Pinned Motoren für bestimmte Heißviskosität ausgelegt?

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    • NK.1992 wrote:

      HTHS beschreibt einzig die dicke unter Hohen Temperaturen und hohen Scher kräften! Aber Abgesenkte HTHS Öle sollen den selben Verschleißschutz bieten! Also entweder das ist komplett gelogen ODER dünnere Schichtstärke kann die selbe Kraft(anpressdruck/nm ect) aushalten wie ein "konventionelles" Öl Oder will man behaupten ein olles HC 10W40 schafft mehr kraft aufzunehmen bevor es reißt als ein modernes "voll" Syntethic Öl xW20/W30 ?
      Motorabhängig

      prallebockwurst wrote:

      Kann man also ganz pauschal sagen, dass ein Motor der mit einem 30er oder 20er Öl mit niedrigem HTHS (wie in den USA üblich) betrieben wird einem höheren Verschleiß unterliegt, als ein gleicher Motor der mit einem 40er Öl (HTHS > 3,5 mPas) betrieben wird?

      Nein

      Es war die Rede von gleichen Bedingungen. Zwei verschieden konstruierte Motoren = völlig andere Bedingungen.

      Siehe Formel der Sommerfeldzahl (z.B. Wikipedia).

      Fläche rauf = mehr Tragfähigkeit. Viskositat darf runter. Nachteil man braucht mehr Bauraum und Material, also auch mehr Masse.

      Schmierspalt kleiner = mehr Tragfähigkeit. Viskositat darf runter. Nachteil man muss viel präziser fertigen (Kosten). Bei der kleinsten Ungenauigkeit (rundheit, geradheit) geht das nach hinten los.
    • Zu berücksichtigen ist noch das bei höherer viskosität auch die öltemperatur je nach motor ansteigen kann da die reibung im öl zu nimmt vorallem bei xW50 XW60 ölen, natürlich spielt auch eine rolle ob mit oder ohne Ölkühler und den thermomanagement.

      Hier hatte jemand bei einem 10w60 deutlich höhere öltemperatur als bei einem 5w30

      astra-g.de/showthread.php/4708…ratur-durch-Castrol-10W60
    • Bei der Auslegung der neuen Motoren geht die Tendenz ja immer mehr zu niedrigen Heißviskosität, um die Effizienz durch die etwas niedrigere Reibung zu steigern.

      In einer Dokumentation "Reibungsminimierung im Antriebsstrang 2016" herausgegeben von Johannes Liebl, habe ich heute morgen gelesen, dass die Reibung im Bereich der Gleitlager bei niedrigerer Viskosität und höherer Öltemperatur sinkt, jedoch die Reibung im Bereich des
      Ventiltriebs zunimmt bei höherer Öltemperatur und sinkender Viskosität, da die Mischreibung weiter zunähme. Vor allem bei niedrigen Drehzahlen, die heute ja angestrebt werden. Wir kennen das ja auch aus dem Bereich der Steuerkette, wo die Reibung ebenfalls steigt
      bei niedrigerer Viskosität.

      Die generelle Aussage, dass ein Motor mit niedrigerer Heißviskosität weniger Reibung/Verbrauch hat, sei daher nicht richtig.



      Da bei Dieselmotoren durch die höheren Spitzendrücke und die niedrigere Ölviskosität die Belastung auf die Gleitlager steige, müsse man die Lagerdurchmesser erhöhen, was wiederum niedrigere oder keine Vorteile hinsichtlich der Reibung bringen würde.

      Quelle: Reibungsminimierung im Antriebsstrang 2016, herausgegeben von Johannes Liebl
      Im Bereich der Gleitlager käme man durch Start/Stopp und die Reduzierung der Heißviskosität der Motoröle zu immer aggressiveren Gleitlagerbetriebsumgebungen. Die Fresssicherheit und Abriebfestigkeit der Lager wird daher immer eine größere Herausforderung, wo Mahle mit der Polymerbeschichtung mit ölgefüllten Mikrokapseln für Abhilfe sorgt.

      Quelle: Reibungsminimierung im Antriebsstrang 2015, herausgegeben von Johannes Liebl
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • BMWE36 wrote:



      Die generelle Aussage, dass ein Motor mit niedrigerer Heißviskosität weniger Reibung/Verbrauch hat, sei daher nicht richtig.
      Beim Kauf war bei mir 5W30 eingefüllt, habe dann auf VST 5W40 gewechselt. Eben gerade mein Auto nach der Motorrevision abgeholt und 150km am Stück gefahren. Zur Zeit ist ein 5W50 drin.

      Ich kann absolut nicht bestätigen, wie manch andere sagen, dass der Wechsel auf eine höhere Viskosität den Motor angestrengter erscheinen lassen. Er läuft absolut Einwand und ich habe bzw. darf ja im Moment noch nicht einmal Last/Leistung abrufen.

      Ebenso kein Mehrverbrauch. Bin zwar eine Strecke gefahren, die ich sonst nicht fahre, aber werde es mal die restliche Einfahrzeit beobachten. Und ich denke, der Sprung insgesamt von 30 auf 50 ist nicht gerade klein. Da hätte sich das Ganze schon bemerkbar machen sollen.
    • Das kann je nach Motor schon sein. Die Reibung im Bereich des Ventiltriebs macht bei niedrigen Drehzahlen ca. 30-40 % aus, diese wird sinken bei höherer Viskosität. Die Reibung im Bereich Kurbeltrieb und der Kolben steigt, die Reibung der Steuerkette sinkt. Es kommt auf den Gesamtwert aller Reibungswerte im Motor an.
      Die 0/5W-20 Öle haben mMn deshalb mehr Molybdän, um den Nachteil, die höhere Mischreibung des Ventiltriebs, zu reduzieren.
      "The mind is not a vessel to be filled but a fire to be kindled." - Plutarch.

      Gruß Julian
    • Ist bei mir genau das selbe.

      Selbst meine 86PS-Gurke hatte mit 10W50 bei Minusgraden absolut keine Probleme in Punkto Spritzigkeit.

      Das einzige was ich mir einbilde, ist, dass der Anlasser sich mit 5W40 bei Minusgraden etwas leichter getan hat...
      Sobald der Motor lief, war aber absolut kein Unterschied feststellbar...

      Es kommt aber denke ich vor Allem drauf an, für was der Motor ausgelegt war.
      In den Motor kannst du von 5w20 über SAE 30 bis 20W50 alles reinkippen.
      Logisch, dass da keine großen Unterschiede feststellbar sind, wenn die internen Bohrungen/Tolleranzen ohnehin auf so dicke Öle ausgelegt sind.

      Anders sieht die Story wahrscheinlich aus, wenn man einen Motor, der für 5w20/5w30 freigegeben ist nimmt und dort 5w40 oder dicker reinhaut.

      Solange man sich im Rahmen der Freigaben bewegt, sollte dieser Effekt aber denke ich eigentlich nicht zu sehr zum Vorschein kommen...
      :val: :gulf: :rep:

      '88 Mitsubishi Galant (4G37, 170tkm): Gulf Competition 10W-40
      '96 Toyota Starlet (4E-FE, 190tkm): ROWE Synt. RSi 5W-40
      '03 Renault Clio (K4J, 115tkm): LM Synthoil HighTech 5W-40

      "Wir schaffen Institutionen, Regierungen und Schulen, um uns im Leben zu helfen, doch jede Institution entwickelt nach einer Weile die Tendenz, sich nicht mehr so zu verhalten, als sollte sie uns dienen, sondern als sollten wir ihr dienen. Das ist der Moment, wenn das Individuum mit ihnen in Konflikt gerät.“ - Miloš Forman
    • mitsu_joe wrote:

      Das einzige was ich mir einbilde, ist, dass der Anlasser sich mit 5W40 bei Minusgraden etwas leichter getan hat...
      Sobald der Motor lief, war aber absolut kein Unterschied feststellbar...
      Ja abba abba:
      Moderne Motoren haben eine digitale Drehzahlregelung. Mein Polo behält sogar die Drehzahl konstant bei, wenn man einen Zylinder abschaltet. Demnach dürfte es auch kein Problem sein, einen mehr oder weniger stark erhöhten Widerstand durch steiferes Öl 'wegzugeregeln'.
      Ich mache keine private Ölberatung, weil: Habe noch zu wenig Ahnung. :yes:
      (obwohl ich mal dachte, ich hätte Ahnung davon :lach3: )