Winter- und Sommeröl - 1x teuer oder 2x günstiger?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Wichtig: auf Grund der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung 2018 werden wir unsere Nutzungsbedingungen anpassen und alle Mitglieder erhalten nach dem Login eine neue Bestätigungsanfrage

    • Winter- und Sommeröl - 1x teuer oder 2x günstiger?

      Moin zusammen.

      Mich beschäftigt mal wieder ein Gedanke, dieser für die meisten von euch wohl überflüssig sein wird. :P :D

      Und zwar geht es im groben darum, ob es "sinnvoll" (bitte aus der Sichtweise eines Öl-Freaks betrachten) wäre, 2 preislich angemessene SAE-Klassen für jeweils den Winter- und Sommerbetrieb zu nutzen? Oder 1 teures überdurchschnittlich hochwertiges für beide Jahreszeiten, bei diesem man eben einen Kompromiss eingehen muss?

      In meinem Fall käme da für den Winter ein 0W-30, und für den Sommer ein 5/10W-40/50/60 (Mischöl mit eingezogen) in Frage.
      Ein 0W-30 im Winter daher, weil er bei der kalten Luft nicht so richtig auf Betriebstemperatur kommt.....das liegt am sehr großzügig bemessenen Kühlergrill der Motorhaube, diesen einige Leute in der kalten Jahreszeit von innen teilweise abdecken.

      Wenn ich mein Jahresbudget für Öl auf ~70€ ansetze, wird es jedoch schon ziemlich knapp.

      Die Vorteile bei der Nutzung von 2 Ölen liegen natürlich klar in der jeweils passenden SAE-Klasse und 2x frisches Öl für den Motor.

      Nun würde ich gerne wissen wollen, wo ihr so die Vor- & Nachteile seht.
      In meinen Augen wäre dieser Weg absolut vorstell- sowie umsetzbar.
    • Hi Tequila, also ich kenne deine Ortsbezogenen Wetter/Klimadaten nicht. Keine Ahnung ob du mal bei -20 Grad dein Wagen starten musst, aber bei den Januar Tiefsttemperaturen von Januar 2016

      Berlin -8 Grad
      München -8 Grad
      Flensburg -11 Grad
      Freiburg -12 Grad
      Rostock -11 Grad
      Duisburg -6,5 Grad und hier bei mir in Dortmund -7 Grad

      sehe ich kein tatsächlichen GRUND auf ein 0/30 zu gehen. Die 0/40 oder auch die 5/40 kommen bestens mit diesen Temperaturen klar.

      Vorteil??? Du hast ein "BESSERES" Gefühl.
      Nachteil??? Wohl keine echten, sofern deine Kompakt Limousine kein Aufstoßen von dem dünnen Öl bekommt ;)
      Stell dir aber rechtzeitig das Sommeröl in die Garage, 12-15 Grad Höchsttemperaturen wurden im Janaur 2016 auch erreicht...also WACKER WECHSELN :) ;) :D :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ping1967 ()

    • Ja, die Sache ist halt, dass ich im Sommer gerne auf ein dickeres Grundöl gehen möchte, also ca. 7,5-12,5W, je nachdem was bei einer Mischung so machbar ist.
      Und das wäre mir im Winter dann etwas zu unangenehm.

      Ich bin hier im nord-westlichen Sauerland, relativ nahe dem Ruhrpott.
      Gab schon paar knackige Tage letzten Winter. Dazu kommt, dass ich sehr früh los muss (Winterdienst ab 4 Uhr), und dementsprechend erlebt man dann meistens noch die Tiefstwerte. Weiterer Punkt sind die Kurzstrecken, also im Winter dann mehr Kalt- statt Warmstarts.

      Ein 0W-40 ist natürlich ebenfalls sehr gut geeignet, doch mich würde es mal reizen ein 30er zu probieren.
      Ich habe ja eine Öldruckanzeige und kann an dieser ganz gut erkennen, ob das Öl mehr oder weniger Heiß ist.
    • Ping1967 schrieb:

      Du erkennst an der Öldruckanzeige ob das Öl warm ist??
      Ja, selbstverständlich erkenne ich das an dieser. :D
      Bei kaltem Öl steht die Anzeige am Anschlag (3 bar) im Standgas. Wird das Öl wärmer = flüssiger, fällt natürlich auch der Druck ab und der Durchsatz steigt an.
      Nach BAB-Fahrt z.B. liegt der Öldruck so zwischen 1,8-2,1 bar im Stand, je nachdem.
      Ich habe daran auch die höhere Viskosität des Redline 0W-40 gegenüber dem New Life erkannt....da lag der Öldruck in gleichen Situationen ca. 0,3-0,5 bar höher.
    • Man kann das schon machen, aber "Sinn" macht es doch nur, wenn man
      sowieso zweimal jährlich wechselt. Lohnt sich das bei der mutmaßlichen
      Jahresfahrleistung mit einem Youngtimer?
      Eher schon würde ich mir ein ordentliches 0W-40 aussuchen, das diesen
      Spagat locker leisten kann.
    • Frage ich mal anders:

      Wenn ich so oder so jährlich die ~70€ für Öl investiere, was wäre dann die vielleicht Motor-schonendere Variante?

      Ein ordentliches 0/5W-40 ist natürlich plausibel und der einfachere Weg.
      Doch einfach kann ja jeder... :D ...wir sind hier im oil-club, und da darf es auch schon mal etwas diffiziler werden. ^^

      Fakt ist halt, dass ein Öl mit steigender Laufleistung nachlässt. Und hierbei wäre es schon ein erheblicher Unterschied, ob 1 Öl die vollen ~10.000 Km mitsamt Jahreszeiten erlebt, oder dies auf 2 aufgeteilt wird....zudem noch viskositätsorientiert.

      Ich sehe dabei folgendes als Kontrahenten:

      1 sehr hochwertiges 0/5W-40 aus z.B. Ester vs. 2 qualitative 0W-30 & "8W-45" aus PAO+HC
    • Für den Winter?

      Da kann ich ja lieber ein 0W-40 PAO dafür nehmen.
      Nee nee, es sollte dann schon ein 0W-30 sein, das stünde für mich fest.
      (diese Poly Tech Öle -leider nur 2 verschiedene- sind und bleiben ganz klar weiterhin interessant, doch dies im anderen Thread)

      Mir geht es dabei nun auch nicht zwangsweise um die jeweilige SAE-Wahl, da diese meine persönliche wäre, sonder eher um die allgemeine Frage/Hinterfragung der "1 vs. 2"-Öl-Taktik bei nahezu gleichen Kosten.
    • Tequila, ich kann Dich schon verstehen.
      Ich frage mich aber, wenn man SAE den Jahreszeiten anpasst, wann macht man das HIER um das Öl auch FIFTY FIFTY auf die Jahresfahrleistung aufzuteilen? Im Oktober schon Winteröl und dann bis einschließlich März? Die wirklich "KALTEN" Monate sind doch meist (wenn überhaupt) nur der Januar und Februar.
      Die Temperaturdifferenzen in unseren Breiten sind mir Einach zu klein und zu kurz um tatsächlich einen Sinn darin sehe.
    • Nein, 50/50 geht natürlich nicht......das wäre dann eher 70/30 oder 80/20.

      Nur spielen gerade die wenigen Wintermonate in meinen Augen eine nicht unerhebliche rolle was Kondenswasserbildung, Kraftstoffeintrag, Kaltstart-Verschleiß, längere Aufwärmphase und blow-by angeht.....schlussendlich zur TBN.

      Im Sommer ist ein Öl ja wesentlich schonender behandelt (wenn man nicht gerade bei >35°C Außentemperatur eine Strecke mit vielen Vollgas-Beschleunigungen und danach direktes Abbremsen fährt, was zu sehr geringer Luftdurchstömung des Kühlers führt).

      Daher würde ich selbst dieses Ungleichgewicht der Laufleistung als "gerecht" ansehen.
    • Noch nicht wirklich.... :D

      Es gibt ja mid- und full-SAPS 0W-30er, diese einem die Wahl nicht gerade leicht machen.

      Auf Mo würde ich für mehr Bor eindeutig verzichten. Mal sehen, wenn ich Lust habe, erstelle ich mal einen Vergleich.

      Aber nochmal zum Ursprung: Wie siehst Du die "1 vs. 2"-Öl-Taktik bei nahezu gleichen Kosten ?
      Technisch betrachtet kann das doch nur Vorteile haben, oder?

      Wobei ich auch schon gelesen habe, dass man das Öl nicht ständig ändern sollte, weil der aufgetragene Verschleißschutz des einen Öls durch das andere kaputt gemacht wird. Was ich aber für einen Mythos halte...
      Dazu sind diese Analysen ja sehr interessant: Mobil 1 High Mileage 10W-40 - Subaru Impreza WRX

      Da gab es mit Mal einen sehr hohen Verschleiß, obwohl bis auf eine Ausnahme immer das gleiche Öl verwendet wurde....danach gab es dann die Umstellung auf das 40er.
    • Moin.
      Auch ich bin ein Öl-Freak wie Tequila009...

      Auch wenn es mir sehr wohl bewusst ist, dass von mir eingesetzte Öle noch garantiert nicht am Ende sind, wenn ich sie wechsele, tue ich dies 2x im Jahr (Winter / Sommer).

      Beim Neuwagen kam die Castxxplöre LL3 vor dem Winter nach knapp 6TKm raus.
      Für Winter kommt 0w30 oder 0w40 rein, im April dann 5w40 für Sommer.
      Wird bei Alltagswagen (Tiguan 1.4 TSI und Polo 6R) wegen Kurzstrecke gemacht.
      Für Sommer-Cabrios (aktuell 2000 Audi 80 2.6) kommt ein 5w50 vor der Winterpause rein (1x jährlich).

      Ölige Grüße,
      Georg
      ... die rein physikalischen Eigenschaften des Öls sind in erster Linie für den Verschleißschutz zuständig,
      Notlaufadditive erst nach Versagen des Grundöls!
    • Georg-TDI, wie sehen bei Dir so die Kosten für 2 Öle im Jahr aus?
      Merkst Du einen Unterschied zwischen 0W-30 und 0W-40 im Winter? Die 30er sind in der Kaltviskosität ja nochmals eine Nummer dünner.


      RtTechnik schrieb:

      Wenn ein Öl einen hohen Anteil an ZDDP hat bildet das mit der Oberfläche einen Verschleißschutz. Der kann sich mit der Zeit allmählich wieder Abtragen , wenn man ein "schlechteres " Öl verwendet
      So wie ich das mal gelesen habe, ist der Schichtaufbau durch ZDDP zusammen mit Schwefel und der Abtrag dieser ein sich ständig wiederholender Prozess während des Intervalls.
      Es wäre also nicht so, dass ein Öl 1x eine Schutzschicht aufbaut, diese dann bis zum Ende durchhält.
      Daher sehe ich eine regelmäßige Änderung des Öls als nicht kritisch, so lange die Wahl qualitativ bleibt.
    • Tequila009 schrieb:

      Georg-TDI, wie sehen bei Dir so die Kosten für 2 Öle im Jahr aus?
      Merkst Du einen Unterschied zwischen 0W-30 und 0W-40 im Winter? Die 30er sind in der Kaltviskosität ja nochmals eine Nummer dünner.
      Also kostenmässig schauet's so aus:
      4L Shell Helix Ultra PROFESSIONAL AV-L 0W-30 nach 504/507 = 18€
      4L Shell Helix Ultra 0W-40 nach MB229.5 = 16€
      4L Aral Super Tronic 0W-40 nach MB229.51 = 20€
      4L Aral Higt Tronic 5W40 nach MB229.51 = 16€

      => somit komme im Jahr nicht über 40€ fürs Öl!

      Bei den 0w30 Ölen merke ich im Winter leichtere Motorstarts und weniger Benzinverbrauch gegenüber 0w40, was auf dünnere Visko zurückzuführen ist. Denn auf 8 Km Arbeitsweg über 2 Dörfer wird das öl nicht über 60 Grad gebracht...
      ... die rein physikalischen Eigenschaften des Öls sind in erster Linie für den Verschleißschutz zuständig,
      Notlaufadditive erst nach Versagen des Grundöls!
    • Georg-TDI schrieb:

      Denn auf 8 Km Arbeitsweg über 2 Dörfer wird das öl nicht über 60 Grad gebracht...
      Genau das ist der Punkt....bei mir sind die Kurzstrecken noch um einiges kürzer, und BAB-Vollgastouren veranstalte ich im Winter nicht.
      Daher bin ich auch auf ein 0W-30 aus.

      Preislich werde ich mit Deinen fast 40€ im Jahr wohl nicht mithalten können. :D

      So ein 5L-Kanister 0W-30 kostet doch alleine schon ~30€, dann 2 Öle für die Sommer-Mischung mit ~40€ und ich lande ganz schnell bei 70€.