt, nur Bridgestone bot für die Größe moderne Sportreifen an. Damals waren der BT010 und später der BT014 die Top Modelle. Auch hier super Ergebnisse, unfall- und rutscherfrei bei jedem Wetter über viele Jahre.

      Das Konzept unterschiedlich harter Laufflächen hat auch hier überzeugt. Silika ist glaube ich heute Standard. Im Handling waren die Reifen alle neu hervorragend und angefahren immer noch super, etwas weniger neutral.

      Das Handling ist ein Zusammenspiel von Maschine und Reifen, da kann es auch unterschiedliche Ergebnisse geben.
    • Letzlich ist beim Motorrad ja auch der Einfluss von Fahrwerkseinstellung und Luftdruck unglaublich hoch.

      Wenn ich in Foren lese das "Sportfahrer" oft den Luftdruck um mehrere Zehntel Bar senken, um auf der Landstrasse(!) "mehr Grip" zu bekommen gruselt es mich.
      Ich fahre vorne 2,5 / hinten 2,9 Bar, das ist der Standardluftdruck für 120/180er Reifen seit Jahren, soweit mir bekannt. Damit fühlt sich der Reifen gut an und hat mehr als genug Grip.

      Den Rest mache ich dann mit der Fahrwerkseinstellung, dafür ist sie da. Ich wollte ich könnte beim Auto auch alles voll einstellen....

      Ich hab mal spasseshalber den Luftdruck auf 2,2 und 2,5 gesenkt, zum Testen. Ich fand es unglaublich wie schwammig und unpräzises sich das fuhr. Wie ein nasser Schwamm. So kam ich gar nicht auf den Gedanken mich in Bereiche vorzuwagen in denen ich den vermeintlichen Mehrgrip auszunutzen.

      ....und jetzt kommt wahrscheinlich gleich jemand und schreibt das er persönlich mit dem niedrigen Luftdruck viel besser zurechkommt.....

      So unterschiedlich sind halt die Erfahrungen, Empfindung und der persönliche Fahrstil, das darf man bei der ganzen Reifendiskussion bei Motorräderen nicht vergessen.