OM 651 100 kW Ölempfehlung

  • Vielleicht klingt das etwas theoretisch, aber man sagt doch so grob, dass 90 % des Verschleißes beim Kaltstart entstehe und ein Kaltstart im Motor denselben Verschleiß verursache wie 300 km Fahrt mit Betriebstemperatur.

    Gleitlager sind (theoretisch) verschleißfrei, wenn sie im Betrieb sind, weil sich aufgrund des Schmierkeils keine Teile mehr berühren. Ganz im Gegensatz zu Wälzlager (Kugellager, etc). Während des Anlaufens kommt es aber zu Mischreibung (und damit Verschleiß) bis die Welle "schwimmt".

    Zumindest ist das ein Grund für diese Überlegungen, allerdings fallen Motoren im PKW-Bereich ja eher selten aufgrund einfach verschlissener Gleitlager oder Kolbenringe aus, einfach weil da selten die Betriebsstunden zusammen kommen. Kennt man eher von irgendwelchen LKW-Motoren oder Ackerschlepper oder sowas. Die sind nach 1x.xxxh mit hoher Last dann durchgenudelt. Dann sinkt der Öldruck und der Verbrauch steigt deutlich an, dann sollte man den Motor mal neu machen.


    Halte ich persönlich im PKW-Bereich für eher nicht sooo relevant, die meisten schrubben ja keine 10.000h auf den Motor, geschweige denn sind die Fahrzeuge darauf ausgelegt.


    +1 für ein 10W40-LKW-Öl

  • Also bleibt Ihr bei Eurer Empfehlung des "Honigs" 10W40 in LKW-Ausführung, auch wenn diese Viskosität vom Hersteller nicht freigegeben ist (ich denke mir halt, dass der sich schon was dabei gedacht hat, welche Viskositäten er freigibt)?

  • Michael. Du wiederholst dich. Wenn du mehr dem Hersteller vertraust, dann nimmst du ein freigegebenes und wenn du mehr den Fachleuten hier vertraust dann hältst du dich an diese Empfehlungen. Ist einfach.


    Es gibt viele politische, wirtschaftliche und interne Gründe für Freigaben. Klar, hat sich der Hersteller etwas dabei gedacht, ob es aber etwas schlaues war, wirst du nicht erfahren!


    Was hat sich denn ein Pkw Hersteller dabei gedacht, wenn er schreibt dass 1 l Öl Verbrauch auf 1000 km normal ist!??


    Da du immer das gleiche fragst, denke ich dass Sorge und Zweifel hast, also es ist es das beste wenn du eines mit Freigabe nimmst. Kein Problem 👍

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  • Nie würde ich wagen, an Eurer Kompetenz zu zweifeln :)


    Bei meinen Fragen hatte ich im Hinterkopf, dass hier schon einige User Probleme mit Dichtungen geschildert hatten, die nach dem Einsatz nicht freigegebener Öle auftraten. Folglich scheinen meine Überlegungen nicht ganz so weit hergeholt zu sein.


    Dass die Freigaben innerhalb derselben Viskositätsklasse von finanziellen Zuwendungen abhängen können, habe ich verstanden. Wenn aber eine Viskosität überhaupt nicht freigegeben ist, sollte die Überlegung schon erlaubt sein, ob das Zufall ist oder einen technischen Grund hat.


    Auch liegen die hier empfohlenen LKW 10W40 ja meist so bei 1,0 % SA, wohingegen die für den OM 651 relevante MB 229.51 nur 0,8 % SA zulässt. Sind zwar nur 0,2 % Differenz, aber eben doch 25 % SA mehr. Auch hier denke ich, dass man solche Überlegungen schon mal äußern darf.


    Aber ich vertraue Euch :)

  • Dann nimm eins mit Freigabe und wechsle oft! Passt doch! 👍🤝🤝

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  • Hallo Michael.

    Hatte eben noch eine Idee für Dich 😇


    Schau Dir mal das Ravenol VMO 5/40 an. Technische Daten top - passt auch bei Dir und vor allem - hier steht ausdrücklich dabei: NEUTRAL gegenüber Dichtungsmaterialien


    Das sollte Dir gefallen - denn der Preis ist ebenfalls top!


    VMO KLICK

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  • Das mit dem 300km äquivalenten Kaltstartverschleiß stimmt tatsächlich. War mal ein Test einer Motorsportzeitung in den 1980er Jahren. Soweit ich mich erinnere, bezog sich das damals allerdings auf herkömmliche 15W-40 Motoröle.

    Also ehrlich gesagt, mir gefällt auch das Aral 0W-40, das jetzt verwendet wird, sehr.

  • .....Schau Dir mal das Ravenol VMO 5/40 an. Technische Daten top - passt auch bei Dir und vor allem - hier steht ausdrücklich dabei: NEUTRAL gegenüber Dichtungsmaterialien.....

    Danke für den Tipp. Basiert der auf Datenblatt, FÖA oder GÖA?


    Damit Du mich nicht falsch verstehst: Ich bin kein Hosenscheißer, der unbedingt die MB-Freigabe haben muss. Wenn Ihr sagt, dass die genannten LKW 10W40 besser sind als ein Öl gemäß 229.51, dann vertraue ich Euch. Das magst Du auch daran erkennen, dass ich mich ja hier angemeldet habe, um, Rat zu bekommen und zu befolgen. Ergänzend noch die Info, dass meine Fahrstrecken" momentan kürzer werden und sich zwischen zwei Kaltstarts meist nur zwischen 50 und 250 km bewegen.

  • Alles ist bestens. Wir sind hier um Fragen zu klären und miteinander zu diskutieren. Manchmal geht es schneller manchmal eben nicht. Am Ende entscheidet immer der Eigentümer des Wagens und wenn du dich damit besser fühlst, dann ist das okay… Es kann aber sein, je öffter Du fragst, desto mehr Empfehlungen kommen und dann siehst du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr!

    … so wie du schreibst, könnte ein 5/40 für dich das richtige sein!


    Empfehlung ist lt. Datenblatt!

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  • Deine Gedanken zum SA-Gehalt habe ich mir anfangs auch gemacht.


    Seitdem bin ich das Ravenol EURO VI Truck 10W-40 und das Mannol TS-7 10W-40 im OM642 gefahren. Beide Öl haben in GÖAn Top-Verschleißwerten geliefert. Auto steht zwar im Carport, wurde aber im Januar/Februar 2021 des öfteren bei zweistelligen Minusgraden (mit dem Mannol) gestartet.


    Der OM642 im PKW ist neben 229.51 und 229.52 ausdrücklich auch für 228.51-Öle, also NFZ-Öle, freigegeben. Bist du sicher, dass dein OM651 nicht auch für 228.51 freigegeben ist?


    Ein Bekannter fährt im 204er C250 CDI mit Begeisterung das o.g. Ravenol (mit Archoil AR9100) rund ums Jahr.


    Vielleicht hilft das bei deine Ölfindung. Ich will dich nicht zu einem 10W-40 überreden, ich finde es aber logisch, dass dein Motor gut damit klarkommen würde.

  • Danke, das hört sich vielversprechend an. Für den OM 651 sind nur 229.51 und 229.52 freigegeben. Aber grundsätzlich bin ich "mutig" genug, ein LKW 10W40 mal einzusetzen. Neben dem Kaltstartverhalten war auch der DPF Bestandteil meiner Überlegungen, denn die 228.51 erlaubt 1,0 % SA und die 229.51 und 229.52 nur 0,8 %. Vielleicht ist beim OM 642 und den LKW der DPF grobmaschiger als beim OM 651. Aber den allgemeinen Tenor hier verstehe ich so, dass die 25 % mehr SA wurscht sind. Abgesehen davon wäre das ja nur bei Ölverbrauch relevant, den ich aber nicht habe.

  • Nur ganz nebenbei. Das Datenblatt VMO ist nicht veraltet.


    Aber egal. Bezüglich SA kann ich dir nur sagen dass ich aktuell fast 30 % FULL SAPS Shell Racing 10/60 in meinen Turbo Diesel mit DPF eingefüllt habe. Weil es unter dem Strich bei diesen keinen Differenzen keine Rolle spielt! 😉

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  • Beim EURO VI Truck gibt Ravenol ein SA-Gehalt von 0,86 an. Damit wäre das "SA-Problem" eigentlich erledigt. Die Werte der anderen Hersteller habe ich gerade nicht parat.

  • Das könnte ich nicht einmal beantworten, weil es kommt ja nicht nur auf den vorhandenen Verschleiß deines Motors an, sondern auch auf dein Fahrprofil und dein Fahrstil. Das kann dir nur eine eigene GÖA beantworten.


    Übrigens akzeptiere ich die Bezeichnung Honig nur beim RAVENOL RHV RACING HIGH VISCOSITY SAE 20W-60 :lach3: :flitz:

  • Das Fahrzeug hat nicht die MB 228.51 Freigabe, aber der Motor (OM651) hat diese Freigabe.

    Zum Beispiel bekomme ich je nachdem wo ich bei Mercedes schaue die MB 228.51 Freigabe angezeigt oder nicht.


    Es gibt auch noch gute NFZ Öle die keine 10W-40 sind, aber bis aufs NDT haben wir noch kaum Erfahrungen mit solchen.

  • Übrigens akzeptiere ich die Bezeichnung Honig nur beim RAVENOL RHV RACING HIGH VISCOSITY SAE 20W-60 :lach3: :flitz:

    … Ihr habt ja mitbekommen, dass ich auch davon zusätzlich zum SHELL RACING 10/60 in den Diesel geschüttet habe! 😅💪🏼🚙💨🥷

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  • OM651 hat auch NFZ Freigabe 228.51 (Sprinter mit größerer Ölwanne) Da hat man sich nur nicht die Mühe gemacht die Freigaben auch bei den PKWs anzugeben :zwinker:

    2006er A8L 4.2TDI @198.000 KM --> :rav: 10W40 Euro VI Truck + 200ml :aroi: 9100

    1. Analyse 1
    2. Analyse 2

    2008er Yamaha XT660X @20.000km --> :she:  10W40 Advance Ultra


    2000er Suzuki Bandit 1200S @36.000km --> :maol: 10W40 4-Takt Plus