Die Herstellerfreigabe - Ist sie wichtig? Welche Aussagekraft hat sie?

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    • Die Herstellerfreigabe - Ist sie wichtig? Welche Aussagekraft hat sie?

      BMW Longlife-01, MB-Freigabe 229.51, VW 502.00, Porsche A40, Ford M2C 937-A und PSA B71 2297...

      Es gäbe noch viele weitere Freigaben-Nennungen.
      Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, was das alles auf sich hat?! ?(


      Die Hersteller-Freigaben wurden eingeführt, um ein Mindestmaß an Tauglichkeit garantieren zu können.
      Bei Verwendung der vorgeschriebenen Öle wird innerhalb der Garantiezeit auch ein Motor mit Totalschaden vom entsprechenden Hersteller klaglos ersetzt.

      Wie sieht es nach der Garantiezeit aus?
      Hat sich der Fahrzeugführer weiterhin an der Öl-Freigabe gehalten und es kommt zu einem Motorschaden, sieht es nicht mehr so rosig aus.
      Die Kulanz-Anträge sammeln sich...es wird immer enger...


      Grundlegend gilt es aufzunehmen, dass hierzulande alle Hersteller die ACEA-Spezifikationen als Basis nutzen müssen, weitere Hersteller unterziehen sich ebenfalls dieser europäischen Gemeinschaft für Standards.

      Was bringt uns das?
      Es werden z.B. der ZDDP-Gehalt, die Sulfatasche, der HTHS und weitere Dinge vorgegeben.
      Anhand/innerhalb dieser ACEA-Vorgaben hat jeder KFZ-Hersteller nun die Möglichkeit, sogenannte Freigaben für Öle zu erteilen.
      Es steht dem KFZ-Hersteller also frei, ein Öl mit ACEA-Spezifikation nicht freizugeben.

      Man muss sich das als eine Reglementierung innerhalb einer Reglementierung vorstellen.

      Was dabei raus kommt, ist mittlerweile mehr als Fragwürdig.
      Viele sehr gute Öle verzichten auf die ACEA und dann natürlich auch auf die Hersteller-Freigabe.

      Wir führen anhand so einiger (z.B. MB 229.3) Öle vor, dass die MB-Freigabe 229.5 keinen Fortschritt bedeutet. Eher beschränkt sie, durch Fuel-Economy....

      Wer außerhalb der Garantiezeit ist, sollte sich gut informieren.

      So kann auch ein weder nach ACEA, noch MB 229.3/229.5 spezifiziertes Öl den NOACK von 4,8% erreichen, was weit oberhalb der genannten Mindestanforderungen liegt.
      Es ist also klar festzuhalten, dass die ACEA und die untergebenen Hersteller-Freigaben nicht das Optimum versprechen, wie sie es einem suggerieren.
      Diese ganze Steuerungs- und Reglementierungsarbeit darf & sollte hinterfragt werden.

      Schaut euch um...Analysen, Dokumente und weiteres sind vorhanden. :thumbup:
      Dazu scheibt auch gerne eure Sichtweise/Meinung. :thumbup:
    • Ja, sogesehen ist der NOACK unterhalb, stimmt schon.
      Ich meinte mit oberhalb halt besser, habe mich da nicht genau genug ausgedrückt.

      Was die Öle ohne Freigaben angeht, kannst Du z.B. bei Amsoil anfangen, über Redline, den beiden Rowe's, oder auch das Motul Sport 5W-50. Da sind natürlich nicht alle nach "entspricht MB 229.3", das war mehr so floskelmäßig geschrieben.

      Ich möchte insgesamt einfach zum Ausdruck bringen, dass es nach der Garantiezeit keinen Grund gibt, sich an den Herstellerfreigaben zu klammern. Das schränkt nur ein und man versperrt sich damit selbst die Möglichkeit, höherwertigere Öle nutzen zu können.
      Leider werden die Leute ja nicht nur von den Herstellern selbst auf diesen Freigabe-Wahn getrimmt, das machen auch nahezu alle, die sich als neutrale Beratungsstellen ausgeben.
    • Ich übertrage mal einen Post:

      Tequila009 wrote:

      Kurz eine Untermauerung:

      Wer von euch würde das "real,- Quality GSR 5W-30" fahren wollen?
      Es handelt sich dabei um den Einkaufsmarkt real,- mit einer Eigenmarke.

      Wie im Anhang zu sehen, ist dieses Öl namentlich gelistet und besitzt die MB-Freigabe 229.5 (Stand 06.04.2017).
      Interessant dabei ist, dass die real,- Handels GmbH der Auftraggeber ist.
      Die kaufen also ein Öl ein, lassen es labeln und beantragen dann die Freigaben-Nennung bei MB.

      Ich habe keine Ahnung, welches Produkt (Markenöl? Unter Lizenz? Raffinerie?) das ist, doch da beginnt die Leistungsfähigkeit der 229.5.
      Was also fordert diese Freigabe als Minimum?
      Anscheinend nicht so viel, wenn sogar ein Einkaufsmarkt auf die Idee kommt, sich ein Öl labeln zu lassen, um es dann unter der hauseigenen Marke "Quality" zu vermarkten.

      Ist die MB-Freigabe ein Garant für höherwertige Öle?
      In meinen Augen nicht.
      Selbst einfache HC-Öle mit entsprechendem Minimalst-Additivpaket erhalten diese Freigabe.
      Was MB mal einführte, um wirklich nur getestete Öle mit höheren Anforderungen frei zu geben, ist mittlerweile in einem Sumpf der Geldmacherei versunken (Profit um jeden Preis).

      Sorry, dass ich das so negativ äußer, doch die Schlüsse lassen für mich nur diese Ansicht zu.

      Trotz alledem, eine geruhsame Nacht euch.
      Images
      • BEVO 229.5.jpg

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    • Hersteller Freigaben - egal in welchen Bereich des Lebens - dienen nicht zur Findung des optimalen Produktes, sondern garantieren nur die minimal Kompatibilität.

      Desweiteren kann ein Hersteller nicht alle in Frage kommenden Produkte auf der Welt freigeben und er will auch nicht, denn das es andere freigegebene Motoröle außer die des Autoherstellers gibt, ist doch schon gut. Er ist doch nicht verpflichtet dazu, oder!?
      In der IT Welt läuft es bei vielen Herstellern ganz anders, da gilt: Wenn kein original Teil verbaut, dann keine Gewährleistung oder Anspruch auf Hersteller-Service. - selbst bei Bezahlung!
      Also wenn man keine Glühbirne bei VW kauft, dann verliert man auch den Anspruch auf Service bei VW - egal ob es mit der Glühbirne zu tun hat oder nicht!
      Ab diesen Zeitpunkt hat man den funktionsfähigen original Zustand des Produktes verändert und kein VW Service Mitarbeiter würde das Auto mehr anfassen.

      Zum Glück sind wir in der Automobilindustrie noch nicht so weit, das jedes Teil des Autos per Click auf original Zustand hin überprüfbar ist :check:

      Logo würde eine genormte Freigabe jeden Herstellers auf Basis der TDS Werte oder Ähnliches mehr Transparenz bringen, aber dann hätten wir hier auch weniger zu tuen! :zwinker2:
    • Sie können (und tun es teilweise auch) aber auch Grenzwerte aufsetzen, damit der Motor und dessen Anbauteile länger leben.
      Die Freigaben setzen nicht immer nur Mindest-, sondern auch Höchstwerte fest.

      Ich bin aber auch der Meinung, dass mehr hinter den Marketing-Sprüchen wie "besonders spritsparend" stecken kann.
      · Verloren sind all jene, die meinen, Ratschläge würden sie vorm eigenen Nachdenken bewahren.
      · So dünn wie möglich, so dick wie nötig!
    • Juggernaut wrote:

      Sie können (und tun es teilweise auch) aber auch Grenzwerte aufsetzen, damit der Motor und dessen Anbauteile länger leben.
      Die Freigaben setzen nicht immer nur Mindest-, sondern auch Höchstwerte fest.

      Ich bin aber auch der Meinung, dass mehr hinter den Marketing-Sprüchen wie "besonders spritsparend" stecken kann.
      Stimmt, da hast Du recht. Wie konnte ich es als DPF-Besitzer nur vergessen :yes:


      Generell, wie kann man sich den Freigabe-Prozess zw. Öl-Hersteller und Autobauer vorstellen:

      - VAG veröffentlicht die die neue Norm und die Ölhersteller müssen dann gegen "Einwurf kleiner Münzen" Ihre Öle durch VAG freigeben lassen?
      - Wie erfolgt die Freigabe gemäß einer Norm - durch Eigentest der Ölhersteller oder durch Tests direkt durch und bei den Automobilhersteller?

      :überleg:
    • Kennt jemand den genauen Freigabe-Prozess zw. Öl-Hersteller und Autobauer?:

      - VAG veröffentlicht die die neue Norm und die Ölhersteller müssen dann gegen "Einwurf kleiner Münzen" Ihre Öle durch VAG freigeben lassen?
      - Wie erfolgt die Freigabe gemäß einer Norm - durch Eigentest der Ölhersteller oder durch Tests direkt durch und bei den Automobilhersteller?
      - Ist es für die kleineren bzw exotischen Hersteller überhaupt bezahlbar?
    • "Schlechte" Öle trotz Freigaben?

      Hallo,

      ich lese jetzt schon länger hier im Forum mit.

      Aber eine Frage stelle ich mir immer wieder:

      Wie kann es sein, dass viele/alle Öle trotz mehrerer verschiedener namhafter Freigaben verschiedener Autohersteller (zB 5w30 mit gleichzeitig Vw50400/50700, MB 229.51, BMW LL04) nicht "gut" sind? Eigentlich sind solche Freigaben der Hersteller ja genau dafür da, dass sich der Endverbraucher keine Gedanken machen muss, weil die Öle mit der entsprechenden Freigabe ja vom Auto Hersteller geprüft worden sind.


      Ich lese hier immer, die Öle haben zu hohe Verschleißwerte, die Öle sind trotz normalem Einsatzprofil nach 10tkm schon "am Ende" etc., obwohl das Öl ja bei Intervallen von 30Tkm laut diverser Hersteller gefahren werden kann. Wird da falsch getestet?

      Wie kann es sein, dass Motoren trotz der Freigaben den Motor von innen verschmutzen/Ablagerungen bilden, wo die moderneren Ölnormen ja weitaus höhere Ansprüche an die Motoröle stellen, als das früher der Fall war (zB bezogen auf innermotorische Verschmutzung)? Dies habe ich im Netz immer wieder von Castrol Ölen gelesen, von M1 Ölen zB nie.

      Natürlich haben alle freigegebenen Öle ihren eigenen Charakter/sind nicht ganz gleich, manche erfüllen die Norm xy, andere übertreffen diese vielleicht etwas, aber zumindest müssten doch alle Öle, die vom Hersteller freigegeben sind, auch gut sein.
    • Mangulu wrote:

      Wie kann es sein, dass viele/alle Öle trotz mehrerer verschiedener namhafter Freigaben verschiedener Autohersteller ... nicht "gut" sind?
      Die Frage ist mit "viele/alle" im Zusammenhang "nicht gut" etwas missverständlich.
      Wir bzw. ich sage nicht, dass Öle mit Freigaben "schlecht" oder "nicht gut" sind.
      Nur geben sie keine Auskunft über die Güte eines Öles, und nach oben ist oft noch viel Spielraum.

      Öle mit Freigabe erfüllen einfach ein Mindestmaß der Herstelleranforderungen oder überbieten diese auch.
      Der Spielraum fängt dann bei HC mit Minimalst-Additivierung an, und kann bis PAO-HC/Ester/AN mit Top-Additivierung gehen.
      Und da die Messlatte relativ tief angesetzt wird, sage ich ganz klar, dass eine Freigabe kein Garant für ein sehr hochwertiges Öl ist. Was jedoch nicht heißt, sehr hochwertige Öle können keine Freigabe haben.

      Hintergrund ist einfach, sich nicht rein auf die Freigaben zu berufen.
      Dafür arbeiten wir mit Analysen um die Spreu vom Weizen trennen zu können. :daumen:

      Mangulu wrote:

      Ich lese hier immer, die Öle haben zu hohe Verschleißwerte, die Öle sind trotz normalem Einsatzprofil nach 10tkm schon "am Ende" etc., obwohl das Öl ja bei Intervallen von 30Tkm laut diverser Hersteller gefahren werden kann. Wird da falsch getestet?
      Hierbei gilt es klar zu differenzieren.
      Die 30.000Km-Intervalle der Hersteller sind für jedes Öl überfordernd...egal ob gutes HC oder PAO.
      Die Hersteller testen da auch nicht falsch.
      Entweder sind sie sich dessen bewusst und kalkulieren den erhöhten Verschleiß knallhart mit ein,
      oder sie arbeiten nur nach Theorie, sprich mit Rechenmodelle. Oder aber es trifft beides zu.

      Egal wie, es ist einfach nicht zu leugnen, dass solch extrem lange Ölwechsel-Intervalle schädlich sind.
      Schaue auch mal hier: Trend zu kürzeren Wechselintervallen

      Und bedenke, die Hersteller haben kein Interesse an möglichst langlebigen Fahrzeugen.
      Ökonomie, Ressourcen und technischer Fortschritt wurden und werden immer durch die Finanz bestimmt.
      Menschenverstand und Weitsicht gibt es da nicht (und wenn, äußerst begrenzt), nur das Geld zählt.
      Unsere globale Marktwirtschaft lässt ja auch nichts anderes mehr zu...dafür hat sich der Mensch zu abhängig gemacht, von der Droge Geld.
      Hinzu kommen Größenwahn sowie Realitätsverlust...

      Mangulu wrote:

      Wie kann es sein, dass Motoren trotz der Freigaben den Motor von innen verschmutzen/Ablagerungen bilden, wo die moderneren Ölnormen ja weitaus höhere Ansprüche an die Motoröle stellen, als das früher der Fall war (zB bezogen auf innermotorische Verschmutzung)?
      Da bräuchte man nur 1+1 zählen.
      Früher gab es in z.B. den MB-Freigaben keine weit über 100 gelisteten Öle (separat - 229.5 - 229.3), und man konnte davon ausgehen, dass die freigegebenen Öle auch höheren Anforderungen entsprechen mussten.

      Heute ist dieser Freigabe-Wahn zur reinen Marketing-Geldschaufel geworden, und jedes x-beliebige Öl lässt sich mit der MB-Freigabe 229.5 deklarieren.
      Durch Geldgier und Größenwahn wurde aus einer sinnvollen Sache etwas völlig unbedeutendes.

      Was die Verschmutzungen angeht, kann man da in zweierlei Richtungen gehen:
      Bestimmte Öle waren aus Profitgier einfach mangelhaft formuliert, weil der Name zu groß ist/war, um ihn allgemein als negativ ansehen zu können.
      Oder die Nutzer zwischen Öl A und B zeigten grundlegend andere Prioritäten.
      Also der Nutzer mit Öl A war einfach derjenige, der sich nie einen Kopf machte und einfach dem Hersteller glaubte.
      Der Nutzer mit Öl B (Alternative) hingegen nahm dieses Thema bewusst auf und agierte entsprechend. Intervalle von 30.000 Km waren für ihn aus Prinzip nicht annehmbar. Daher auch keine Fälle von arger Verkokung.


      Wir haben ja nun vermehrt nachgewiesen, dass Öle keine Freigabe benötigen um richtig gut zu sein.
      Nicht selten ist es sogar umgekehrt. Und Öle ohne Freigabe überbieten on-top.
    • Vielen Dank für deine Ausführung Tequila.


      Ich versteh trotzdem nicht, wie Autos (zB W123) mit MB 229.1 Freigabe problemlos > 600tkm fahren und man sich andererseits bei einem nach MB 229.51 freigegebenen Öl einen Kopf machen muss, ob dieses wirklich gut ist.
      Natürlich war die Motorentechnik anders, aber schlechte Schmierung (Verschlammung, Verkokung, Verschleiss) hat schon immer Mechanik in kurzer Zeit zerstört.


      Ich fände für das Forum eine Art Ampelliste für die verschiedenen Öle gut.
      Rot: nicht zu empfehlen, orange: geht so, grün: gut. Und evtl. einen wirklich maximalen Intervall dazu. Zb 15tkm für sog. LL Öle. Mir ist klar, auch bei den Intervallen gibt es nicht eine Zahl (am Besten alle 2000km wechseln), aber einen Bereich, wo das Öl zu stark abbaut.

      Ich war auf der Suche nach einem sehr guten 5w30 LL Öl mit VW504/507 Freigabe. Jeder rät einem ein anderes Öl, wo der eine sagt nimm xy, sagt der andere, wieder ein anderes sei besser, weil xy hier und da Schwächen hat. Ich blicke da nicht mehr durch.

      Man bräuchte eine Art forumsinterne "Approval Liste".
      Vor allem Fotos der geöffneten Motoren finde ich auch interessant. Leider kann ich bei meinem VW Golf 6 nichts sehen, wenn ich den Ölbefülldeckel abnehme. Bei meinem W123 kann man den Ventildeckel in 3 min abbauen, bei meinem Golf 6 nicht.

      Eigentlich muss die hochwertige Formulierung von Ölen ja entweder Firmenphilosophie sein, oder eben nicht. Es wundert mich, dass sich hier nicht einzelne Firmen (zB Addinol, Ravenol,...) herauskristallisieren, deren Öle die jeweiligen Freigaben weit übertreffen, bzw. einfach top Öle sind, dh der Hersteller an sich mit "allen" seinen Ölen empfohlen werden kann.

      Ich habe jetzt viele Beiträge gelesen, aber eigentlich weiß ich immer noch nicht, welches 5W30 (mit 504/507 Freigabe) ich bedenkenlos verwenden kann (LL hab ich nie ausgereizt, hab schon immer nach 15 tkm gewechselt). Am Ehensten tendiere ich dazu, die Marken (in meinem Fall M1 ESP 5w30, Addinol Giga Light 5w30, Meguin Compatible 5w30) durchzuwechseln. Somit schadet man dem Motor nicht mit dem ständig gleichen Öl, welches vielleicht im Bereich XY doch Schwächen hat.
    • Mangulu wrote:

      Ich versteh trotzdem nicht, wie Autos (zB W123) mit MB 229.1 Freigabe problemlos > 600tkm fahren und man sich andererseits bei einem nach MB 229.51 freigegebenen Öl einen Kopf machen muss, ob dieses wirklich gut ist.
      Muss man doch nicht.
      Wer sagt denn hier, dass man sich bei diesen Freigaben Gedanken machen muss?

      Diese Öle funktionieren alle. Nur ist das eben nicht das Maß der Dinge.

      Du bist hier halt im oil-club, und da werden die Prioritäten etwas anders gesetzt als bei den Herstellern.
      Mehr ist das im Grunde nicht.
      Allgemeingültig ist jedoch der Umstand der verlängerten Intervalle, da dies für alle Öle schädlich ist.
      Ansonsten kannst Du auch das Kaufland Gut und Günstig mit MB-Freigabe 229.xx verwenden.

      Dazu benötigst Du jedoch nicht dieses Forum hier, um einfach ein günstiges Öl nach Freigabe zu finden.
      Ich nehme an, Du bist hier, um eben auch die Quintessenz zu finden.
      Denn das ist unser Steckenpferd.

      Und weil wir eben etwas diffiziler an die Öl-Thematik gehen, sind Freigaben halt entsprechend wenig Wert (wenn nicht gerade wegen Garantie notwendig).
      Du solltest eben nur nicht ein allgemeines Schlecht-Machen darin interpretieren.
      Wenn wir uns dem Standard anpassen/unterwerfen würden, könnten wir das Forum zu 90% löschen und genau den gleichen Kram schreiben, wie auf irgendwelchen "Öl-Berater-Seiten" zu lesen ist.


      Wenn es um möglichst günstige Öle geht, können wir auch darauf gezielt eingehen.
      Gleiches, wenn wegen Garantie eine Freigabe zwingend erforderlich ist.

      Das ist doch hier ziemlich klar gegliedert, allein auch durch unsere Info-Liste bei den Beratungen.

      Was z.B. die MB 229.1 und 229.5(1) angeht, machen wir ja genau dabei keine Unterschiede (oder versuchen es zu mindest).
      Ich sage seit längerem, dass ein Öl nach 229.1 oder .3 nicht schlechter als eines nach 229.5 sein muss.
      Und da kommen eben Analysen ins Spiel.

      Abschließend:
      Es gibt nicht DAS 5W-30 für Dich.
      Es kämen mehrere in Frage.
      Unsere Beurteilungen stoßen auch an ihre Grenzen, da wir bei den Informationen durch die Hersteller beschränkt sind.
      Wir können also nur eine Auswahl nennen, nicht aber DAS Öl für Dich.
      Weiteres liegt mit bei Dir...ob für Analysen bereit oder nicht.
      Du kannst da von uns kein hellsehen verlangen, auch wenn wir möglichst eingrenzen.

      Was ist denn nun genau die problematische Hinterfragung?
      Die Sache wegen Freigaben, oder die Öl-Beratung?
    • Ich weiß, dass sich das sehr simpel anhört, aber ich bin immernoch auf der Suche nach den besten/dem besten 5w30 mit VW 50400/50700 Freigabe. Welche Öle rangieren hier unter den Top Ölen (Verschleiß, Reinigungsvermögen, Ablagerungen, km-Leistung, etc.), welche bekommen Abzüge bzw. sind nicht so gut im Gesamtpaket?

      Ich verstehe auch nicht, warum es hochwertige Öle gibt, die keine entsprechenden Freigaben haben. Wer füllt denn ein Motoröl in seinen Motor, welches nicht vom Hersteller freigegeben ist? Kein Mensch. Natürlich gibt es seit kurzer Zeit dieses Forum und seine Mitglieder, die das aufgrund des Hintergrundwissens der Ölanalysen machen (können), aber der Anteil ist doch verschwindend gering. Was bringt es mir als Ölproduzent, ein top Öl zu machen, welches aber nicht die entsprechende Freigaben hat. Das Öl wird zu 99,9% den Kunden aufgrund fehlender Freigabe nicht erreichen, da sich 99,9% der Kunden auf die Freigabe im Handbuch beziehen und danach Öl einkaufen, was ja bei der Ölauswahl vollkommen richtig ist, wenn man kein entsprechendes Hintergrundwissen hat (so ein Forum zB), bzw. keine Ahnung haben, welches Öl ihre Werkstatt überhaupt verwendet.
      Was kostet eine solche Freigabe ca.? Sind da Zahlen bekannt? Muss die Freigabe erneuert werden jedes Jahr?
    • Es gibt dafür doch die Vergleichstabelle

      "Das beste Öl" gibt es nicht. Der eine sucht nach dem belastbarsten Öl, wo Noack und HTHS eine Rolle spielen.
      Der nächste fährt mit 5km Strecken das Öl die ganze Zeit "kalt" herum, da macht ein dünnes 0W Sinn.
      Der nächste hat ein gemischtes Fahrprofil, und verspricht sich Vorteile von einem reichhaltigen Additivpaket...

      In der Vergleichstabelle schneiden RedLine, Mobil1, Amsoil und Ravenol ganz gut ab.
    • Es gibt auch andere, günstige oder exotische Öle mit der Freigabe. Allerdings sind die bei einem Blick ins Datenblatt oft gleich für mich raus (NOACK von ca. 10) oder es wird offensichtlich als nicht vollsynthetisch beschrieben, dann kann das auch nicht "das beste" Öl nach 504 00 oder 507 00 sein.