Wolf OfficialTech 0W-30 MS-FFE - Range Rover Velar 3.0 R6 - 25.000km

  • Moin zusammen,

    die nächste Analyse des Velar mit 3.0 Diesel R6 wollte ich euch nicht vorenthalten.

    Ja, ich weiß! Wäre es nach mir gegangen, dann wäre der Motor gespült worden und das Intervall läge bei 15.000km. Aber, nicht mein Auto. Es ist manchmal schwierig jemanden davon zu überzeugen, dass der Service nach Herstellervorgabe nicht immer optimal für ein Fahrzeug ist. Ich bin da aber dran und habe den Besitzer schonmal so weit, dass man sich jetzt von den dünnen 0W30 nach JLR5007 trennen möchte. Jetzt wurde zwar das Petronas Syntium 7000 FJ 0W-30 SN eingefüllt, das soll aber (ich hoffe) nach 15.000km raus und ein anderes rein. Diesbezüglich werde ich noch eine Beratung eröffnen.

    Zum aktuellen Intervall gibt es eigentlich nur zu sagen, dass sich der Anteil an Kurzstrecken und abgebrochenen DPF Regenerationen leicht erhöht hat. Dennoch spult der Wagen viele Kilometer ab.

    Wie sind Eure Meinungen zur Analyse? Bin sehr gespannt.


    Fast 1 Liter Sprit im Öl ist natürlich eine absolute Katastrophe. Ansonsten finde ich, dass das Öl im Vergleich zum vorherigen Castrol einen guten Job gemacht hat und auch ohne Unmengen an Moly gut klargekommen ist. Allerdings hatte das Castrol auch nochmal 7000km mehr auf dem Rücken. Ursprünglich dachte ich die Öle nach JLR5007 sind alles solche Molybomben, dem scheint aber nicht so zu sein.

  • Hallo MrViscosity,

    Dein Bekannter riskiert schon ziemlich, seinen Motor platt zumachen.

    Es ist sogar mehr als 1 Liter Diesel im Öl, und er fährt anscheinend regelmäßig länger das selbe Öl, als Land Rover dis erlaubt. Meines Wissens nach, spätestens alle 24k km muss gewechselt werden. Ich würde, aufgrund starken Öl Verdünnung, nicht länger als 10k km fahren. Eisen zeigt, dass Kettentrieb & Ventilsteuerung unter Verschleiß am stärksten leiden.

    Man sollte sich um Spriteintrag mal kümmern. Oder liegt es vielleicht am Fahrstile und Fahrprofile? Trotzdem, fast 12% sind ungewöhnlich viel. Also ich würde da kaum noch schlafen können, wenn es mein währe...

    Mangan gefällt mir auch nicht. Ist zwar weniger geworden, aber soll im Auge behalten bleiben. Mangan ist Legierungsbestandteil von Verdichterrädern von Turboladern, sowie Ventilen (wieder..., siehe Oben)

    Ein anderes Öl ausprobieren mit höherem Visko währe eine gute Idee, aber unbedingt davor kurz spulen, damit man klare Ergebnisse vor Augen hat, was im Motor momentan wirklich geschieht.

    Und ja, viel Glück bei weiterer Überzeugungsarbeit:daumen::grins3:

  • Guten Morgen,

    Was soll man dazu sagen wenn man eine wirklich schlechte Analyse von seinem Motor sieht und trotzdem solange Intervalle fährt?!🙈🙄

    Ich bin gespannt was zuerst auf gibt.Die Lager?Oder bricht die Kurbelwelle wie oft schon passiert zuerst?Oder doch Turboschaden?

    Egal nicht es nicht Dein Auto!Sollte dein Kollege da deswegen mal heulen,sag Ihm Bitte selbst Schuld!


    ModEdit: Ölempfehlungen haben hier nichts zu suchen. Dazu haben wir die Besprechungsthreads. Daher entfernt.

    Edited once, last by oilbuyer: ModEdit: Ölempfehlungen haben hier nichts zu suchen. Dazu haben wir die Besprechungsthreads. (March 28, 2026 at 9:54 AM).

  • Das Hauptproblem ist der sehr hohe Kraftstoffeintrag ins Motoröl.
    Der Dieselanteil liegt bei 9,5 %. Das ist sehr viel. Dadurch ist die Viskosität bei 100°C auf 7,98 mm2/s gefallen. Das Öl ist also deutlich zu dünn geworden und hat weniger Reserve für einen 3.0 Diesel R6.
    Wichtig ist aber auch: Ich sehe hier noch kein Bild von einem Motor, der akut kaputtgeht. Der PQ-Index ist unauffällig. Wasser und Glykol sind nicht drin. Silizium ist auch nicht besonders hoch. Die Verschleißwerte sind nicht schön, aber im Vergleich zur Laufleistung nicht völlig aus dem Rahmen.
    Auffällig ist die andere Additivierung. Das sollte man beachten. Aber nur wegen weniger Molybdän kann man nicht einfach sagen, dass das Öl schlechter war. So einfach ist es nicht.
    Das eigentliche Problem ist aus meiner Sicht der hohe Kraftstoffeintrag. Ursache können Kurzstrecke, viele oder abgebrochene DPF-Regenerationen, viel Kaltlauf oder auch ein technischer Fehler sein.
    Meine Empfehlung: Das Öl nicht mehr nach km wechseln, sondern nach Motorstunden. Für dieses Fahrprofil maximal 250 h. Bei viel Kurzstrecke oder schwieriger DPF-Nutzung eher noch früher.
    Zusätzlich sollte man die Ursache für den Kraftstoffeintrag prüfen: DPF-Regenerationen, Thermostat, Injektoren, Ölstand und Fahrprofil

  • Andy Wir hatten auch den V6 Problemmotor im Range Rover.

    Man kann grob sagen das nur etwa 70-75% dieser Motoren mehr als 130tkm ohne kapitalen Motorschaden schaffen.(Quelle für diese Info intern JLR)

    Probleme wie gesagt Kurbelwellenbruch,Lager und Kolbenschäden/Risse).

    Probleme die bekannt sind weicher Block,Minderwertiges Kolbenmaterial,Lagerspiele suboptimal zu klein bzw. Durch verziehen des weichens Blocks.

    Spriteintrag durch Nacheinspritzung DPF Regenration.Injektoren machten kaum Probleme.

    Eisen klar Kette,Ritzel.

    Abhilfe gern in einer Ölberatung MrViscosity

  • Habe eine „kranke“Idee …..

    Können so viel ppm EISEN nicht gleich selbst als Feststoff FM agieren?

    Diese Idee hatte ich tatsächlich zum ersten Mal heute, als ich diese Analyse gesehen habe…. wenn man die additive haben auch keine höhere Konzentration im Öl…..

    Giacomo Agostini

    :she:   :mobi1:   :motu:  :total:  :fu:  :row2:

    ESMM75 (EddysShellMobilMix75)
    SHELL HELIX ULTRA 5/40 + MOBIL1 FORMULA RACING 10/60 (3:1)

  • Andy Wir hatten auch den V6 Problemmotor im Range Rover.

    Man kann grob sagen das nur etwa 70-75% dieser Motoren mehr als 130tkm ohne kapitalen Motorschaden schaffen.(Quelle für diese Info intern JLR)

    Ich denke, man sollte sicherheitshalber darauf hinweisen, dass es sich im Velar nicht um den V6 Problemmotor handelt, sondern um den neuen R6.

  • Können so viel ppm EISEN nicht gleich selbst als Feststoff FM agieren?

    In Summe eher nein, denn einerseits können im Öl schwimmende Eisenpartikel tatsächlich wieder in die Verschleißschutzschicht eingearbeitet werden, andererseits können "größere" Eisenpartikel, die aber so klein sind, daß sie noch filtergängig sind, als abrasive Teilchen den Verschleiß auch fördern ("Schmirgelwirkung"). Bestenfalls heben sich diese Effekte auf, ich vermute aber, daß die abrasive Wirkung insgesamt doch größer ist.

    Rechtlicher Hinweis - Haftungsausschluß: Ich übernehme keine Haftung. Meine Beiträge sind in bezug auf §645Abs.2 BGB (bzw. analoge Gesetze im Rest der Welt) als laienhafte Ratschläge / Empfehlungen anzusehen. Anwendung auf eigene Gefahr. Es entsteht kein Vertragsverhältnis. Gilt auch für grobe Fahrlässigkeit.

  • Durch unteranderem blowby und kaltem Motor gelangt Treibstoff ins Öl. Das summiert sich durch die Kurzstrecken. Ob Kolbenringe oder Einspritzdüsen, kommen noch dazu je nach Zustand.

    Toyota Auris '13 Touring Sports 1.6 Benziner (1ZR-FAE)

    Aktuelle Öle im Betrieb:

    :rav: RSP 5W-30

    :rav: MTF-3 75W

    Piaggio Fly 125 ccm 3V i.E. (LEM Motor)

    :rav: Motobike 4-T Ester SAE 5W-30 + CeramiX-Pro


    :moin:

    :service: oilkn3 serv :ok: