Haftet dickes Öl wirklich länger?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Haftet dickes Öl wirklich länger?

      ich lese immer wieder das dickere Öle langsamer abfließen und die Teile mit einem feinen Film überzogen bleibt, bei dünnen Ölen soll innerhalb von kurzer zeit alles abgelaufen sein und alles trocken. Ist das wirklich so??? Ich meine jetzt nicht nach 5Min sondern nach 2Tagen.
    • Wenn es ein Thema sein sollte, dann eher in den ersten Minuten
      als in zwei Tagen. Sieh dir mal die Viskositäten von gängigen Ölen
      an. Du wirst feststellen, dass die Visko bspw. bei -10°C um den
      Faktor 100 über der Visko bei 100°C liegt. Das ist so enorm, dass
      man eigentlich von keinem Öl sagen kann, es wäre kalt "dünn". In
      Wahrheit ist selbst ein 0W-20 unter oder um 0°C immer noch um
      Größenordnungen dicker als ein 10W-60 bei 100°C.
      Und dies betrifft dann natürlich auch das "Abfließen" bei stehen-
      dem Motor.
      Außerdem habe ich mal aufgeschnappt, dass für das "Haftvermö-
      gen" mehr als nur die Viskosität eine Rolle spielen soll. Ich kann
      dazu aber im Augenblick leider nichts gesichertes beitragen.

      Bekanntlich sollen ja mind. 90 % des Motorverschleißes während
      der Kaltstartphase stattfinden (wer dazu was konkreteres hat,
      gerne Link dazu). Wie man dieses Problem umfassend löst, das
      sieht man an Großaggregaten, bspw. an denen von Schiffen und
      Diesellokomotiven. Üblich ist da folgendes:

      - vor dem Start werden Öl und Kühlmittel von einer starken Standheizung vorgeheizt
      - danach baut eine separate Ölpumpe erst den nötigen Öldruck auf
      - dann erst kann gestartet werden, vorher ist ein Start gar nicht erst möglich

      Das wäre natürlich auch im PKW eine tolle Sache. Standheizungen
      gibt es ja, kraftstoffbetrieben, dazu rein elektrisch betriebene
      Vorheizer, wie sie bspw. in Schweden üblich sind. Was fehlt, ist
      eine zusätzliche elektrische Ölpumpe. Eigentlich auch kein sooo
      gewaltig großer Mehraufwand mehr. Ob sich schon mal jemand
      an einem solchen System versucht hat, das entzieht sich leider
      meiner Kenntnis.

      ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hat keine Lust mehr () aus folgendem Grund: ein "n" ergänzt, ein "s" entfernt

    • Es gibt schon mehrere Autos mit elektrischen Ölpumpen, da ist die Hauptmotivation aber eher Energie (= Sprit) sparen. Mir ist nicht bekannt dass diese Pumpen bereits vor dem Motorstart Druck aufbauen, aber ggf. kann man das ja umprogrammieren?

      Viele Sportwagen schalten für die ersten Motorumdrehungen die Zündung aus, damit erst Verbrennungsdruck entsteht wenn der Motor halbwegs Öldruck hat.

      Gibt da schon brauchbare Ansätze um den Startverschleiß verringern zu können.