Subaru Impreza STi GC8 JDM - Motor EJ207

    • Subaru Impreza STi GC8 JDM - Motor EJ207

      1. Autohersteller, Model, Baujahr: Subaru Impreza, Modell STi, Baujahr 1999
      2. Motor - Diesel/Benzin, Hubraum, Leistung: Benzin, 1994 ccm, 330 PS (Serie 280)
      3. Öl-Volumen des Motors: 4 Liter
      4. Fahrprofil - Motorsport, Kurz- Langstrecke: Gelegentlich Trackdays, sonst Schönwetterauto, 80% Landstraße 20% Langstrecken, niemals Kurzstrecken, Saison März - Oktober
      5. Wie hoch ist die Durchschnittsgeschwindigkeit: BAB 120, 100 cruise und ab und zu kurz 180-200
      6. Geplante Ölwechsel-Intervalle: 1x / Jahr (Saisonstart im März), somit alle 4000-6000 KM
      7. Gesamtlaufleistung: 76.000
      8. Bisher genutztes Öl: Motul Xcess 5W40
      9. Ölverbrauch ml/1.000Km: ca 100-300 je nach Fahrprofil
      10. Welche Öltemperaturen werden erreicht: 85 - 125
      11. Abgasnorm, Abgasnachbehandlung: Euro 2 Norm, 200 cpsi Metallkat
      12. Hersteller-Freigabe, Öl-Spezifikation (Fahrzeuganleitung): k.A. da Japan-Import
      13. Herstellergarantie oder Kulanzansprüche: -
      14. Leistungssteigerung vorhanden/geplant: Vorhanden: Höherer Ladedruck, frühere Zündung, somit 330 statt 280 PS. Geplant: Größerer Abgasturbolader für 400 PS)
      15. Sonstige Unregelmäßigkeiten, Teiletausch, Reinigungen etc.: -
      16. Eingeplantes Budget: 60 Euro
      17. Verschmutzung durch Öleinfüllöffnung sichtbar? Nein, da Zuführrohr zur Ölwanne im Motorraum


      Meine Kernfrage lautet: Macht bei meinem Fahrprofil ein "Hochleistungsöl" a la 5W50 oder gar 10W60 Sinn? Im Schnitt bewegt sich meine Öltemperatur zwischen 95 und 110 Grad (gemessen direkt am 3. Zylinder im Motorblock, also recht präzise).


      Ein schön häufiger gehörtes Pro-Argument stützt sich auf die Vorteile der höheren Viskosität auch bei der normalen Betriebstemperatur hinsichtlich der Leistungssteigerung, da ja gerade an den bei Subaru so empfindlichen Pleullagern bereits jetzt nicht unwesentlich mehr Last anliegt als im Serienzustand, nach dem geplanten Upgrade des Abgasturboladers erst recht!


      Was mich bei einem 10W60 jedoch beschäftigt, ist die vergleichsweise hohe Kaltviskosität, da der Hauptverschleiß im Motor ja bekanntlicherweise beim Kaltstart auftritt. Da ich ein Fan von Frühmorgens-Touren bin, kann dieser Kaltstart im März oder Oktober auch mal bei einstelligen Plusgraden stattfinden, würden die vermeintlichen Vorteile bei hoher Last dann nicht durch den erhöhten Kaltverschleiß relativiert?


      Vielen Dank vorab für eure Expertise!
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    • Nicht ganz, es gibt bei bestimmten Modellvarianten und Baujahren (so auch bei meinem) "Probleme" bzgl zu klein dimensionierter Bohrungen in der Kurbelwelle, weshalb man von Drehzahlen jenseits der 7000 rpm absehen sollte (hab daher den Limiter von 8 auf 7000 gesenkt).

      Ansonsten gibt es keine mir bekannten, baulichen Schwachstellen (habe auch damals mit mehreren namenhaften Tunern und Motoreninstandsetzern in England Kontakt aufgenommen), der Fehler liegt meist beim Anwender - falsches Öl, Intervalle nicht eingehalten, nicht richtig warmgefahren.
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    • Bzgl der Werksvorgabe tue ich mich mit dem japanischen Handbuch etwas schwer :D ich glaube aber 5W30
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    • Wenn der Hersteller 5W30 vorschlägt dann und anhand des Problemes mit den Lagerschalen würde ich bei einem 5W40 bleiben.
      Das RAVENOL RCS 5W-40 ist ja ein dickes 5W40 mit allem was es so gibt. Denke das könnte gut klappen.

      Das Motul 300V Power 5w-40 ist dünner ausgelegt bietet aber dafür viel Molybdän was ebenfalls helfen könnten das einlaufen zu vermeiden.

      oder du steigst auf ein 10W40 wenn du nur im Sommer fährst.

      Das Rowe Hightec Formula GT 10W-40 HC sieht hier sehr gut aus auch wenn anscheinend das Öl auf HC Basis ist.
    • TDI-2.7 schrieb:

      Das Rowe Hightec Formula GT 10W-40 HC sieht hier sehr gut aus auch wenn anscheinend das Öl auf HC Basis ist.
      Nicht nur anscheinend.

      Bei den Boxer-Motoren würde ich klar auf ein vollsynthetisches Öl gehen.


      o1li schrieb:

      Bzgl der Werksvorgabe tue ich mich mit dem japanischen Handbuch etwas schwer :grins3:
      Mache mal bitte Fotos vom Handbuch.
      Wir sollten das schon so halbwegs entschlüsseln können. :grins3:
    • Demzufolge ist das Mobil 1 5W50 also auch kein vollsynthetisches Öl und daher nicht empfehlenswert?


      TDI-2.7 schrieb:


      oder du steigst auf ein 10W40 wenn du nur im Sommer fährst.

      Inwiefern bietet denn ein 10W40 ggü. einem 5W40 Vorteile? Ein renommierter Tuner und Motorenbauer empfiehlt bei den Motoren gar 15W50, selbe Frage hier: Wo liegen die Vorteile ggü. einem 5W50? Höhere Viskosität bei der Arbeitstemperatur von 90° durch höhere "Grundviskosität"?


      Die Bilder hab ich am Wochenende leider vergessen (das Fahrzeug überwintert momentan noch, ca 50 KM von meinem Wohnort entfernt)
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    • o1li schrieb:

      Demzufolge ist das Mobil 1 5W50 also auch kein vollsynthetisches Öl und daher nicht empfehlenswert?


      TDI-2.7 schrieb:

      oder du steigst auf ein 10W40 wenn du nur im Sommer fährst.
      Inwiefern bietet denn ein 10W40 ggü. einem 5W40 Vorteile? Ein renommierter Tuner und Motorenbauer empfiehlt bei den Motoren gar 15W50, selbe Frage hier: Wo liegen die Vorteile ggü. einem 5W50? Höhere Viskosität bei der Arbeitstemperatur von 90° durch höhere "Grundviskosität"?
      Vorteile von 10w-40 ggü 5w-40? In der Regel keine praxisrelevanten.

      15w-50 ggü 5w-50: kommt mit deutlich weniger VI-V aus, daher höherer HTHS möglich und bessere Scher- und Oxidationsstabilität.
      Kann bei Nischenanwendungen (absurd getunte Motoren z.B.) durchaus sinnvoll sein. Aber bei leidlich seriennahen Autos ist in der Regel auch ein 5w-50 schon overkill und gelegentlich kontraproduktiv...
      Alte Autos, moderne Öle: turboseize.wordpress.com
    • turboseize schrieb:

      Vorteile von 10w-40 ggü 5w-40? In der Regel keine praxisrelevanten.
      15w-50 ggü 5w-50: kommt mit deutlich weniger VI-V aus, daher höherer HTHS möglich und bessere Scher- und Oxidationsstabilität.
      Kann bei Nischenanwendungen (absurd getunte Motoren z.B.) durchaus sinnvoll sein. Aber bei leidlich seriennahen Autos ist in der Regel auch ein 5w-50 schon overkill und gelegentlich kontraproduktiv...

      Ich denke hier muss man den Begriff "Serie" auch mit Augenmaß betrachten, was hier bei den Japanern in den 90ern Serie war, ist wohl mit den meisten anderen Serienmotoren nicht direkt zu vergleichen (Turbomotor mit 8000 u/min und einer Serien-Literleistung von 140 PS/l ). Was genau meinst du mit "Overkill" und "gelegentlich kontraproduktiv"? Klar, dass das kein Öl für Kurzstreckengurkereien ist, aber die Nachfrage hier war ja speziell auf mein Fahrzeug und Fahrprofil ausgerichtet ^^
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    • Grade die Woche nochmal mit Markus von AK-Motorsport drüber gesprochen: Motul v300 15W50 sollte rein :check:

      Er meinte (und das recht energisch) das er wohl damit die besten Erfahrungen gemacht hat.

      BTW hab auch nen EJ207 (Semi Closed Deck) im STI V4, allerdings von AK-Motorsport gebaut mit Schmiedekolben und einigen anderen Leckereien...



      ...von HKS gibt es ein spezielles Öl für Subaru EJ-Motoren mit 7.5W42 aber ob man das hier her bekommt und warum die Japaner solch lustige Viskositäten haben ?(
    • Was die Lager an geht, gibt es beim RX8 ähnliche Probleme, die auch weltweit ausgiebig diskutiert werden.

      Komisch erscheint zunächst, dass in USA standardmäßig 0W20 verwendet wird, in Europa in den Mazda Werkstätten ein 5W30 nach ACEA A5 also mit abgesenkter HTHS.

      Manche Motoren gehen kaputt, sehr sehr viele halten lange, ohne dass der Besitzer überhaupt drüber nachdenkt was er oder die Werkstatt tut. Also die Viskosität alleine kann es nicht sein, würde das nicht funktionieren, hätte man massenhaft defekte Motoren gehabt.

      Die Zusammenfassung wäre, dass man das Öl häufiger wechseln sollte, als die angegebenen 15000km. Die, die das machen, haben keine Probleme egal mit welcher Viskosität. Die Kombination von Spriteintrag und dem was in einem alten Öl so alles an Partikeln rum schwebt, tut den Lagern nicht gut. Zumindest wenn hohe Drehzahlen gefahren werden, was bei solchen Fahrzeugen ja durchaus gemacht wird.

      Verschleiß findet auch bei meinem Fahrzeug statt (Blei in der Analyse), aber auf die Geometrie gerechnet im Mikrometer Bereich. Damit kann ich leben. Der Motor wird sehr getreten, so bald er warm ist.