CCS, kin. Visko, VI, Pp/Fp - Was sagt die Theorie?

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    • Die KV120 ist zum einen nur interpoliert und zum anderen auch nur aus den Werten von der KV40 und der KV100.
      Dabei "gewinnen" bei ähnlichen Ölen von der KV100 her immer die mit dem höheren VI, eine Frage ist aber wie die VIV außerhalb von 60 und 100°C wirklich wirken also in wie weit es sind Sinn macht VIV-reiche Öle mit VIV-armen Öle mit der gleichen Interpolationsrechnung zu vergleichen.
      Die wichtigere weil beantwortbarere Frage ist was uns eine höhere KV120 überhaupt bringt, wenn der HTHS Messwert sich doch trotzdem stark unterscheidet?

      Die Frage ob 10W einem 0W vorzuziehen ist, ist für mich trotzdem zu 99% zu vernachlässigen, da die Anforderungen so gut wie nie gegeben sind, dass wird nur bei äußert anfälligen oder getunten Motoren einen Vorteil bringen.

      Die Seite und die Rechner finde ich natürlich trotzdem klasse, der unterste mit den Grafen zeigt das ja nochmal deutlicher, leider geht das Koordinatensystem nur bis 100°C, ich verwende ihn gerne für Getriebeölemixvergleiche.
      Wer joot schmiert, der joot fiert - Kölsche Volksweisheit
      :rowe: Synth RS 0W-40 :aral: Ultimate 102 :rav: MTF3+VSG 70/30
      :old: Eat real Foood! To get big, you gotta eat big. :BBQ:

      The post was edited 1 time, last by Dirtyhands1.8 ().

    • Dirtyhands1.8 wrote:

      Dabei "gewinnen" bei ähnlichen Ölen von der KV100 her immer die mit dem höheren VI...
      Richtig.
      Wenn wir ein 0W-40 und ein 10W-40 mit beide 14mm²/s @ 100°C nehmen, wird das 10W über 100°C rechnerisch zunehmend dünner als das 0W-40. Genau dieses Verhalten sagt der VI aus.
      Kalt dünn + heiß weniger abfallend = hoher VI
      Kalt dick + heiß mehr abfallend = niedriger VI

      Jetzt kommt es aber drauf an.
      Frischöl-Werte sind nicht auf den gesamten Intervall zu beziehen. Da ein 0W-40 mehr Polymere beinhaltet, diese eben durch mechanische Belastung abbauen, sieht es im Nutzungsverlauf schon anders aus. Dies betrifft ebenfalls den HTHS.

      Zudem kommt es auf den Arbeitsbereich der Polymere an. Wenn die Polymere z.B. bei 110°C ihre maximale Ausdehnung erreicht haben, wendet sich das Blatt, und das 0W-40 wird ab diesen Moment mit weiter steigender Temperatur dünner als das 10W-40. Die Berechnungen stoßen dann an ihre Grenzen, und sind weniger nutzbar.
      Man kann allein an den deutlichen HTHS-Differenzen erkennen, dass irgendwo zwischen 100°C-150°C Schluss ist beim 0W-40. Da kommt dann nichts mehr mit "eindicken". Und genau hier spielt ein 10W-40 seine Stärken aus und hält die Viskosität bzw. den HTHS aufrecht.

      Weiter gilt es die Stabilität zu beachten. Unter mechanischer Belastung kann ein 10W-40 seine Viskosität länger halten als ein 0W-40, und baut entsprechend weniger ab.
      Es hat also schon seinen Grund, warum im Rennsport dicke Basisöle verwendet werden.

      Die Überleitung von 20W auf 0W-20 ist übrigens irreführend.
      Mit sehr guten Basisölen kann man nämlich ein 0W-20 ohne Polymere kreieren. Es wäre dann sozusagen ein SAE20.
      Und dass man im 2Rad-Rennsport auf 20er Öle gehen möchte, liegt einfach daran, die letzten hunderstel Sekunden oder 0,X PS rauszuholen.
    • Nun zeigt sich allerdings mittlerweile bei den ganzen Analysen die hier online sind das, um bei xW-40 zu bleiben, "dickere" Öle zwar minimal bessere Verschleißwerte erzielen, in der Regel (nicht immer) die Viskositäten aber meistens gleich gut gehalten werden (oder auch nicht) bei unseren Intervallen von Maximum 15K meistens eher weniger als das.

      Nur so eine Beobachtung meinerseits über die letzten Wochen/Monate.
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    • Ja, damit ein 10W seine Vorteile auch ausspielen kann, muss es entsprechend gefordert werden.
      Bei den meisten hier ist die Nutzung halt eher Alltag und der Mittelweg eines 5W im sehr guten Kompromiss.
      Ein 0W-40 funktioniert natürlich genauso, keine Frage.

      Es geht dann eben um ein erreichbares Maximum, je nach Nutzungsanforderungen.
      Wer nur im Sommer unterwegs ist, kann eben sehr gut ein dickeres Basisöl wählen und den höheren HTHS mitnehmen.
      Auch kommt es auf den Kraftstoffeintrag an, klar.