Red Line 5W-30 - SUZUKI SX4 (M16A) mit 4G-Automatik - 7050 km

  • Hallo,

    Hier ist wieder mal eine GÖA von SUZUKI , und zwar eine, die wir, glaube ich, noch nicht hatten: Red Line 5W-30 mit neuen Formulierung. Eine FÖA aus USA haben wir zwar (hier) die mit vorliegenden GÖA von mir übereinstimmt, aber getestet hat es noch keiner von uns, denke ich. Es gab zwar vor kurzem eine frische FÖA von russischen Oil-Club, die Vik19831116 gepostet hat, die aber auf alter Rezeptur basiert und aus einer 1.Quart Flasche kommt. Mein Öl kommt aus einer 1.Gallon Gebinde, ist vom 04.2022 (EAC 72116) wenn ich richtig liege. Vielleicht sind das sogar verschiedene Sorten(?), da habe ich leider nicht den ganzen Überblick. Auf jedem Fall sieht es mit IRS-Diagram sehr ähnlich dem typischen Red Line.

    Gefahren wurde wie immer: fast kein Autobahn, viel Kurzstrecke und etwas mehr als im Winter Mittelstrecke bis 40 km am Stück. So ca. 50/50 . Daher auch Kraftstoff fast unverändert, eher zu viel für den Sommer-Intervall.

    Vor dem Ölwechsel wurde ein kurzer Spul-Intervall gefahren, um möglichst sauberen Ergebnis zu haben. Nur Wolfram, trotzt 900 km , immer noch vom WS2-E Lubricants Additivve zu sehen ist.

    Die Idee dahinter war, den Motor von Innen gründlich zu waschen, was dem Red Line immer wieder beim Diskutieren im Vordergrund gestellt wurde. Und sehen wie dieser Motor auf so ein spezifisches Öl reagieren wird, vor allem wegen Cu-Verschleiß, das von Anfang an etwas heraus sticht.

    Der Verbrauch lag für Sommer-Monate typisch zw. 5,7 und 6,3 L/100 km. Geräuschtechnisch unverändert, vielleicht etwas gedämmt, bilde ich mir manchmal ein.

    Die Farbe des Öl's hat sich von Anfang an ziemlich schnell zu dunkel-braun verändert, als hätte das Öl seine Waschwirkung voll in Gang gesetzt. Hab deswegen vorher eine Tröpfelprobe gemacht und hier um die Analyse didocivic gebetet. Sein Resümee hat mich etwas überrascht, dem Motor geht es wohl gar nicht so schlecht wie ich dachte. Obwohl Kupfer bleibt immer noch ein Rätsel. Habe viel recherchiert über die Aufbau des Motors, wo welche Teile Cu-haltig sein könnten. Es gibt eigentlich nur zwei Quellen: Lagerschalen der Kurbelwelle, und eine einzige Lagerschale für Nockenwelle einlassseitig, ganz vorne zur Stirndeckel, da wo Zahnrad an der Welle sitzt. Pleuel und Kolbenbolzen bei dem Motor einfach Stall auf Stall gelagert. Also da hat jemand vor mir dem Motor etwas zu viel zu gemutet, vielleicht nach einem Kaltstart und gleich Vollgas gab es kurzfristig ein Ölfilm-Abriss, oder ein Kratzer durch Fremdkörper etc.

  • Persönlich denke ich, dass die Wirksamkeit von Antioxidantien bzw. die Restoxidationsstabilität nur über die "Oxidation indiction time" und nicht über eine Ölverfärbung festgestellt werden kann.

    Gehören die Proben chronologisch zusammen? Warum nicht eine Darstellung über Laufzeit oder Laufstrecke?

  • Du hast hier die Full-Saps Version...

    Das war mir bewusst, nur diese "kleine" Unterschiede beim Kalzium (~-1000 ppm), Magnesium (~+knapp 200 ppm) und Moly (-ca.100 bis 200 ppm), als hätte man doch 2 Varianten von derselben Öl. Aber OK, das macht dieses Öl keineswegs schlechter.

    Zur Farbe noch mal kurz - frisches Öl hat diesen roten Stich, ist richtig, aber nach Einfühlen und kurzen An und Aus des Motors könnte man das noch kaum mehr erkennen. Und nach etwa 300-500 km war es fast genau so dunkel wie am Ende des Intervalls. Ich denke, hier spielt der Kraftstoff, als Reagenz, ne große Rolle, vielleicht wegen sehr viel Ester. Aber korrigiert mich wenn ich Quatsch erzähle.