Ölberatung: Daihatsu Cuore L701

  • Interessant, der Zusammenhang war mir nicht bekannt.

    Mir auch nicht und ich bin gelernter Kfz.-Mechaniker und war Motorenbauer. Also ist die Aussage für mich nichts Wert, weil sie nicht stimmt.

    Zur AU. Auch mit Ölverbrauch besteht er die AU, andernfalls hätte mein erster E39 nie eine Plakette bekommen.

    Ich kenne den Wartungsstand von deinem Auto nicht, vielleicht solltest du vorab noch Zündkerzen, Zündkerzenstecker, Luftfilter und die

    Lambdasonde erneuern. Der Motor wird es dir danken.

    BMW E39 530i M54B30 07/2001 LPG Prins V2

    Motor: :ams: SS 5W-50/10W-30 im Mix 70/30%

    Servoöl: :lm: ATF 1100

    Differenzialöl: :lm: 75W-90 (GL5) + 5% :lm: Ceratec

    Automatikgetriebe: ZF LifeGuardFluid 5

    Zündkerzen: Denso IK20TT

  • Und frisches Luftfilter :hello:

    1993 Subaru BC5 Legacy 4WD Turbo - 260PS - 330T km - :gulf: Max Ultra Plus 10W-40 - ENEOS Gear Oil 75W-90 GL-5

    1993 Subaru KK3 Vivio GX-R Supercharger 658 cm³ - 64PS - 156T km - :motu: 8100 X-clean Gen2 5W-40 - :maol: FWD Getriebeöl 75W-85 GL-4

    2006 Subaru TT1 Sambar Truck 658 cm³ - 48PS - 54T km - :she: Rimula R5 LE 10W-30 - :yacc: BVX R 500 75W-80 GL-4+

    2009 Subaru RC1 R2 658 cm³ - 46PS - 70T km - :she: Rimula R5 LE 10W-30 - :maol: FWD Getriebeöl 75W-85 GL-4

    2013 Subaru XV 2.0 AWD - 150 PS - 222T km - :kroon: Torsynth 5W-30 - ENEOS Gear Oil 75W-90 GL-5

  • 1.) Falls zufällig jemand eine Aussage darüber treffen kann wie sich Restore&Protect im Vergleich zu Toralin-Anticarbon schlägt wäre das für mich von Interesse. Vorteil des letzteren ist natürlich, daß es nicht einen Monat sondern eine Stunde dauert, bis es wirkt. Das könnte her entscheidend sein.

    2.) Interessant, der Zusammenhang war mir nicht bekannt.

    3.) Die Dosis Dibutylmaleinat ist nun halt schon drin, damit fahre ich jetzt bis der Schweller geschwissen ist, das muß nämlich auch noch sein, dann probier ich mein Glück die Ringe in Turalin zu baden, und anschließend tief Luft holen und nächster Anlauf beim Tüv, - diesmal mit gut warmem Motor…

    1. Wie du bereits erkannt hast sind beides Maßnahmen zur Befreiung der Kolbenringe (Im Falle des Öls: und weiteren Motorteilen) mit unterschiedlicher Anwendungsdauer. Toralin würde ich ein mal vor einem Ölwechsel anwenden, mittelfristig kann man ~2000km mit einem Reinigungsadditiv im Öl fahren und langfristig ein gutes Öl wie das Restore&Protect nehmen, wenn die AU dann bestanden ist.

    2. Das kann ich auch nicht so nachvollziehen.

    3.) Das klingt nach einem Plan. Als schnelle (Pfusch-)Alternative zum Wechsel von Zündkerze und ggf. Lambdasonde hatte ich mit einer 40km Vollgasfahrt mit dem Archoil 6400 gute Erfolge erzielt. Gerade die Zündkerzen setzen sich bei Ölverbrauch gerne zu und brauchen Aufmerksamkeit.

    Toyota Yaris 1.8 VVTi: Gulf Competition 5W40 (Rennstrecke, Pendeln)

    BMW 525i N52B25: Ravenol VDL 5W40 (Langstrecke, Pendeln)

    VW Golf IV 1.6SR: Amsoil XL 10W40 (Stadtverkehr)

    BMW 318i M43B19: Rowe Hightec Synth RS 5W40 (Winter)

    Audi A4 B6 1.8T: Rowe Hightec Synth RS 0W40 (Sommer)

  • Das ist richtig. Bei verschlissenen Kolbenringnuten sowie Kolbenringe entstehen ja diese Blowby Gase die das Öl verdünnen.

    Im normalen "gesunden" Motor dichten die Kolbenringe permanent und optimal ab und das Drehzahlunabhängig.

    Ein Motor braucht keine hohe Drehzahl damit die Kolbenringe zum Brennraum abdichten.

    Das hat nichts mit dem Ölabstreifring zu tun.

    BMW E39 530i M54B30 07/2001 LPG Prins V2

    Motor: :ams: SS 5W-50/10W-30 im Mix 70/30%

    Servoöl: :lm: ATF 1100

    Differenzialöl: :lm: 75W-90 (GL5) + 5% :lm: Ceratec

    Automatikgetriebe: ZF LifeGuardFluid 5

    Zündkerzen: Denso IK20TT

  • Slex   KS3 Zufall, Zufall, Luftfilter kam heute Mittag mit der Post. Habe ich auch sofort eingesetzt. Hatte anschließend jedoch vielmehr das Gefühl, einen Kompressor installiert zu haben. Das Auto rennt wie ein junger Hund! Dieses gierige Gasannehmen auf einmal - bemerkenswert.

    Kerzen und Zündkabel liegen parat, für die Toralin-Kur kommen die alten sowieso raus, das ist die Gelegenheit. Ich bin gespannt auf das Kerzenbild. Titelwahl des Künstlers anhand der dominierenden Farbe hoffentlich nicht "Ofenrohr von innen im Keller bei Stromausfall" sondern "Rehkitz mit Muttertier vor rostigem Schrotthaufen".

    Völlig unbekannt war mir daß die Lambdasonde demnach ein Verschleißteil ist?!? Hatte mich nie damit befasst. Für mich war das immer irgendwas elektronisches was entweder ganz oder garnicht funktioniert. Sehr interessant, da werde ich gleich noch etwas weiter lesen. Ich wundere mich seit längerem über einen doch ziemlich ungleichmäßigen Leerlauf, vielleicht hat der ja damit zu tun.

    Wenn ich mich noch längere Zeit in diesem Forum fortbilde und das Gelernte anwende werde ich eines Tages meinen Daihatsu als Neuwagen verkaufen können. Sehr gut!

  • Wie hatte viele Jahre mehrere Daihatsus in der Familie. Wenn der Motor unruhig läuft ist meistens die Drosselklappe verschmutzt. Vor der Drosselklappe befindet sich ein Gummischlauch von der Motorbelüftung. Dieser ist manchmal komplett verstopft. Ich würde vorschlagen beides mal zu prüfen und ggf zu Reinigen.

  • Mir auch nicht und ich bin gelernter Kfz.-Mechaniker und war Motorenbauer.

    Servus,

    dann sollte das doch bekannt sein, dass die Abdichtfunktion, wie ich beschrieben habe, hauptsächlich abhängig vom Verbrennungsdruck ist. Läuft ein älterer Motor im Leerlauf, ist die Abdichtfunktion entsprechend schlecht, da der Verbrennungsdruck fehlt.

    Und nein, das hat nicht immer was mit: Wenn alles okay ist, dann dichten die ringe so auch immer ab, zu tun.

    Geh mal in den NFZ-Bereich: Wenn dort ein Kunde über Ölverbrauch seiner LKW klagt, wird zuerst das Lastprofil ermittelt. Unter 50000km Laufleistung gibts sowieso nicht das thema mit Garantie und Ölverbrauch, bei manchen Herstellern sogar erst ab 100000km (wegen einlaufen).

    Wenn das Lastprofil sehr gering ist, also die Auslastung des Motors z.B. nur 10 oder 15% beträgt von seinem LKW, dann ist das kein Mangel wenn er Öl säuft sondern normal. Diese Problematik haben alle Hersteller, egal ob Scania, MAN, Mercedes. Fendt 724 mit Deutz Motor haben alle das problem, dass se Öl saufen, aber nur die im Allgäu laufen mit niedrigem Lastprofil. Die Fendt die in Norrdeutschen Ländern laufen, haben das Problem nicht, da sie mehr ausgelastet sind.

    Fährt nun jemand dauerhaft mit niedrigen lasten, wirds bei Diesel zwangsläufig zu verkokungen kommen (je nach Konstruktion ob Feuerring verbaut oder ned usw) und irgendwann Ölverbrauch. Beim Benziner selbes Thema.

    Kommt nicht von mir diese Aussagen sondern von Kolbenschmidt aus der Konstruktionsabteilung und Schulungen wo sie durchführen und da sind hochkompetente Leute. Da kann ich oder andere Kfz-ler vom Wissen her einfach ned mithalten, da selbst Instandsetzer dort auf Schulung gehen. Gibt ein tolles Buch von Wild Motoren über Motormechanik, da kann man sowas nachlesen, auch wenn man denkt, man weiß schon alles.

  • Das gilt vielleicht für Kompressionsringe aber Verbrennungsdruck sollte nie die Abstreifringe erreichen

    1993 Subaru BC5 Legacy 4WD Turbo - 260PS - 330T km - :gulf: Max Ultra Plus 10W-40 - ENEOS Gear Oil 75W-90 GL-5

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  • Jawohl. Nur wenn die Ölabstreifringe ihrer Funktion nicht mehr richtig nachkommen können, weil Verschleiß da ist, weil ständig Verbrennungsgase nach unten durchgehen aufgrund zu niedrigen Lasten, dann fängt der Motor im Leerlauf erst recht das Öl saufen an, weil das Öl dann auch leichter an den oberen Kolbenringen vorbeikommt.

    Ursache dafür waren u.a. dann aber trotzdem die niedrigen Lasten, die dazu geführt haben (natürlich, verschleiß laufbahn, falsche konstruktion kolbenringe, Ölqualität usw)

  • Mein Punkt war das Verbrennungsdruck die Funktion der Ölabstreifringe nicht verbessert.

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    2013 Subaru XV 2.0 AWD - 150 PS - 222T km - :kroon: Torsynth 5W-30 - ENEOS Gear Oil 75W-90 GL-5

  • Für mich klingt das so, dass eine untertourige, drehmomentstarke Fahrweise was tolles ist.
    Man sollte dabei nicht vergessen, dass dabei die Kolben viel stärker an die Zylinderwand gepresst werden und der Verschleiss höher ist (ovale Zylinder).

  • KS3 jawohl, die abdichtfunktion des Ölabstreifringes kommt nicht von den Verbrennungsgasen. Hab ich so nicht geschrieben, wenns so rübergekommen ist, danke für den Hinweis

    Schnipp Richtig, da sprechen wir von Volllast und dem Anlagewechsel, deswegen der Zwickelverschleiß. Hochwertiges Motoröl ist hier besonders wichtig aufgrund der hohen Temp. Ich spreche aber nicht von niedertourig und Volllast, sondern von Last und nicht Leerlauf oder geringe Lasten.

  • Untertourig ist nie Gut!

    Und mit Last tödlich,sollte man aber auch schon im Innenraum hören wie es vibriert,sich der Motor quält und man förmlich hört wie sich jede Schraube lockern will.

    Eine normale gesunde Fahrweise und alles ist Takko.

  • Vor der Drosselklappe befindet sich ein Gummischlauch

    …Mit Innendurchmesser etwa so wie ein Kugelschreiber, kommt vom Kopf her, (ist das die Kurbelgehäuseentlüftung?) Und ja tatsächlich die Mündung an der Drosselklappe ist äußerlich ziemlich ölig. Ich gucke nachher mal rein. Danke schon mal!


    Schnipp et al. Eine Schaltanzeige habe ich nicht aber einen Drehzahlmesser. Lässt sich konret beziffern ab wo ich Volllast geben darf? Meinem Gefühl nach brummelt er oberhalb 1600 schon recht zufrieden, und über 2000 summt er nur noch. Paßt das? Ab 3500 wird für meine Ohren ein Kreischen daraus. Aber dermaßen viel Leistung brauche ich sowieso nicht. Ich verstehe jetzt aber warum man ihn untenrum nicht zu sehr treten darf.

    Und wieder mal vielen Dank in die Runde für die ganzen interessanten Eingebungen!


    Da fällt mir ein, nach dem was ihr oben schreibt wäre es ja wahrscheinlich eine gute Idee falls ich einen Ersatzmotor brauche möglichst einen aus einem Automatikwagen zu nehmen, da ja das Automatikgetriebe allerlei Arten der Fehlbehandlung des Motors unmöglich macht, man wird ja immer in mittlere Drehzahlen und mittlere Last „gezwungen“. Habe ich richtig gedacht?

    Und dann noch apropos Getriebe wo ich ja jetzt sowieso einen Rundumschlag in Sachen Autogesundheit mache, im Handbuch steht man soll alle 75 Megameter das Getriebeöl wechseln. Das wäre demnächst auch an der Reihe dann mache ich das gleich mit. Als ich das Auto gekauft habe ging der zweite Gang nur mit Zwischengas rein. Zu meinen Lastwagenzeiten bin ich auch mal einge Zeit Eaton-Fuller gefahren, also zwischengasdosieren kann ich noch, und so ist es mit viel Liebe Geduld und gutem Zureden gelungen daß er jetzt wieder vernünftig reingeht. Ja und bei sehr geringer Last heult der fünfte Gang ein bißchen, das war schon immer so und ist völlig gleich geblieben. Das ist was es zum Getriebe zu sagen gäbe. Außer 75W 90 gibt es im Handbuch keine Aussagen. Aber nach dem was ich in den letzten zwei Tagen zum Thema Motoröl lernen durfte, spüre ich irgendwie ganz deutlich daß es auch beim Getriebe durchaus nicht gleichgültig ist was man reinschüttet... Was wären da so die wichtigsten Punkte auf die ich achten sollte?

    Edited once, last by Andy: 2 Beiträge von bürstenfeuer mit diesem Beitrag zusammengefügt. (July 31, 2025 at 12:15 PM).

  • In diesem Video wird gesagt, daß die Ursache von Ölverbrauch meistens die bei Motoren ab Mitte der 90er Jahre gegenüber vormaliger Zeit verminderte Vorspannung bzw Spreizkraft der Kolbenringe ist. Zweck dessen sei geringere Reibung also verminderter Kraftstoffverbrauch. Häufige Ölwechsel spätestens alle 5000…8000 km und Verwendung synthetischen Öls seien DIE entscheidende Maßnahme um Ölkohlebildung und den umfangreichen Folgeschäden vorzubeugen. Das Video ist nicht allzu lang, aber so richtig kurz ist es nun auch wieder nicht, deswegen habe ich es hier zusammengefaßt.

    Ihr lieben Ölkundigen, was sagt ihr dazu?