Wechselintervalle - interessanter Bericht :-)

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    • kreisverkehr00 schrieb:

      aber das interessiert den Durchschnittsautofahrer halt nicht solange die Karre läuft
      Genau.

      Ich denke, dass ist in vielen Bereichen - nicht nur in der Ölthematik - so.
      Die Leute werden/sind bequem. Man kann im Auto einen Motor, oder einen "Motor" fahren. Wenn man Glück hat, hält er, bis das Leasing aus is, und der Neue vor der Tür steht. Einige wird's halt auch treffen, bei denen das Teil "ganz unverhofft" hops geht, und irgendwas oder irgendwer anderes dafür verantwortlich gemacht wird.

      Sieht man ja auch nicht zu selten in der Gesundheitsbranche.
      Die Leute stopfen alles mögliche schädliche Zeug in sich rein, machen keinen Sport, und wenn dann die Pediküre mal die Haut anstatt dem Zehennagel erwischt, das dann auf Grund der Gefäßsituation (wegen Diabetes, Rauchen usw.) nicht mehr heilt, und sich immer weiter entzündet, ist natürlich die tollpatschige Dame schuld, wenn einem der Vorfuß abgenommen werden muss, und nicht man selbst, der sich jahrzehntelang nicht um seinen Körper gekümmert hat. :angry3: :aua:

      Das war jetzt zwar ein weiter "ölfreier" Ausflug, aber es gibt doch Parallelen wie ich finde :lach3:
      Tom :lesen:
      Skyactiv 2.0 Benziner im Mazda 3 (2016)
    • Also ich bin da der recht konservativen Meinung, wie sicher viele hier, dass es selbst bei den Normalo-Motoren wichtig ist, regelmäßig zu wechseln. Das sind zwar keine Sportwagen, stellen aber andere wichtige Anforderungen an ein Öl (z.B. extreme Kurzstrecken, Stop-and-Go)

      Ich finde dieses Pfenniggefuchse bei den verhältnismäßig billigen Betriebsstoffen Öl, obs nun Motor-, Servoöl oder Getriebeöl ist immer regelrecht peinlich.

      Man sollte sich doch bitte mal runterechnen was ein Motorölwechsel anteilig pro Tankfüllung kostet... Und da gibt's ja noch Steuern, Versicherung etc.
      Auto fahren kostet halt, so wars schon immer und so wirds es halt auch bleiben.

      Anbei noch ein Foto meines Ventiltriebs, der nun über 30 Jahre hinweg alle 10000km (Werksangabe) neues Öl gesehen hat. Das Foto ist entstanden, wie ich ihn übernommen habe. Klar, kein Museumsstück, aber der Motor läuft wie ne eins und hat keinen messbaren Ölverbrauch, ZKD, Simmeringe alles noch original und verbraucht weniger Sprit als Werksangabe.
      Das liegt denke ich hauptsächlich daran, dass er so regelmäßig frische Betriebsstoffe gekriegt hat. Sicher könnte ich bestimmt auch auf 15000km Intervalle hochgehen, aber wozu?
      „Never touch a running system“
      Für die paar Kröten sind mir da Experimente zu schade...

    • Um nochmal auf den Beitrag zurückzukommen:

      Das sind dann auch die Nasen, die 20 Jahre/60tkm oder 6 Jahre/300tkm mit einem Zahnriemen fahren. Klar kann das gut gehen, gleicht aber denke ich eher nem russisch Roulette Spiel mit dem Motor. Selbst wenn man sagt, man kann das Öl so perfekt filtern kann, dass der Motor ein geschlossenes System ist (was man durch Blowby eh nie hinkriegen wird). Ich hab mal 20 Jahre altes Getriebeöl abgelassen (Intervall eigentlich: 80tkm / 10 Jahre), das sah auch noch goldklar aus und roch normal aber war total durch, da haste schon beim zwischen den Fingern reiben gemerkt, dass da nix mehr schmiert. Mit neuem Getriebeöl war das dann wie ein komplett neues Getriebe.

      Und das ein Motoröl bei ner Wochenfahrleistung von 2000km BAB mit Tempomat wie der Benz vom Bauunternehmer länger als 20tkm hält ist auch irgendwie klar. Bei dem könnte ein Nebenstromfilter wie bei großen NFZ sogar Sinn machen, dann könnte er mit gutem Vollsynthetischen vllt. 1 mal jährlich alle 80tkm-100tkm wechseln, wenn er wirklich nur Langstrecke auf der AB mitschwimmt ohne den Motor zu fordern...
      Aber auch das ist seit jeher schon Praxis und geht mit jedem guten vollsynthetischen Öl bei dem Fahrprofil, da brauchts keine Wunderplörre ausm Hinterhof.
      Es war auch denke ich nie der Sinn von Nebenstromfilteranlagen Ölwechsel vollkommen obsolet zu machen, sondern nur bestehende Kilometer(!)-Intervalle bei NFZ mit enormem Kilometerfahrleistungen verlängern zu können. Das funktioniert auch gut bei großen Motoren mit hohem Ölvolumen die stundenlang bei nahezu konstanter Last laufen, das die ganze Woche über.

      Das dies aber nicht gerade dem Fahrprofil des durchschnittlichen deutschen Autofahrers entspricht (erst recht in Zeiten des Downsizings und der immer weiter zunehmenden Urbanisierung) sollte eigentlich auch dem ZDF bekannt sein.

      Wenn es solch ein „Wunderöl“ seit fast 10 Jahren geben sollte, würden die Hersteller die ja eh der Lifetime-Macke bei fast allen Flüssigkeiten verfallen sind das doch sofort einfüllen, um sich dann über viele Motorschäden nach Garantieende zu freuen... Aber selbst denen ist das wohl zu blöd, weil sie wissen, dass wahrscheinlich einige der Fahrzeuge nicht mal diese Distanz durchhalten würden.

      Absolut reißerischer Quatschbeitrag auf RTL2-Niveau.

      Sorry für den langen Post, aber ich finde es einfach traurig, was dort an schlechter Recherche von öffentlichen Geldern finanziert wird.